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Landensberg

09.05.2020

Der Bürgermeister ist der Jüngste im Rat

In Landensberg vereidigte Fritz Grasberger (rechts) den neuen Ersten Bürgermeister Johannes Böse. Anschließend lief das Ganze umgekehrt: Böse vereidigte Grasberger als seinen Stellvertreter.
Bild: Peter Wieser

Plus Johannes Böse ist Rathauschef von Landensberg. Sein Vertreter kennt den Job schon.

Ungewöhnliche Konstellation im Landensberger Gemeinderat: Im dortigen Gremium ist der Erste Bürgermeister der Jüngste, der Zweite der Älteste. Und: Bis auf ein Mitglied sind alle neu.

Bei der jüngsten Sitzung des Landensberger Gemeinderats hatte zunächst Fritz Grasberger als lebensältestes Mitglied Johannes Böse in seinem Amt als Erster Bürgermeister vereidigt. Dann lief es quasi umgekehrt. Hedwig Bierlein hatte Fritz Grasberger für die Wahl zu Böses Vertreter vorgeschlagen, da dieser bereits in der Vergangenheit zwei Bürgermeister vertreten habe und den entsprechenden Erfahrungsschatz mitbringe. Grasberger wurde dann auch ohne Gegenstimme gewählt und von Böse vereidigt. „Eine interessante Konstellation: ein 23-jähriger Bürgermeister und ein 63-jähriger Stellvertreter“, bemerkte Grasberger mit einem Schmunzeln.

Was ist, wenn auch der Vize verhindert ist?

Sollten der Erste wie auch der Zweite Bürgermeister irgendwann verhindert sein, sieht die Geschäftsordnung das lebensälteste Gemeinderatsmitglied als Vertreter vor. Weil Grasberger bereits Zweiter Bürgermeister ist, rückt Josef Ruder in diese Rolle.

Von den acht Mitgliedern des Landensberger Gemeinderats sind bis auf Alexandra Merk sieben neu: Neben Fritz Grasberger, Hedwig Bierlein und Josef Ruder sind dies Alexander Gah, Stefan Kempter und Hermann Ritter. Zur Delegierten für die Gemeinschaftsversammlung wurde Hedwig Bierlein bestellt, ihre Vertreterin ist Alexandra Merk. Im Grundschulverband Röfingen und im Schulverband Mittelschule Burgau ist Johannes Böse in seiner Funktion als Erster Bürgermeister vertreten. Sein Stellvertreter ist Fritz Grasberger.

Arbeitsgruppe statt Ausschuss

Den Rechnungsprüfungsausschuss bilden Stefan Kempter, Hermann Ritter und Josef Ruder mit Andreas Salger als Vorsitzendem. Anstelle eines Bauausschusses wird für bestimmte Projekte eine Arbeitsgruppe, bestehend aus dem Ersten Bürgermeister und einer bestimmten Anzahl an Gemeinderäten, gebildet, wenn der Gemeinderat dazu den Bedarf sieht. Auf Vorschlag von Frank Rupprecht – er ist Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Haldenwang – war das im Hinblick auf den Bau des Feuerwehrhauses im Ortsteil Glöttweng bereits jetzt der Fall. Dieser Arbeitsgruppe gehören Fritz Grasberger, Alexandra Merk, Alexander Gah und Josef Ruder an. Noch im Mai soll ein Baustellentermin mit dem gesamten Gemeinderat stattfinden, bei dem Architekt und Fachplaner den derzeitigen Stand erörtern.

Wie in Röfingen, so wurde nun auch in Landensberg die Bildung eines Pandemie- und Krisenausschusses beschlossen. Im Fall des Falles sei man dann schnell handlungsfähig, hatte Frank Rupprecht im Vorfeld erklärt. Der Gemeinderat habe dabei ein gewisses Rückgriffsrecht, sollte er die Notwendigkeit sehen, eine Sitzung einzuberufen. Dem Sonderausschuss wird die Vollmacht erteilt, für den Gemeinderat zu handeln. Seine Amtszeit gilt für die Dauer angeordneter Ausgangsbeschränkungen sowie von Katastrophen- oder Verteidigungsfällen. In Landensberg gehören dem Ausschuss der Erste und der Zweite Bürgermeister sowie das lebensälteste Gemeinderatsmitglied an.

Es gibt auch einen Feldwegbeauftragten

Kindergartenreferentin bleibt Alexandra Merk, Jugendreferent ist Alexander Gah, Seniorenreferent Johannes Böse und Feldwegbeauftragter Stefan Kempter.

In Sachen Feldwege wurde eine weniger grobe Schotterung derselben angesprochen.

Die Sitzungen sollen in der Regel jeden zweiten Mittwoch im Monat stattfinden, damit sich die Termine nicht mit denen der anderen VG-Gemeinden überschneiden. Seine Glückwünsche an die Gemeinderatsmitglieder verband Böse mit dem Wunsch nach einer offenen, vertrauens- und respektvollen Zusammenarbeit mit dem Ziel, das Allgemeinwohl immer im Blick zu haben und der Verantwortung den Bürgern gegenüber gerecht zu werden.

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