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Handball-Bayernliga Frauen

27.01.2020

Das Herzstück des VfL Günzburg fehlt

Auf verlorenem Posten: Die Günzburgerinnen (hier Hannah Sperandio) konnten im Spiel um Tabellenplatz drei in der Bayernliga nicht mithalten.
Foto: Ernst Mayer

Ein Spitzenspiel als Herkulesaufgabe: Ersatzgeschwächte Günzburgerinnen sind in Bergtheim chancenlos.

Chancenlos waren die Günzburger Handballerinnen beim Kampf um den dritten Platz in der Bayernliga. Beim dominant aufspielenden HSV Bergtheim unterlag der Aufsteiger 32:37 (10:19).

Nach den Festspielwochen im vergangenen Jahr mag das klare Resultat auf den ersten Blick überraschen. Doch wenn man hinter den Vorhang blickt, erklärt sich manches – ohne die herausragende Leistung der Gastgeberinnen schmälern zu wollen. Da war zunächst einmal der Ausfall von Martina Jahn. Der Mittelpunkt der VfL-Abwehr musste wegen Schleimbeutelentzündungen in beiden Knien absagen. Da das Abschlusstraining bereits absolviert war, konnte kein Alternativkonzept erarbeitet werden. Außerdem gehört Martina Jahn im Angriff zu den besten Torjägerinnen des Teams. Auch Antonia Leis schmälerte den Kader durch eine Erkrankung.

Urplötzlich ist das Team körperlich unterlegen

Dann das nächste Unglück: Nach zehn Minuten verdrehte sich Günzburgs Top-Scorerin Lena Götz das Knie und musste für den weiteren Verlauf der Partie passen. Ein ohnehin schon schwieriges Spitzenspiel wurde so zur Herkulesaufgabe für eine junge und urplötzlich körperlich unterlegene Mannschaft.

Doch Handballerinnen jammern nicht, und so rückte das Team noch enger zusammen. Stille Reserven sollten ausgeschöpft werden. Hoch motiviert begannen die Weinroten, führten durch Nina Porkert 1:0 und durch Lena Götz 2:1.

Nach dem 3:3, dem letzten Unentschieden der Partie, zog der HSV Bergtheim mit einem Viererpack davon. Eine frühe Auszeit der Kees-Brüder auf der VfL-Trainerbank und eiserner schwäbischer Wille initiierten eine Aufholjagd zum 7:6. Danach raste der HSV-Express ungebremst. Neunmal hintereinander schepperte es unerbittlich im Günzburger Kasten. Die Abwehr bekam ohne ihr Herzstück Martina Jahn keinerlei Zugriff, die Torhüterinnen blieben sich selbst überlassen. In der 20. Minute stand es 16:6. Das war unter diesen Bedingungen bereits die Vorentscheidung.

Vorsätze zeigen Wirkung

In der Kabine wurden wieder gute Vorsätze gefasst. Das zeigte Wirkung, die Günzburgerinnen gaben nicht auf. Sonja Christel, Nina Porkert und Alena Harder holten alles aus sich heraus und trieben ihre Farben an, sodass die zweite Halbzeit für sich genommen ausgeglichen verlief. „Entscheidend verkürzen“ oder gar „Umbiegen“ war an diesem Tag allerdings nicht drin. In der 40. Minute stand es 28:19, in der 52. gar 36:25. Eine Günzburger Auszeit leitete dann das Finale ein. Der HSV-Torhunger war endlich gestillt, auch wurde ausgewechselt. Die Chance zur Kosmetik ließen sich die charakterstarken VfL-Spielerinnen nicht nehmen. Ein 7:1-Tore-Lauf in der Schlussphase zeugt von einer tollen Einstellung und bescherte den Gästen ein versöhnliches Resultat. Die beiden Günzburger Trainer sparten daher auch nicht mit Lob für ihr Team. (zg)

VfL Günzburg Hoffmann, Gremmelspacher; Götz (1), Harder (6), Kubasta, Stoll (3), Schütte (1), Engelmann, Sperandio (1), Christel (10/1), Porkert (10)

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