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Landkreis Günzburg

15.01.2021

Der Landkreis Günzburg verteilt und verschickt FFP2-Masken

Das Tragen von FFP2-Masken wird an immer mehr Orten Pflicht.
Bild: Marcus Merk

Warum diese Aktion nun kurzfristig vom Landratsamt Günzburg gestartet wird und wer diesen Mund- und Nasenschutz erhält.

Ab Montag gilt im Einzelhandel für die Kunden und im öffentlichen Nahverkehr die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen. Für Besucher in Altenheimen und Seniorenresidenzen sowie Pflege- und Behinderteneinrichtungen ist sie schon länger Pflicht.

Nun teilt das Landratsamt Günzburg mit, dass auch für Besucher des Landratsamtes diese Pflicht ab Montag gilt, dazu zählt auch die Führerscheinstelle im Landkreis-Bürgerbüro und die Außenstelle in Krumbach.

Das Landratsamt will auch in Schreiben, die das Haus verlassen, in E-Mails und Telefonansagen darauf hinweisen. Wie Sprecherin Jenny Schack auf Anfrage erklärt, sei diese Entscheidung am Freitag getroffen worden. Man folge der Argumentation, dass dort, wo sehr viele Menschen zusammenkommen, ein höherer Schutz notwendig sei. „Im Bürgerbüro tragen unsere Mitarbeiter hinter den Glasscheiben ohnehin bereits FFP2-Masken. Wenn unsere Besucher dies auch tun, gewährleisten wir hier einen höheren Schutz für alle.“

Pflegende Angehörige, Bedürftige und pädagogisches Personal werden bedacht

Da ab Montag die Masken auch beim Einkaufen und im Nahverkehr Pflicht sind, gehe man davon aus, dass die Besucher solche nun besitzen. Dennoch kann sich nicht jeder solch eine Maske leisten. Deshalb werden vom Landratsamt seit Freitag Masken verteilt und verschickt. Wie zu erfahren war, will der Landkreis nicht warten, bis die vom Freistaat in Aussicht gestellten FFP2-Masken auch tatsächlich eintreffen.

Pflegende Angehörige, Bedürftige und pädagogisches Personal werden mit diesen Masken ausgestattet. „Wir haben gut vorgesorgt und können nun kurzfristig diese dringend erforderlichen Materialien kostenlos zur Verfügung stellen“, sagt der Günzburger Landrat Hans Reichhart.

Auch Masken für Tafeln und Wärmestube

Bei den Masken handelt es sich einerseits um Masken aus dem Bestand des Landkreises, andererseits um Masken, die durch das Bundesland Bayern zur Verfügung gestellt werden. Der Landkreis legt dabei seinen Schwerpunkt auf verschiedene Berufs- und Personengruppen, die einer besonderen Belastung ausgesetzt sind: So erhalten die Tafeln in Burgau, Günzburg und Krumbach ein größeres Kontingent an FFP2-Masken, auch der Wärmestube werden diese zur Verfügung gestellt. Das Angebot richtet sich an Menschen, deren finanzieller Spielraum beschränkt ist und die daher auch auf Hilfsangebote wie dieses zurückgreifen müssen.

Zudem wird in der kommenden Woche auch allen Empfängern von Grundsicherung (Hartz IV) aus dem Kontingent des Freistaates ein Satz Masken zur Verfügung gestellt. Mit den 2100 Schreiben, die verschickt werden, gehen fünf Masken an den jeweiligen Empfänger.

Auch Kita-Personal wird nicht vergessen

Darüber hinaus stellt der Landkreis den Angehörigen pflegebedürftiger Menschen pro Pflegebedürftigem jeweils drei FFP2-Masken zur Verfügung. Diese Masken werden kommende Woche den Städten und Gemeinden im Landkreis übermittelt, sodass diese dann ab der vierten Kalenderwoche in den Kommunalverwaltungen abgeholt werden können.

Schließlich stattet der Landkreis auch Lehrerinnen und Lehrer sowie das Personal in den Kindertagesstätten mit Masken aus. Gerade von diesen Mitarbeitern wird mit der Notbetreuung, die oftmals neben den digitalen Angeboten erfolgt, wertvolle Arbeit geleistet.

Der Landkreis stockt dabei das Maskenkontingent des Freistaates Bayern für Lehrer an staatlichen Schulen nochmals auf, um auch Lehrerinnen und Lehrer an kirchlichen oder privaten Schulen mit Masken auszustatten. (zg, gz)

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