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Haldenwang

23.01.2021

Der Haldenwanger Kindergarten bekommt ein neues Gesicht

Der Kindergarten in Konzenberg: Mit dem Neubau einer Kindertagesstätte soll dieser anschließend mit einem kleinen Anbau umgestaltet und ertüchtigt werden. Beide Kindergärten sollen die gleichwertige Ausstattung erhalten.
Foto: Peter Wieser

Plus Architekt stellt im Haldenwanger Gemeinderat die Planungen für das Vorhaben vor. Was alles angedacht ist und wie lange die Bauarbeiten dauern sollen.

Getragen wurden FFP2-Schutzmasken, auch von den Zuhörern. Die Sitzung des Haldenwanger Gemeinderats ging zügig vonstatten. So gestalteten sich auch die Informationen von Architekt Martin Brenner zum geplanten Umbau des bestehenden Kindergartens in Konzenberg: kurz und aussagekräftig.

Mit dem derzeitigen Neubau einer Kindertagesstätte in der Sandbergstraße mit einer Krippen- und drei Kindergartengruppen soll anschließend auch der bestehende Kindergarten für eine Krippen- und zwei Kindergartengruppen umgestaltet werden. Nachdem bis vor zwei Jahren noch wesentlich weniger Flächen pro Kinderplatz anerkannt worden seien und der Kindergarten mehr als 25 Jahre alt sei, gebe es für die Ertüchtigung auch Ansprüche auf Fördermittel, erklärte Brenner. Die Stellplätze an der Westseite sollen im oberen Bereich reduziert werden und zu einer Gartenfläche umgestaltet werden. Der Eingang bleibt bestehen.

Zugang zum Konzenberger Kindergarten wird barrierefrei

In der gleichen Flucht soll ein kleiner Anbau entstehen, um den Flächennachweis für die Küche und den Speiseraum, der auch zu Nicht-Essenszeiten genutzt werden kann, führen zu können. Im eigentlichen Erdgeschoss ist über dem erweiterten Speiseraum neben den Räumen für die Krippengruppe und dem Elternwarten während der Eingewöhnungszeit der Kinder eine Dachterrasse geplant. Mit einer vorgesetzten Rampe werden das komplette Geschoss und der Zugang zum Garten barrierefrei, was zuvor nicht der Fall war. Die beiden Mehrzweckräume, ein gewisser Luxus, wie Brenner es nannte, sowie die Räume im Obergeschoss für die beiden Kindergartengruppen, bleiben von der Größe und von der Nutzung gleich.

An der oberen Grenze in Außenbereich soll eine Fertiggarage als Lagerraum dienen. Er rechne mit einer Umbauphase von etwa einem Dreivierteljahr, mindestens eine, vielleicht sogar zwei Gruppen könnten zusätzlich im neuen Kindergarten untergebracht werden. Der Baubeginn hänge von der Genehmigung des Bauantrags und vom Eingang der Förderbescheide ab. Der Anbau sei nur eine kleine Maßnahme „Das Hauptgeschäft in der Planung ist die Ertüchtigung des Gebäudes, um auf ein adäquates Niveau zu kommen, wie es beim Neubau der Fall ist“, betonte Architekt Brenner.

Es dürfe kein Ungleichgewicht zwischen den beiden Kindergärten entstehen. Die Räte zeigte sich mit der Planung einverstanden und äußerst zufrieden. Wichtig war Bürgermeisterin Doris Egger, wie auch den Mitgliedern des Gemeinderats, dem Beschluss den Zusatz hinzuzufügen, dass beide Kindergärten auch gleichwertig ausgestattet werden sollen.

Neues Abstandsflächenrecht gilt ab Februar in Haldenwang

Wie innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft bereits in den Gemeinden Landensberg und Röfingen beschlossen, wird ab dem 1. Februar 2021 auch in der Gemeinde Haldenwang das neue Abstandsflächenrecht in Bayern gelten. Von der Möglichkeit des Erlasses einer eigenen Satzung, in der die Gemeinde erklären könnte, dass sich Abstandsflächen nach der bisherigen Bayerischen Bauordnung bemessen, wird kein Gebrauch gemacht. Am Mindestabstand von drei Metern ändere sich nichts. Aber es werde möglich, dass Baukörper näher an die Grundstücksgrenzen heranrücken könnten, was sicherlich in den Kernbereichen von Orten und zur Innenverdichtung maßgeblich sei, so VG-Geschäftsstellenleiter Frank Rupprecht. Man sollte dem folgen, sah es Dieter Reitenauer. Es könnten auch schmale und kleine Grundstücke effektiver genutzt werden sowie Flächen die bisher nicht bebaubar gewesen seien, bebaubar gemacht werden, schlossen sich Maria Granz und Martin Erber, wie auch die weiteren Mitglieder des Gemeinderats dem an.

Der Vorschlag von Jürgen Söll, dabei gleichzeitig Steingärten zu verbieten führte zu Diskussionen: Michael Demeter gab Söll prinzipiell zwar recht, aber man könne nicht alles festsetzen, wie man seinen Garten zu gestalten habe. Man werde sich gerne damit auseinandersetzen, lenkte Bürgermeisterin Egger ein und Frank Rupprecht fügte hinzu: „Im Hinblick auf Corona sollte man die Diskussion ein anderes Mal fortführen.“

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