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Arbeitswelt

26.01.2021

DGB fordert, das Recht auf Homeoffice zügig umzusetzen

Die Arbeitgeber im Landkreis sollen – sofern noch nicht geschehen – schnell Homeoffice ermöglichen. Das fordert der DGB-Kreisvorstand.
Foto: Gollnow/dpa

Der Günzburger Kreisvorstand der Gewerkschaft erinnert an Verpflichtung der Arbeitgeber

Überall dort, wo es möglich ist und keine dringenden betrieblichen Gründe dagegen sprechen, sind die Arbeitgeber verpflichtet, ihre Beschäftigten in den nächsten Wochen im Homeoffice arbeiten zu lassen.

Der DGB-Kreisvorstand fordert die Arbeitgeber im Landkreis auf, dieses Homeoffice-Gebot konsequent und unverzüglich umzusetzen. Alles andere sei angesichts der Gefahren der Corona-Pandemie absolut unverantwortlich. Die Arbeitgeber seien dabei auch verpflichtet, die technischen Voraussetzungen für ein solches Homeoffice zu schaffen, sodass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihr Recht auf Homeoffice auch tatsächlich wahrnehmen können.

Aber auch die Arbeitnehmer sind für den DGB-Kreisvorstand in der Pflicht, das Homeoffice-Angebot „offensiv wahrzunehmen“ und damit einen substanziellen Beitrag zur Corona-Bekämpfung zu leisten. Aber sie müssten dabei aufpassen, nicht der Gefahr der „Selbstausbeutung“ zu erliegen, die oft mit der Homeoffice-Arbeit verbunden sei.

Wenn zu Hause der Arbeitsschutz nicht gewährleistet werden kann, weil die räumlichen oder technischen Voraussetzungen nicht gegeben sind, dann ist Homeoffice eben nicht machbar, so der DGB-Kreisvorsitzende Werner Gloning. Erst recht unvereinbar sind für Gloning Homeoffice und gleichzeitige Kinderbetreuung. Hier sei der richtige Weg, die ausgeweitete Möglichkeit der sogenannten Kinderkrankentage zu nutzen. Auch die Beschäftigten in den Betrieben sollten sich laut Gloning nicht scheuen, diese Möglichkeit, wenn notwendig, in Anspruch zu nehmen. „Selbst wenn der Arbeitgeber grummeln sollte.“ Wegen der angestrebten Kontaktreduzierung und zur Entlastung der dort Beschäftigten sollte die Notbetreuung in den eigentlich geschlossenen Kitas und Schulen wirklich nur in echten Notfällen in Anspruch genommen werden.

In der Pflicht sieht der DGB-Kreisvorstand die Arbeitgeber auch bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie in den Betrieben selbst. Sie müssten dafür sorgen, dass für jeden Einzelnen genügend Fläche zur Verfügung stehe. Dort, wo die Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz „beim besten Willen“ keinen ausreichenden Abstand einhalten können, ist es die Aufgabe des Arbeitgebers, die vorgeschriebenen Schutzmasken zur Verfügung zu stellen und zu finanzieren, erklärt der DGB-Kreisvorsitzende abschließend. (zg)

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