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Musik

21.04.2016

Davon träumt der Jettinger Seemann

Freddy Paulheim will als „Captain Freddy“ in der Schlagerwelt durchstarten. Am meisten genießt der Jettinger die großen Auftritte wie beim Open Air in Bad Füssing (Bild) oder in Fernsehproduktionen.
Bild: Sammlung Paulheim

Freddy Paulheim war schon in vielen Musikstilen unterwegs. Mit Gesang und Saxofon will er durchstarten. Er hat ein klares Ziel.

Saxofon und Seemannsmütze hat er immer noch dabei – auch Jahre nach seinem Ausstieg bei „Captain Cook und seine singenden Saxophone“. Der Jettinger Freddy Paulheim hat mit der Schlagermusik, die Sehnsüchte nach der See bedient, seine Nische im großen Schlagerozean gefunden. Hier ist der Teilzeit-Berufsmusiker jetzt zu Hause, auch seine neue CD, „Ich hab Heimweh nach der Ferne“, hat er als „Captain Freddy“ eingespielt. Angefangen hat alles jedoch ganz anders.

Der gebürtige Ettenbeurer hat gemacht, was man eben so macht, wenn man in Schwaben in die Musik hineinwächst: Volksmusik, später dann auch Pop als Mitglied bei den White Shadows. Dann hat Freddy Paulheim es als Schlagersänger versucht, „Dreimal täglich küssen“, hieß einer seiner Hits. Insgesamt blickt er auf mehr als 40 Jahre Bühnen-Erfahrung zurück. „Aber 2004 bin ich eigentlich erst so richtig ins Business hineingerutscht.“ Als Bandmitglied kam er zu den „singenden Saxofonen“, ab 2008 war er fast vier Jahre lang ihr „Captain Cook“. Die Zeit in der Band hat ihm Spaß gemacht, aber als Solist ist Paulheim dann doch lieber unterwegs. „In einer Band mit sieben Leuten, mit ganz unterschiedlichen Charakteren, muss man sich immer absprechen. Jetzt kann ich wieder alleine meine Entscheidungen treffen, das ist für mich als Künstler deutlich angenehmer.“

Entschieden hat sich Freddy Paulheim als „Captain Freddy“ für das österreichische Plattenlabel MCP. „Für mich hat das einen großen Vorteil – das Label hängt mit dem Schlager-Sender Melodie TV zusammen, der Werbespots für die Künstler sendet und die Musik vermarktet.“ Im Mai steht deshalb ein Pflichttermin am Gardasee an – Videodreharbeiten für Melodie TV. Die Plattenfirma will mit Paulheims Kombination aus Gesang und Saxofon eine Marktlücke besetzen, erzählt der Künstler, deshalb kommen neben „Ich hab Heimweh nach der Ferne“ auch noch zwei Instrumentalplatten mit Coverversionen heraus.

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Eigene Texte auf der CD

Die CD als „Captain Freddy“ ist für den Musiker allerdings der echte Meilenstein dieses Jahres. Auch deshalb, weil er sich viel selbst eingebracht hat. „Den Titel ‚Komm zu mir‘ hat der bekannte Komponist Jack White geschrieben, der Text ist von mir“, sagt der Jettinger. Und auch die Samba „Anna aus Havanna“ hat er getextet.

Durchstarten als Künstler mit Mitte 50 – für Freddy Paulheim ist das kein Widerspruch, auch andere in der Branche seien erst spät richtig groß heraus gekommen. „Die Amigos zum Beispiel haben auch 35 Jahre lang kleine Konzerte und Hochzeiten gespielt, bis sie bekannt wurden.“ Man dürfe nur das Ziel nicht aus den Augen verlieren und müsse dranbleiben am Leben mit der Musik. „Es ist eine Lebensaufgabe“, umschreibt es Paulheim. Solange es Spaß und Freude mache, auf der Bühne zu stehen, gehe es weiter. „Wenn der große Erfolg kommt, dann ist es gut, und ansonsten habe ich trotzdem Freude an meinen Auftritten. Es kann halt nicht jeder Hansi Hinterseer sein.“

Vor vielen Zuhörern auf der Bühne zu stehen oder Fernsehauftritte zu haben, das sind die Glücksmomente für den Jettinger. So wie im vergangenen Jahr in Bad Füssing vor 10 000 Zuhörern. Oder diesen Sommer bei „Immer wieder sonntags“. In den kommenden Monaten wird „Captain Freddy“ auch in Österreich und in Polen auf der Bühne stehen – „dort, wo gerne Schlager gehört werden“.

Natürlich möchte der Musiker auch in seiner Heimat Fans und Freunde begeistern. Schon bald, am 30. April, steht er mit seinem neuen Programm in der Burgauer Kapuzinerhalle auf der Bühne, bei der Schlagernacht haben sich auch Bata Illic („Micaela“) und Harpo („Moviestar“) angesagt. Genau ein Jahr später, am 30. April 2017, will Freddy Paulheim übrigens selbst den großen Schlager-Coup landen: Für einen „Tanz in den Mai“ in der Burggrafenhalle Burtenbach hat er sich das Kommen des früheren Musikantenstadel-Gastgebers Andy Borg gesichert.

Die neue CD „Ich hab Heimweh nach der Ferne“ von Captain Freddy ist ab Freitag, 22. April, im Handel erhältlich und als Download im Internet verfügbar. Mehr Informationen gibt es unter www.captainfreddy.de

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