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04.07.2010

Das Günzburger Waldbad wurde zum Hexenkessel

In Feierlaune versetzten die Isartaler Hexen am Samstagabend im Günzburger Waldbad ihr Publikum. Fotos: Dieter März
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In Feierlaune versetzten die Isartaler Hexen am Samstagabend im Günzburger Waldbad ihr Publikum. Fotos: Dieter März

Günzburg Tropische Temperaturen haben die Fußballfangemeinde am Samstag nicht gebremst: Über tausend Besucher kamen ins Günzburger Waldbad, um das WM-Spiel Deutschland gegen Argentinien auf einer Großbildleinwand anzuschauen. Mit jedem Tor der deutschen Mannschaft steigerte sich die Geräuschkulisse. Beim Abpfiff nach der regulären Spielzeit verwandelte sich der Public-Viewing-Bereich im Waldbad dann aber zu einem wahren Hexenkessel: Der Auftritt der Isartaler Hexen stand an.

Nicht enden wollende Freudenkundgebungen und Gesänge der Fußballfans schalten über das weitläufige Gelände. Die zahlenmäßig stark vertretene Security-Mannschaft lies den anwesenden Fußballfans zuvor noch genügend Zeit, um den Siegestaumel auszuleben und verstand es souverän, ohne Komplikationen und Diskussionen den Public-Viewing-Bereich nach und nach für das anschließende Musikfestival zu räumen. Das Phänomen sollte sich im Laufe der Abendstunden fortsetzen, ja sogar noch eine Steigerung erfahren, als die Frauenpowerband Isartaler Hexen aus Bayern dann die Freiluftbühne betrat.

Die acht jungen Frauen verstanden es von Anfang an, die gut 2000 Besucher so zu begeistern, dass sich der Freiluftbereich zuweilen in ein Tollhaus verwandelte. Die Kulisse des Waldbades unterstützte dies mit ihrem ganz besonderen Charme und die beiden Organisatoren, Bernd Bayer, Leiter der Waldbadgastronomie, und Johann Stelzle, Leiter der Stadtwerke Günzburg, präsentierten mit dem Engagement der Isartaler Hexen eine Gruppe, die aus früheren Auftritten beim Günzburger Volksfest bekannt und beliebt war.

Soloauftritte auf Bänken und Tischen

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Die Band ist seit zehn Jahren in Deutschland und im gesamten europäischen Ausland auf Tour. Das Repertoire reicht von traditioneller Bierzeltmusik - etwas zu oft zu hören der Bierumsatzsteigerer "Ein Prosit der Gemütlichkeit" - über Schlageroldies bis hin zu rockigen Songs und beliebten Ohrwürmern. Getoppt wurde der Auftritt der Hexen immer wieder durch Soloauftritte der einzelnen Bandmitglieder auf Bänken und Tischen im Publikumsbereich. In der Pause nach einem 90-minütigen Auftritt hatten die Besucher Gelegenheit, alle möglichen Fanartikel, von der CD über T-Shirts bis hin zur Hexen-Biografie zu kaufen.

Die anschließende Fortsetzung des Konzertes, verbunden mit einem Outfitwechsel, entsprach stimmungsmäßig dem Vorangegangenen. Die Besucher wurden in die musikalischen Beiträge eingebunden, ließen sich von der aufgeheizten Stimmung mitreißen und tanzten vor der Bühne oder gleich auf den Bänken und Tischen. Unterbrochen wurde die musikalische Darbietung nochmals gegen 23 Uhr von einem gut arrangierten Feuerwerk der Veranstalter. Gegen Mitternacht fand die Veranstaltung ihr musikalisches Finale, jedoch nicht ohne die Zugaben, die von den Besuchern gefordert wurden.

Dass die kulturellen Beiträge des Waldbadgastronomen Bayer nicht nur auf einer guten regionalen Resonanz basieren, bewies die Tatsache, dass sogar aus dem Bereich Fulda ein Omnibusunternehmen zum wiederholten Male Besucher zum Freiluftspektakel nach Günzburg brachte. Schon 2009 kamen beim Auftritt von Hansi Hinterseer Besucher mit dem Busunternehmen nach Günzburg. In diesem Jahr ließ es sich eine Gruppe Frauen aus diesem Gebiet unter der Bezeichnung "Frauenpower Ried", nicht nehmen, wieder das Waldbadfestival zu besuchen und gleich das gesamte Wochenende in Günzburg zu verbringen.

Bei uns im Internet

Bilder von dem Spektakel finden Sie online unter

guenzburger-zeitung.de/lokales

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