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Landkreis Günzburg

24.05.2019

Der "Tag der Pflege" bringt Interessierte zusammen

Zum Tag der Pflege hatte die Agentur für Arbeit ins Forum am Hofgarten in Günzburg geladen. Informationen boten neben Berufsfachschulen und verschiedenen Arbeitgebern auch Jessica Graf und Marco Jaconisi von der Arbeitsagentur.
Bild: Kaiser

Die Berufsaussichten sind im Pflegesektor gut. Denn die Branche boomt. Und Mitarbeiter fehlen. Eine gute Gelegenheit, um über den Pflegeberuf zu informieren.

Die Branche boomt. Einerseits. Andererseits fehlen Fachkräfte an allen Ecken und Enden. Deshalb hatte die Agentur für Arbeit am Donnerstag zu einem „Tag der Pflege“ ins Forum am Hofgarten eingeladen. Interessierte hatten reichlich Gelegenheit, sich über die vielfältigen Pflegeberufe zu informieren, Fachschulen und Arbeitgebern bot sich die Möglichkeit, mit jungen Leuten ins Gespräch zu kommen und auf ihre Angebote hinzuweisen. Es war ein „Testballon“, wie Marco Jaconisi von der Arbeitsagentur in Günzburg erläuterte. Einer, der durchaus auf große Resonanz gestoßen war.

„Jeder kämpft um Nachwuchs“, erklärten Jaconisi und seine Donauwörther Kollegin Jessica Graf. Entsprechend gerne nahmen deshalb Berufsfachschulen und Arbeitgeber den „Tag der Pflege“ an. Im Forum vertreten waren das Dominikus-Ringeisen-Werk Ursberg mit seinen Fachschulen für Altenpflege und Heilerziehungspflege, das Bezirkskrankenhaus Günzburg mit seiner Fachschule für Krankenpflege, die Fachschule für Heilerziehungspflege der Katholischen Jugendfürsorge in Dürrlauingen und die Fachschule für Sozialpflege in Krumbach.

Auch Seniorenheime und Sozialstationen waren da

Mit Personal, Info-Ständen und Info-Broschüren waren auch Seniorenheime, Sozialstationen, Pflegedienste und Kliniken aus den Landkreisen Günzburg und Neu-Ulm ins Forum gekommen – nicht weniger als 13 an der Zahl. „Die Auswahl für Interessierte ist groß, die Pflegeberufe sind vielfältig“, betonten die beiden Vertreter der Arbeitsagentur. In Interviews hatten darauf auch Auszubildende hingewiesen und unter anderem einigen Schulklassen von ihrem abwechslungsreichen Arbeitsalltag berichtet.

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Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Pflegebranche hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. 2486 sind es derzeit im Landkreis Günzburg, 4830 im Landkreis Neu-Ulm. Unter dem Strich sind das 1000 mehr als vor vier Jahren. „Trotzdem brennt es“, wie Marco Jaconisi angesichts der stetig steigenden Zahl von Alten und Pflegebedürftigen sagt. Allein in den beiden Landkreisen sind der Arbeitsagentur rund 570 offene Stellen im Gesundheits- und Sozialbereich gemeldet, darunter rund 270 Stellen in den Berufen der Alten-, Kranken- und Heilerziehungspflege.

Weiterbildung, Qualifizierung, Förderung

Beim „Tag der Pflege“ ging es aber nicht nur darum, „Jugendliche für die Pflegeberufe zu begeistern“, wie Jaconisi betonte. In zwei Vorträgen wies er zudem auf die verschiedenen Angebote der Weiterbildung und Qualifizierung für bereits Berufstätige hin. Und auf die finanziellen Förderungen, die dabei nach dem Qualifizierungschancengesetz möglich sind.

In der Öffentlichkeit werde häufig ein falsches Bild von den Pflegeberufen gezeichnet. Das stellen die Vertreter der Agentur für Arbeit nicht zuletzt bei Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern fest. Pflegeberufe seien alles andere als eintönig, auch die Bezahlung sei nicht ganz so schlecht. Ein gutes Stück gehe es dabei nicht nur um Beruf, sondern um Berufung, betont Marco Jaconisi. Vor allem aber um die Betreuung von Menschen. Das könne befriedigender sein als der Umgang mit Maschinen oder Computern.

Weitere Informationen zu den Pflegeberufen bietet Marco Jaconisi, Agentur für Arbeit in Günzburg, Telefonnummer 08221/3635-114.

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