1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Der VfL Günzburg schaut dem Sieg hinterher

Handball-Bayernliga Frauen

20.01.2020

Der VfL Günzburg schaut dem Sieg hinterher

Gekämpft haben sie, am Ende war es aber von allem ein bisschen zu wenig: Die Günzburger Handballerinnen haben ihr Heimspiel gegen die SG Mintraching/Neutraubling verloren.
Bild: Ernst Mayer

Der Bayernliga-Aufsteiger macht diesmal einfach zu viele Fehler. Wille und Kampfgeist passen aber im Heimspiel gegen clevere Oberpfälzerinnen.

Den bitteren Geschmack einer Heimniederlage hatten die Günzburger Handballerinnen schon beinahe vergessen. Nun hat es den so wacker kämpfenden Bayernliga-Aufsteiger mal wieder erwischt. Verdientermaßen, wie die Fachleute bekundeten. 22:25 (11:11) unterlagen die Weinroten nach einer packenden Partie der SG Mintraching/Neutraubling. Günzburgs Coach Peter Kees monierte nach dem Spiel, die Seinen hätten vieles besser machen können, er erkannte aber auch an, dass der sehr clevere Gegner den Gastgeberinnen etliche Fehler aufzwang.

Torhüterin der Gäste steht im Mittelpunkt

Schon beim Aufwärmen erkannten die Günzburger Trainer-Brüder Kees, dass da keine Mannschaft angereist war, die brav die Punkte abliefern wollte. Körpersprache und Engagement warnten vor einem Gast, der sich dann auch vom Anspiel weg heiß wie Fritten-Fett präsentierte. Anfangs kochte noch nichts über, im Gegenteil: Tanja Stoll erzielte die ersten beiden Treffer der Begegnung und sorgte für Zufriedenheit bei ihren erfolgsverwöhnten Handball-Freundinnen und den begeisterten Fans. Doch die Oberpfälzerinnen traten auf die Spaßbremse. Sie spielten mit hohem Körpereinsatz, waren meist einen kleinen Schritt schneller als die Schwäbinnen. Von Anfang an im Mittelpunkt stand Torhüterin Lea Platzer, die sich mit zahlreichen Paraden, präzisen Gegenstoßpässen und einem Torerfolg auszeichnete.

Aufseiten der Günzburgerinnen dagegen sahen die vielen Zuschauer dagegen ungewöhnlich viele technische Fehler und Fahrkarten. Es war jedoch kein technisches Unvermögen, sondern das Ergebnis heftiger Gegenwehr, fast undamenhaften körperlichen Einsatzes und des hohen Risikos, aus Positionen zu werfen, die eben noch übrig blieben.

Der VfL Günzburg schaut dem Sieg hinterher

Nichts für schwache Nerven

Sieben Mal sollte es ab dem 4:4 bis zum Pausenstand unentschieden stehen. Das war nichts für schwache Nerven oder Handball-Ästheten. Es wurde beidseits mehr verhindert als gestaltet.

Martina Jahn eröffnete den Torreigen der zweiten 30 Minuten. Das 12:11 weckte Erinnerungen an viele in der Vergangenheit positiv gestaltete Begegnungen. Doch die Gäste rannten, stellten sich in die Laufwege, blieben dran und durften sich auch weiter auf ihre übermächtige Torhüterin verlassen.

Kein schwäbisches Happy-End

Wieder stand es drei Mal unentschieden. Dann kippte die Partie. Erst gelang Spielmacherin Carina Märhofer und Lea Röhrl die Zwei-Tore-Führung für die SG und wenig später enteilte der entschlossene Gast durch zwei weitere Treffer von Jasmin Lehner und Nell Stiller auf 19:15. Auch beim 22:18 führten die Oberpfälzerinnen noch mit vier Treffern. Doch die drohende Heimniederlage weckte alle VfL-Reserven. Großartige Kampfeslust war nun zu sehen. In der 58. Minute waren die Weinroten durch Treffer von Lena Götz, Hannah Sperandio und Martina Jahn wieder dran. 21:22 war auf der Anzeigentafel zu lesen, das Spiel packte in dieser Phase alle Augenzeugen. Doch die SG blieb unerschütterlich, es gab kein schwäbisches Happy-End. (zg)

VfL Günzburg Schlund, Gremmelspacher; Götz (5), Harder, Kubasta (1), Leis, Stoll (3), Engelmann, Sperandio (1), Christel (3), Jahn (5/1), Porkert (4)

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren