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Das Gartenhallenbad ist eine Chance für alle Kommunen

Das Gartenhallenbad ist eine Chance für alle Kommunen
Kommentar Von Till Hofmann
23.11.2019

Das Gartenhallenbad in Leipheim kommt bei den Besuchern gut an. Jetzt ist es aber an der Zeit, das in die Jahre gekommene Bad zu sanieren. Warum dafür alle Kommunen an einem Strang ziehen sollten.

Ein Schwimmbad zu bauen und eines zu unterhalten – das sind zwei Paar Stiefel. Das merkt man vor allem dann, wenn ein Bad in die Jahre gekommen ist und grundlegende Sanierungsarbeiten unumgänglich sind. Genau das ist die Situation, vor der die beteiligten kommunalen Partner, die sich im Zweckverband Hallenbad Nord zusammengeschlossen haben, stehen.

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Die Vorsitzenden und die Geschäftsführung leisten seit Jahren eine gute Arbeit, um das Projekt so voranzutreiben, dass die finanziellen Lasten gerecht aufgeteilt sind. Denn natürlich hat die Stadt Leipheim unter allen Kommunen den größten Vorteil.

Eine attraktive Freizeiteinrichtung vor der Haustüre

Schließlich liegt das Familienbad, das einst die Soldaten des Fliegerhorstes als attraktive Freizeiteinrichtung nutzten, vor der Haustür. Entsprechend kommt allen Umlagezahlern der Standortbetrag Leipheims zugute – und auch der Umstand, dass sich der Landkreis Günzburg nicht komplett aus den Verpflichtungen zurückgezogen hat.

Das Gartenhallenbad ist eine Chance für alle Kommunen

Der Zweckverband hat bislang umsichtig und fair gehandelt. Das gilt auch für die Entscheidung, ob das Bad generalsaniert oder neu gebaut wird. Der Zuschlag für die Generalsanierung bedeutete zugleich, dass sich am Standort nichts ändert, auch wenn das nicht alternativlos war.

Lange Zeit war die Zukunft des Gartenhallenbads in Leipheim ungewiss.
Bild: Bernhard Weizenegger

Ein Bad wie das in Leipheim ist ein Zuschussgeschäft. Es mag nicht so attraktiv sein, wie andere große Thermen und Erlebnisbäder und zieht deshalb auch kein Publikum aus nah und fern an. Dafür besticht es durch moderate Preise, es ist ein Lernort fürs Schulschwimmen und für Vereine. Und es wird von Familien auch mal für zwischendurch gerne genutzt.

Das Gartenhallenbad füllt eine Lücke

Ein jährlicher Publikumszuspruch, der höher liegt, als der Landkreis Einwohner hat (Lesen Sie dazu: Gästen macht das Gartenhallenbad in Leipheim Spaß), zeigt, dass es eine Lücke gibt zwischen all den großen, modernen Bädern – eine, die das Gartenhallenbad für den Norden des Landkreises gut ausfüllt für die Menschen in der Region. Umso wichtiger wäre es, dass wirklich alle Kommunen des Altlandkreises an einem Strang ziehen, weil auch alle einen kleineren oder größeren Vorteil durch die Existenz dieses Bades haben.

Entsprechend wird das auch beim Defizitausgleich abgebildet. Deshalb ist es durchaus ehrenwert, wenn sich die Zweckverbandsspitze nochmals darum bemüht, die vier fehlenden Gemeinden Haldenwang, Landensberg, Winterbach und Röfingen dazu zu bewegen, nicht im Abseits zu stehen. Da inzwischen konkrete Zahlen bekannt sind und man nicht ins Blaue hinein eine Zusage macht, wäre es alles andere als ein Gesichtsverlust, das Nein aus der Vergangenheit zu revidieren.

2023 sind zehn Millionen Euro fällig

Um die aktuellen und künftigen Herausforderungen zu meistern – im Jahr 2023 wird mit über zehn Millionen Euro der Löwenanteil der Sanierungskosten fällig – ist ein enger Schulterschluss nötig. Es geht also nicht darum, eine vermeintliche Vorteilsmaximierung ausschließlich fürs eigene Haus zu betreiben.

Komplexe Aufgaben der Daseinsvorsorge überfordern einzelne Kommunen zuweilen. Parallele Strukturen aufzubauen ist oft teuer und nicht selten überflüssig. Deshalb war und ist es richtig, sich für die Generalsanierung und den Betrieb des Gartenhallenbads zusammenzufinden. In diesem Boot Gleichgesinnter ist noch Platz.

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