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Fußball-Verbandspokal

10.10.2020

Der VfR Jettingen unterliegt nach beherztem Kampf

So lange die Kräfte reichten, wehrten sich die Jettinger (in roten Trikots) mutig und oft auch erfolgreich. 
Bild: Ernst Mayer

Ganz kurz darf der Kreisligist von der Pokal-Sensation träumen. Am Ende steht's zwar 1:6 gegen den Bayernligisten FC Pipinsried, doch der Applaus gehört den Jettingern.

Letztlich setzte sich der haushohe Favorit zwar durch, der Applaus aber gehörte allein dem geschlagenen Außenseiter. 1:6 (0:2) verlor der VfR Jettingen an diesem 10. Oktober 2020 das Verbandspokal-Heimspiel gegen den FC Pipinsried. Der Drei-Klassen-Unterschied zwischen dem beherzt kämpfenden Kreisligisten und dem Tabellenführer der Bayernliga Süd war allerdings eine Stunde lang nur in kurzen Phasen zu erkennen. Jettingens Trainer Sven Müller sah deshalb auch keinen Anlass zu schlechter Laune.

Sven Müller: "Ein super Erlebnis"

"Es war ein super Erlebnis für die Jungs. Sie haben sich gewehrt, so gut es ging", sagte der frühere Profifußballer unmittelbar nach dem Schlusspfiff einer Partie, die erst in der Schlussphase klar zugunsten des haushohen Favoriten ausging. Die Jettinger waren sich hinterher auch einig, dass der Endstand um ein, zwei Tore zu deutlich war.

Die Gastgeber mauerten keineswegs, waren stattdessen erkennbar darauf aus, ihre Außenseiterchance zu nutzen. In den Anfangsminuten zeigten sich die Gäste auch ziemlich überrascht vom Tempo, das der Kreisligist anschlug. So musste Pipinsrieds Timon Kuko bei einem VfR-Konter schon nach drei Minuten die grobe Kelle auspacken und kassierte für sein grobes Einsteigen Gelb.

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Torwart Niklas Rößle zeigt sein Können

Die Einheimischen ließen sich den Schneid nicht abkaufen. Zu echten Tormöglichkeiten reichte es aber nicht und so kam nach und nach die spielerische Qualität des Bayernliga-Spitzenreiters in den Vordergrund. Und es reichte auch zum relativ schnellen Führungstreffer. Ein Pass stach mitten durch die Jettinger Hintermannschaft und Daniel Leugner hatte freie Bahn (15.). Unmittelbar danach hätte Pablo Pigl für die frühe Vorentscheidung sorgen können, doch er schob die Kugel aus freilich sehr spitzem Winkel am leeren Tor vorbei. Wiederum nur wenige Minutenspäter fand eine Flanke den mutterseelenallein in der Mitte des Jettinger Strafraums stehenden Stephan Thee, doch dessen wuchtiger Kopfball ging über den Querbalken. Zwischendurch hatte der 19-jährige VfR-Schlussmann Niklas Rößle schon das eine oder andere Mal Proben seines Könnens gezeigt.

Tatsächlich wurde die Angelegenheit in dieser Phase trotz des immer noch knappen Resultats einseitig. Der Kreispokal-Sieger kam kaum noch aus der Gefahrenzone, für eigene spielerische Akzente blieb nun angesichts der Vollbeschäftigung im und am eigenen Strafraum kein Raum mehr. Allein ein missglückter Pass des Pipinsrieder Torwarts Julian Kirr sorgte auf dieser Seite des Spielfelds für Nervenkitzel: Tim Paulheim, bei dem der Ball an der Mittellinie landete, wollte die Kugel gedankenschnell volley ins Tor schießen. Es blieb beim Versuch – von den Jettinger Fans unter den 200 Zuschauern im Sportpark am Schindbühel gab‘s dennoch lautstark Szenenapplaus (32.).

Noch vor der Pause fiel das 0:2. Erneut war es Leugner, der diesmal aus der Vollversammlung vor dem Jettinger Tor einnetzte (38.). Das 0:3 verhinderte Rößle, indem er Kuko den Ball von der Fußspitze stibitzte (44.).

Urplötzlich steht es 1:2

Stattdessen stand‘s urplötzlich 1:2. Unmittelbar nach Wiederbeginn zeigte sich der VfR Jettingen wieder putzmunter. Als Endstation eines schönen Angriffs stand Paulheim allein an der Strafraumlinie und ließ Kirr mit seinem beherzten Schuss keine Abwehrchance (49.).

Hoffnung keimte unter den Fußballern und unter den Fans des Kreisligisten. Zumal Pipinsried trotz optischer Überlegenheit nun kaum noch Konstruktives zuwege brachte.

Pipinsried macht den Sack zu

Doch auch das genügte, um letztlich den Sack zuzumachen. Christoph Rech nickte den Ball nach einer Flanke von der Linksaußenposition ein (71.). Dieses Gegentor zog den Gastgebern bei inzwischen wirklich lausigem Wetter nun doch den Zahn und Benjamin Kauffmann konnte vergleichsweise mühelos zum 1:4 einschieben (74.). Nikola Jelisic legte mit einem kernigen Schuss aus 17 Metern das 1:5 drauf (84.).

Pipinsried schaltete nun ab und deshalb eröffnete sich Paulheim noch zweimal die Riesenchance auf seinen zweiten Treffer. Er scheiterte jedoch jeweils am Torwart (87., 89.). Auf der anderen Seite erzielte Rech noch den Treffer zum Endstand (90.).

Lesen Sie auch:

Die Vorschau zum Spiel: Warum der VfR Jettingen das schwerste Los gewählt hat


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