1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Das rote Foyer feiert Premiere

Kultur

10.04.2016

Das rote Foyer feiert Premiere

Sängerin Bernadette la Hengst im Leipheimer Zehntstadel.
Bild: Maria Gruber

Ein neues Konzept im Leipheimer Zehntstadel soll es dem Publikum ermöglichen, den Künstlern näher zu kommen.

Die Idee für das neue Format hatte die Leiterin Cordula Baier. Schon seit langem habe sie mit dem Gedanken gespielt, dort Veranstaltungen stattfinden zu lassen. „Im November stand für mich fest, dass wir etwas im Foyer machen werden“, sagte sie. Zwei Wochen vor der Programmfestlegung sei auch erst der Name dafür festgestanden. Sie habe zunächst nach einem passenden Künstler gesucht. Dabei ist sie auf die Berliner Sängerin Bernadette la Hengst gestoßen. „Ich wollte sie unbedingt einladen, deswegen habe ich mir überlegt, in welches Format sie am besten passt.“ Auf einem Cover der Sängerin sei ein roter Regenschirm gewesen, was Cordula Baier unter anderem auf die Farbe gebracht habe. „Rot hat eben etwas Warmes, aber verbreitet auch in gewisser Weise Partystimmung“, sagte die Leiterin.

Bernadette la Hengst sorgte in Leipheim für einen besonderen Abend. Dadurch, dass der Raum nicht zu groß ist und die Bühne genau in der Mitte steht, war das Publikum der Künstlerin sehr nah. Während sie ihre Songs zum Besten gab, lief sie auf dem roten Teppich durch das Publikum. Mit viel Witz und Leichtigkeit animierte sie die Zuhörer mitzusingen, was den Leuten sehr gefiel. Trotz der scheinbar leichten Melodien, die einen zum Tanzen brachten, hatten ihre Texte stets eine politische Nachricht. So widmete sie ihren Song „Wem gehört die Parkbank?“ allen neu ankommenden Menschen in Deutschland. Genau das gefällt der Leiterin Cordula Baier auch so gut an der Künstlerin. „Zu ihren Liedern kann man sehr gut mittanzen, aber dahinter verbirgt sich oft eine politische Message“, sagt sie.

Und wie gefielt es dem Publikum? Tobias und Carolin Springer aus Bühl hatten an dem Abend viel Spaß. „Bernadette la Hengst fanden wir sehr gut“, lobten die beiden. Tobias Springer fügte im Hinblick auf das rote Foyer hinzu: „Es war irgendwie eine kuschlige Atmosphäre.“ Jutta Wiedemann und Uschi Feuerstein kamen aus Ulm und waren sehr angetan von dem Abend. „Das war heute sehr erfrischend. Die Texte waren super, wir würden auf jeden Fall wieder kommen“, sagten die Damen. Uschi Feuerstein gefiel besonders die rote Farbe. „Das ist eine sehr gute Idee, es ist mal was Neues.“ Auch die Künstlerin selbst hatte in Leipheim Spaß: „Die Leute haben meinen Texten zugehört, mitgesungen und mitgetanzt. Es war ein sehr euphorisches Konzert“, freute sich Bernadette la Hengst.

Die Leiterin des Zehntstadels Cordula Baier will mit dem neuen Konzept des roten Foyers etwas ganz Bestimmtes erreichen: „Wir wollen es schaffen, dass das Publikum einen näheren Kontakt zu den Künstlern hat. Dabei soll eine Clubatmosphäre entstehen.“ Außerdem soll den Gästen eine neue Art von Kunstrichtung vorgestellt werden. Heute seien zwar nur circa 40 Karten verkauft worden, allerdings müsse sich das rote Foyer auch erst mal als Marke durchsetzen. Deswegen werde es ,,in diesem Herbst wieder eine Veranstaltung in dem Format geben“, so Cordula Baier.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%208E1A3105_3(1).tif
Ichenhausen

Freiluftklassenzimmer auf dem Schulhof in Ichenhausen

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden