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Offingen

28.11.2020

Das Offinger Rathaus ist zu klein: So wird darauf reagiert

Die räumlichen Kapazitäten des Offinger Rathauses reichen nicht mehr aus. Abhilfe soll eine Anlage mit Bürocontainern an der Westseite bringen – eine Übergangslösung, bis das Gebäude erweitert wird.
Bild: Peter Wieser

Plus Welche Lösung sich die Gemeinschaftsversammlung der VG überlegt hat – tagen musste sie derweil in Gundremmingen. Auch die Musikschule war Thema in der Sitzung.

Die Sitzung der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Offingen am Donnerstag hat im Gundremminger Rathaus stattgefunden. In einem Sitzungssaal zu tagen sei angenehmer als in einer Turnhalle, hatte Gundremmingens Bürgermeister und VG-Vorsitzender Tobias Bühler ( CSU) zu Beginn bemerkt. Im Offinger Rathaus wären die Mindestabstände nicht einzuhalten gewesen – und damit war man bereits beim ersten Thema: Im Verwaltungsgebäude sind die räumlichen Kapazitäten ausgeschöpft.

Überlegungen zum Thema Barrierefreiheit hatte es in der Vergangenheit schon gegeben, jetzt stellt sich die Situation noch einmal ganz anders dar: Wegen Corona wurden Doppelzimmer zu Einzelzimmern umfunktioniert, im Sitzungssaal im dritten Stock befinden sich nun zwei Arbeitsplätze, das kleine Besprechungszimmer ist inzwischen ein Büro, ein weiteres wurde provisorisch nach Gundremmingen verlagert. „Es ist eine Lösung, die kurzfristig funktioniert, langfristig aber ist das nicht zielführend“, erklärte Tobias Bühler. Bei einem Treffen mit Rettenbachs Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast (CSU) und Offingens Bürgermeister Thomas Wörz ( SPD) habe man besprochen, welche Alternativen es gäbe.

Es soll nichts übereilt werden

Eine Möglichkeit wäre, mit einer klimatisierten Containeranlage an der Westseite und dort mit einem Zugang zum Rathaus verbunden kurzfristig zusätzliche Räumlichkeiten zu schaffen. Dennoch müsse man sich Gedanken für die Zukunft machen: Man brauche auch langfristig eine Lösung und man werde um eine Erweiterung des VG-Gebäudes nicht herumkommen. Die Container könnten später weiterveräußert werden. Man habe bereits mit Mitarbeitern des Rathauses gesprochen, die bereit wären, in die Anlage umzuziehen. Man sei auch bedacht, dort Räume mit möglichst wenig Publikumsverkehr unterzubringen, erklärte Bühler auf die Frage von Markus Neumann (Rettenbach, BL). Nicht ganz begeistert von der Containerlösung zeigte sich Michael Süß (Offingen, FWO), der sich dafür aussprach, einen sofortigen Anbau ins Auge zu fassen. Es sollte sauber durchgeplant werden und in einem Zeitraum von unter vier Jahren werde man dies nicht realisieren können, entgegnete Tobias Bühler.

Auch Thomas Wörz meinte, dass man nichts übereilen sollte. Das bestehende Gebäude mit etwas Neuem zu verbinden werde für den Architekten ohnehin eine Herausforderung darstellen. Die Container wären nicht nur während Corona, sondern auch während der Bauphase, in der ebenfalls Räume wegbrächen, von Vorteil. Noch in diesem Jahr sollen Angebote erfragt werden, unter Berücksichtigung der Lieferzeit könnte die Anlage im Frühjahr realisiert werden. Für eine Erweiterung des VG-Gebäudes soll zunächst ein Planungsbüro mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt werden, 2022 könnten die Planungen und im darauffolgenden Jahr könnte dann die Bauphase erfolgen. „Es soll kein Prachtbau werden, es soll zum Straßenbild passen“, betonte Tobias Bühler.

Das Musikschul-Jubiläum soll groß gefeiert werden

Wie in jedem Jahr gab Musikschulleiter Klaus Schlander wieder einen Überblick zu den Aktivitäten der Musikschule Gundremmingen, Offingen und Rettenbach, wie auch zum Jugendblasorchester. Aufgrund des hohen Inzidenzwertes im Landkreis werde man ab Dezember wieder in einen Homeoffice-Unterricht übergehen müssen, so Schlander. Bereits beim ersten Lockdown sei dies eine sehr belastende Zeit gewesen. Erfreulich sei jedoch die hohe Zahl mit 385 Schülern und vor allem die Kooperation mit dem Gundremminger Kindergarten. Sie sei 2020 erstmals zum Tragen gekommen, alle Kinder erhielten dort nun eine musikalische Früherziehung. Es werde sie künftig auch im Kindergarten in Rettenbach geben, auch in Offingen werde eine solche Kooperation angestrebt.

Orchesterproben werden weiterhin nicht stattfinden können. Dass an Heiligabend in allen Ortsteilen Orchester spielen, wird nicht möglich sein und das große Konzert am Auwald-Sportplatz anstatt des Openings wird voraussichtlich ebenfalls ausfallen. Dennoch stecke man nicht den Kopf in den Sand, sondern plane weiter, versicherte Schlander. Bis zur Serenade beim Schloss in Harthausen sei es noch lange hin und das 30-jährige Bestehen der Musikschule soll mit einem großen Musikschulkonzert sowie einem Bläsersymphoniekonzert gefeiert werden. Zuvor hatte die Gemeinschaftsversammlung beschlossen, die Gebühren für die Musikschule nicht zu verändern. Man sei sehr froh, dass man eine so aktive Musikschule habe und mit Klaus Schlander habe man einen Leiter, der zu 150 Prozent dahinterstehe, hatte VG-Vorsitzender Tobias Bühler betont.

Die Verwaltungsgemeinschaft ist schuldenfrei

Beschlossen wurde am Donnerstag auch der Haushaltsplan 2021 mit einem Gesamtvolumen in Höhe von erstmals rund zwei Millionen Euro. Die Steigerung sei vor allem den immer größer werdenden Aufgaben sowie dem Personalaufwand mit Kosten in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro geschuldet, so Kämmerer Christoph Zeh. Die Verwaltungsgemeinschaft sei schuldenfrei, insgesamt handle es sich um einen sehr normalen und unauffälligen Haushalt.

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