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Gemeinderat

11.04.2019

Das Thema Wasser wird nicht öffentlich beraten

Die Sitzung in Bubesheim läuft anders als erwartet. Raupen könnten für die Gemeinde teuer werden

Die Bubesheimer Gemeinderäte erlebten in der jüngsten Sitzung einen angespannten Bürgermeister Walter Sauter: Ohne weitere Erklärungen ließ dieser die Tagesordnungspunkte zum Thema Bubesheimer Trinkwasserversorgung vom Gemeinderat in den nicht öffentlichen Sitzungsteil verschieben. Ohne Öffentlichkeit beriet das Gremium somit über die Ergebnisse der Vor-Ort-Besichtigung der Wasserversorgung durch das Ingenieurbüro Degen und über den Kauf einer Chloranlage, mit der ein zu jeder Zeit keim- und bakterienfreies Trinkwasser möglich ist.

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Teurer als erwartet kommen die Ingenieurleistungen zur Schmutzwasserkanalsanierung im nordöstlichen Gemeindebereich. 6200 Euro wurden schon im September bezahlt, jetzt sind 9300 Euro fällig. Sauter sagte: „Wir wussten, dass die Leistungen nach Aufwand bezahlt werden müssen. Hauptkanal und Anschlussleitungen bis zur Grundstücksgrenze müssen untersucht werden, das ist teuer und vor allem vom Aufwand her schwer schätzbar.“

Mit einem Pflegekonzept ergänzt Bubesheim die ökologische Ausgleichsfläche entlang des Grießhauptgrabens. Im Bebauungsplan „Untere Lache“ aus dem Jahr 2003 wurden die Flächen geschaffen. Ein Büro für Landschaftsplanung und Artenschutz hat jetzt ausgearbeitet, wie der schon jetzt artenreiche und vielfältige Lebensraum aufgewertet werden kann. So sollen die dichten Hecken und Gehölze ausgelichtet werden, das Grünland ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden und mehr krautige Arten nachgesät werden. Gemulcht wird nicht mehr. Die feuchten und nassen Stellen am Grießhauptgraben sollen nicht von Gehölzen überwachsen werden und die vorhandenen Spiel- und Holzelemente werden repariert und wieder zugänglich gestaltet. Verbessert werden sollen auch die Lebensräume von Tieren mit Nistkästen, Fledermaushöhlen, Wurzelstücken, Totholz, Steinen und Asthaufen.

Während am Grießhauptgraben die Tierwelt wachsen soll, wäre Bürgermeister Walter Sauter froh, wenn die Raupen des Eichenprozessionsspinners auf Bubesheimer Flur nicht heimisch wären. Auf 800 Meter Länge fühlen sich die Tiere, die bei Menschen und Tieren durch ihre giftigen Raupenhaare allergische Reaktionen hervorrufen können, äußert wohl. „So viele Nester hatten wir noch nie“, so Sauter. Er will jetzt mit dem Landratsamt klären, ob Hinweisschilder und rot-weiße Absperrbänder ausreichen. Bei einem Ortstermin mit dem Maschinenring wurde gesagt, dass das Spritzen von einem Baum 17,50 Euro koste. Gemeinderat Georg Zeiser schätzte 300 befallene Bäume. Der Eichenprozessionsspinner im „Heidengehau“ in Richtung Schneckenhofen könnte damit teuer werden.

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