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Handball-Bayernliga Frauen

25.01.2020

Der VfL Günzburg ist scharf auf die Punkte im Verfolgerduell

Da können die anderen häufig nur zuschauen: Lena Götz (VfL Günzburg) ist die Top-Torjägerin der Bayernliga.
Foto: Ernst Mayer

Die Hochburg Bergtheim muss freilich erst erobert werden. Dafür ist Qualität nötig. Und ein Quäntchen Glück kann auch nicht schaden.

Zum Bayernliga-Spitzenspiel treten die Handballerinnen des VfL Günzburg an diesem Samstag, 25. Januar, beim HSV Bergtheim an. Die Partie zwischen den beiden punktgleich an Position vier und drei liegenden Teams beginnt um 18.30 Uhr.

Der Ort im unterfränkischen Landkreis Würzburg hat nur knapp 4000 Einwohner, ist aber eine Hochburg im Frauenhandball.

Das Hinspiel war enorm spannend

Die mit Spannung erwartete Begegnung soll klären, wer von beiden Mannschaften aktuell die bessere ist. Der Langzeitvergleich von etwas mehr als einer Hinrunde lässt die Frage knapp ungeklärt, die Kontrahenten sind sich auf die Pelle gerückt. Im Hinspiel war es natürlich auch herrlich eng. Ronja Schwalbe, die weiland insgesamt neun Tore warf, erzielte bei 59.42 Minuten den 30:29-Anschlusstreffer, ehe Nina Porkert drei Sekunden vor dem Ende die VfL-Damen mit dem 31:29 erlöste. Es waren die ersten Bayernliga-Punkte der Neuzeit für die Günzburger Frauen. Sie wiesen einen erfolgreichen Weg. Das Drehbuch könnte wieder so ähnlich aussehen, nur weiß man halt nicht, wer diesmal das launische Quäntchen Glück auf seiner Seite hat. Zur Spannung wesentlich beitragen werden die unterschiedlichen Vorstellungen vom Ausgang der Partie.

Die Trauben im Winzergebiet schmecken köstlich, hängen aber auch hoch. Nur mit einer außergewöhnlich guten Leistung wird man sie erlangen können. Immerhin haben die Gastgeberinnen in dieser Runde noch kein Heimspiel verloren. Nach der Weihnachtspause lief es aber insgesamt noch nicht überragend für sie. Zuerst wurde beim Meisterschaftsfavoriten HC Erlangen chancenlos 16:28 verloren. Das kann schon mal passieren, wie man an der Günz weiß. Das 30:30 beim Tabellenvorletzten in Winkelhaid überraschte die Konkurrenz aber schon. Trainerin Michaela Lehnert monierte besonders eine sehr wankelmütige Defensive.

Vielleicht kann das der VfL nutzen? Günzburg besitzt die zweitbeste Offensive der Liga und in Person von Lena Götz die Top-Torjägerin der bayerischen Eliteklasse.

Das Training war gewohnt entspannt. Zwar fehlten einige Spielerinnen wegen kleinerer Blessuren oder üblicher Winter-Krankheiten. Die Kees-Brüder hoffen dennoch auf einen vollen Kader.

Niederlage, aber kein Trauerfall

Die knappe Heimniederlage gegen die sehr starke Spielgemeinschaft aus Mintraching und Neutraubling ist in den vergangenen Tagen übrigens nicht als Trauerfall behandelt worden. Es war ein fetziges Spitzenspiel mit offenem Schluss und als Aufsteiger kann man nicht erwarten, jede Schlussphase erfolgreich für sich zu entscheiden. (zg)

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