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Günzburg

09.11.2017

Das Oberzentrum ist beschlossene Sache

Im Juni freuten sich Kommunal- und Landespolitiker schon auf das gemeinsame Oberzentrum Günzburg-Leipheim (unser Bild). Jetzt ist die Höherstufung beschlossene Sache.
Bild: Rebekka Jakob

Der Bayerische Landtag hat für das Vorhaben gestimmt. Was die Bürger in Günzburg und Leipheim, aber auch im Landkreis jetzt davon haben.

Jetzt ist es offiziell: Günzburg und Leipheim werden Oberzentrum. Das hat der bayerische Landtag am Donnerstag beschlossen. Im Zuge der Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms wurde der Änderungsantrag der CSU-Fraktion, der unter anderem die Aufstufung von zentralen Orten vorsieht, vom Parlament angenommen, teilen die heimischen Abgeordneten Alfred Sauter und Hans Reichhart mit.

Mit Beginn des Jahres 2018 werden die Städte den Status Oberzentrum erhalten. Wie berichtet, war zunächst eine gemeinsame Bewerbung von Günzburg, Leipheim, Dillingen und Lauingen geplant. Dann wurde jedoch klar, dass eine getrennte Bewerbung von Günzburg/Leipheim auf der einen und Dillingen/Lauingen auf der anderen Seite höhere Erfolgsaussichten hatte. Bei einem Ortstermin in München hatte Markus Söder, Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, bekräftigt, dass Günzburg und Leipheim gemeinsam aufsteigen können. „Der Raum Günzburg-Leipheim hat sich in der Vergangenheit sehr positiv entwickelt. Durch die Höherstufung werden die Weichen für zukünftiges Wachstum gestellt. Mittelschwaben erfährt hierdurch eine deutliche Aufwertung. Für zukünftige Projekte können die Kommunen höhere Förderungen erwarten“, so Sauter. Reichhart freut besonders die Zusammenarbeit von Kommunal- und Landespolitikern über Parteigrenzen hinweg, die die erfolgreiche Bewerbung ermöglicht hatte.

Interkommunale Zusammenarbeit besteht schon beim Gewerbegebiet Areal Pro, beim Leipheimer Hallenbad, im Bereich Tourismus, bei Legoland, dem Bezirkskrankenhaus und dem Wissenschaftszentrum Schloss Reisensburg. Für die Unternehmen im Landkreis sei es ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor, dass Kultur-, Freizeit-, Sozial- und medizinische Einrichtungen für die Arbeitnehmer auch in Zukunft in großer Zahl und mit hoher Qualität zur Verfügung stehen. Das bisherige Mittelzentrum mit gut 27000 Einwohnern sei schon jetzt sehr attraktiv, was durch die Aufstufung zum Oberzentrum weiter gesteigert werden könne. Die überregionale Bedeutung dieser Entscheidung sieht auch Bezirksrätin Stephanie Denzler ( CSU): „Damit werden die beiden Kommunen Günzburg und Leipheim an Bedeutung gewinnen und auch von dieser Entscheidung in vielerlei Hinsicht profitieren“, ist sie sich sicher.

Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (SPD) betont, dass das Oberzentrum mehr sei als ein Titel ohne Mittel. „Ich bin überzeugt, dass wir als Städte damit unserer Funktion als landesplanerischer Mittelpunkt des Landkreises noch besser gerecht werden können.“ Er erhofft sich mehr Fördermöglichkeiten unter anderem im Bereich Gesundheitswesen und für den Erhalt und Ausbau des Behördenstandorts. Leipheims Bürgermeister Christian Konrad sieht das Oberzentrum gar als „Motor für den ganzen Raum“ und könnte sich gut die Ansiedlung einer Hochschule in der Region vorstellen, aber auch einer Einrichtung für Forschung und Entwicklung. Für Leipheim selbst wäre aus seiner Sicht eine weiterführende Schule oder Behörde ein Gewinn. Lachend sagt er: „Wir hätten auch ein Grundstück für die Staatskanzlei.“ (zg, rjk, cki)

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