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Günzburg

26.04.2015

Das größte Zirkuszelt der Welt

Der Circus Krone kommt nach Günzburg.
Bild: Circus Krone

Wie Andon Kirov mit 60 Helfern am Montag in Günzburg die Spielstätte des Circus Krone aufbaut.

Am Montag wird in Günzburg das größte Zirkuszelt der Welt aufgebaut. Bevor am Donnerstag, 30. April, die Aufführungen des Circus Krone beginnen, trifft am Montagmorgen ein Vorkommando ein, um die vier riesigen Hauptmasten auf dem Volksfestplatz aufzubauen, Anker zu schlagen und das gesamte Areal zu vermessen.

Die Acht-Masten-Zeltkonstruktion bietet 4000 Zuschauern Platz. Mehr als 500000 Euro kostete die Sonderanfertigung mit einer Fläche von 48 mal 64 Metern und einer Höhe von 16 Metern, schreibt der Zirkus in einer Pressemitteilung und liefert noch mehr Fakten: Allein das Dach besteht aus 30 Teilen und überspannt eine Fläche von rund 3000 Quadratmetern. Die Gesamtfläche des Zeltes entspricht fast der Größe eines Fußballfeldes.

Vier 20 Meter hohe Stahlmasten, vier Stahlgitter-Hilfsmasten, zwölf Quaderpole, 120 Sturm- und Rondellstangen und 250 Eisenanker sorgen dafür, dass die Konstruktion auch stärksten Stürmen standhält.

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Die Einweihung des neuen Zelts war zu Saisonbeginn in München. Deutlich weniger Sturmstangen, ein permanent abgedunkeltes Zeltdach, hochmoderne Licht- und Tonanlagen und eine verbesserte Sitzanordnung sorgen für einen ungehinderten Panoramablick und mehr Komfort, verspricht Krone.

Herr über Masten, Anker und Sturmstangen ist der 46-jährige Zeltmeister Andon Kirov. Der gewiefte Handwerker hat mehr als 60 fleißige Helfer. In sechs Stunden soll das riesige Zelt stehen. Der Abbau hingegen geht schneller: In weniger als drei Stunden ist es wieder verstaut. Etwa 30 Mal pro Saison lässt Andon Kirov das Spielzelt aufstellen.

Einige Tage vor jedem Gastspiel, so wie heute in Günzburg, beginnt das Setzen der Masten. Zeltmeister und Betriebsinspektor begehen den Platz und legen den Aufbauplan der gigantischen „rollenden Stadt“ fest. Kein Detail bleibt dem Zufall überlassen. Im Gegenteil: Es regiert ein bis ins kleinste ausgearbeiteter Generalstabsplan. Sofort nach Ankunft der Materialwagen beginnen die Techniker mit dem Ausrollen der riesigen Leinwandpacken des Hauptzeltes. Schnell geht es weiter: Aneinanderknüpfen der Planen, Hochziehen des Riesendaches, Einhängen der Rundleinwand, Sturm- und Rondellstangen werden fixiert und die vielen Hundert Eisenanker fachgerecht eingeschlagen.

Danach beginnt der Aufbau des Gradins – so wird die Sitzeinrichtung in der Fachsprache genannt. In 90 Minuten ist er bewerkstelligt. Dann müssen noch 140 Scheinwerfer und weitere Licht- und Tontechnik installiert werden. (zg)

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