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Ausstellung

11.04.2015

Das Schöne und Positive

Eine Ausstellung mit Werken des Nornheimer Hobbykünstlers Dr. Friedrich Falck wird am Donnerstag, 16. April, im Heimatmuseum Günzburg eröffnet. Zu sehen sind etwa 30 Pastelle mit Motiven aus dem Donaumoos.
Bild: Walter Kaiser

Der Hobbymaler Friedrich Falck pflegt eine Kunst, die aufbaut

Das Leben kann hart sein. Auch hässlich und brutal, wie Kriege und Terror in vielen Teilen der Welt belegen. Bei seiner Leidenschaft, dem Malen, hält es Dr. Friedrich Falck deshalb lieber mit dem Schönen, dem Positiven. „Mit Kunst, die aufbaut“. Vor allem mit Landschaften, Porträts und Stillleben. Etwa 30 Pastelle des Nornheimer Hobbykünstlers mit Motiven aus dem Donaumoos sind vom 18. April bis 14. Juni im Günzburger Heimatmuseum zu sehen. Eröffnet wird die Sonderausstellung am Donnerstag, 16. April, um 19 Uhr im Rokokosaal des Museums.

Vom Gärtner zum Kieferorthopäden

Das Leben kann hart sein. Friedrich Falck, aufgewachsen in der ehemaligen DDR, hat das am eigenen Leib erfahren. Der Vater war bis 1954 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft, aus politischen Gründen war dem Buben der Besuch des Gymnasiums verwehrt worden. So machte Friedrich Falck zunächst eine Lehre als Gärtner, erst spät konnte er das Abitur nachholen, Zahnmedizin studieren und Facharzt für Kieferorthopäde werden.

Dass das Leben hart sein kann, erfuhr Friedrich Falck im Zuge der Wiedervereinigung ein weiteres Mal. Die Kieferorthopäden der Universität Leipzig hatten auch international einen hervorragenden Ruf. Trotzdem wurde die Abteilung im Rahmen der Wende abgewickelt. Friedrich Falck stand, die Habilitationsschrift schon in der Schublade, auf der Straße. Mit 54 Jahren. Glück im Unglück – bei Fortbildungen in der DDR hatte Falck den Günzburger Kieferorthopäden Dr. Wolfgang Appel kennengelernt. Der bot ihm eine Stelle in seiner Praxis an. 1991 kam die Familie Falck nach Günzburg.

„Schon als Kind habe ich mich für Kunst interessiert“, erzählt der inzwischen 78-jährige Friedrich Falck. Trotz der finanziell schwierigen Lage hatte ihm die Mutter früh den Zeichenunterricht ermöglicht. „Dafür bin ich ihr sehr dankbar“. Bis er seiner Leidenschaft – „es ist fast eine Sucht“ – tatsächlich frönen konnte, hat es freilich noch einige Zeit gedauert.

Den letztendlichen Anstoß gab erst 1998 ein Fernsehbeitrag über den vielfach preisgekrönten deutschen Maler und Grafiker Klaus Fussmann. Danach beschloss Friedrich Falck, seinem künstlerischen Talent freien Lauf zu lassen – vorwiegend in Form von Pastellen, Aquarellen und Kohlezeichnungen. Bevorzugte Motive sind neben Porträts und Stillleben die Ostsee, die Allgäuer Berge und die Landschaft rund um Günzburg. „Das hat einen großen künstlerischen Reiz“.

Bei der Verkaufsausstellung im Heimatmuseum, erst der zweiten von Friedrich Falck, sind vor allem Motive aus dem Donaumoos zu bewundern. Es sind farbenfrohe, stimmungsvolle, höchst dekorative und die Seele beruhigende Werke. „Kunst ist Trost“, lautet ein Motto von Friedrich Falck. Bei der Ausstellung von Stadt und Historischem Verein Günzburg kann sich der Betrachter trösten lassen...

„Günzburg und das Donaumoos“ mit Pastellen von Dr. Friedrich Falck wird am Donnerstag, 16. April, um 19 Uhr im Günzburger Heimatmuseum, Rathausgasse 2, eröffnet. Zu sehen ist sie bis 14. Juni - jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

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