1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Der SC Ichenhausen muss einfach wieder den Job erledigen

Fußball-Landesliga

06.09.2019

Der SC Ichenhausen muss einfach wieder den Job erledigen

Das Heimspiel gegen Gilching-Argelsried bot Diskussionsstoff beim SC Ichenhausen (hier Innenverteidiger Waldemar Schaab und Torwart Liridon Rrecaj).
Bild: Ernst Mayer

Was Trainer Oliver Unsöld kritisiert und was sich seine Fußballer für den Auftritt in Durach vornehmen.

Erst einmal in der laufenden Saison haben die Landesliga-Fußballer des SC Ichenhausen gegen ein Team verloren, das in der Tabelle hinter ihnen steht. Nicht nur deshalb sind die Königsblauen in der Favoritenrolle, wenn sie an diesem Samstag, 7. September, ab 15 Uhr beim VfB Durach antreten. Zu Übermut sollte diese Feststellung freilich niemanden aufseiten des SCI verleiten. Das jüngste 1:1 gegen Gilching/Argelsried hat exemplarisch aufgezeigt, was die Ichenhauser können – und wie anfällig sie werden, sobald sie anfangen, kleine Dinge als Selbstverständlichkeiten zu betrachten.

An guten Tagen ist alles möglich für den SCI

Dabei wurde das Ergebnis im Nachhinein durch die Kommentare aus dem Landkreis Starnberg noch geadelt. Vom „besten Spiel der Gilchinger in dieser Saison“ war da die Rede, obwohl die Oberbayern zuvor alle vier Begegnungen in der Fremde gewonnen hatten. Die Wortwahl deutet an, was die Ichenhauser selbst immer wieder betonen: An guten Tagen können sie vermutlich jeden Konkurrenten in der Landesliga schlagen.

Was SCI-Trainer Oliver Unsöld vor einer Woche am Auftritt seiner Mannschaft verstimmte, war ja auch gar nicht das Ergebnis. Es war die Art und Weise, wie passiv sie sich unmittelbar nach dem Seitenwechsel verhielt, mit einer 1:0-Führung im Rücken, noch dazu bei kerniger Sommerhitze. „Wenn schon die Kraft nachlässt, dann bin ich eben noch mehr fokussiert, meine Position zu 100 Prozent zu halten“, bemerkte der Coach kritisch. Vor allem seine Routiniers seien in dieser Spielphase nicht energisch genug aufgetreten und hätten zu viele Unkonzentriertheiten an den Tag gelegt.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Unsöld war Fußball-Arbeiter, kein Fußball-Zauberer

Das Gegentor zum 1:1-Endstand nahm Unsöld als Beispiel. Es wäre vermeidbar gewesen, wenn innerhalb der Defensiv-Abteilung die nötige Kommunikation stattgefunden hätte. Solche Nachlässigkeiten der Marke „Nimm ihn Du, ich hab ihn sicher“ fuchsen den früheren Profi an der Seitenlinie gewaltig. Zumal Unsöld in seiner aktiven Laufbahn ja selbst wesentlich mehr Fußball-Arbeiter als Fußball-Zauberer war. Für ihn steht die Vorgabe, den Job zu erledigen, weit über der Kunst. „Wir reden Woche für Woche darüber, die Fehler abzustellen. Aber ich kann ja nicht in die Köpfe der Jungs reingehen“, sagte er erregt.

Über den Kampf zum Spiel finden

Versucht hat er es in der Vorbereitung auf die Fahrt nach Durach dennoch. Sportleiter Rudi Schiller ist auch überzeugt: „Die Jungs haben das kapiert.“ Umso wichtiger sei das im konkreten Fall, da Fußballspiele im Allgäu nach Schillers Erfahrung „immer schwierig“ sind. „Wenn wir da nicht dagegenhalten, werden wir untergehen. Das muss jedem klar sein.“ Wobei der Funktionär seine Worte gleich über die gesamte Saison stülpt, indem er betont: „Wenn wir nicht über den Kampf zum Spiel finden, werden wir gegen keine Mannschaft in dieser Spielklasse gewinnen. Der SCI ist ganz sicher nicht so gut, dass er nur mit spielerischen Mitteln zum Erfolg kommen kann.“

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren