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27.03.2009

Der Weg für das neue Kinderhaus St. Anna ist frei

Bubesheim Der Bauplan für das Kinderhaus St. Anna in Bubesheim steht. War am Montag in der Gemeinderatssitzung noch heftig um die Raumverteilung gerungen worden (wir berichteten), wurde nur zwei Tage später die neue Variante von Architekt Martin Brenner einstimmig beschlossen.

Im Erdgeschoss befinden sich im Kindergartenbereich zwei Gruppenräume mit eigenen Nebenräumen und Toiletten, das Leiterinnenbüro und die Kinderkrippe mit 115 Quadratmetern. Die unter Dreijährigen bekommen auf 120 Quadratmetern im Nordflügel einen großzügigen Empfangsraum, der das pädagogische wichtige Eingewöhnen ermöglicht, einen Gruppenraum mit Küche, einen Schlafraum und sanitäre Anlagen mit Wickeltisch, Töpfchen und Toiletten.

Im Obergeschoss befinden sich die Räume für eine eventuelle dritte Kindergartengruppe, die vorerst als Werkraum, Bücherei und Raum für dialogisches Lesen genutzt werden. Auch ein Kinderhort könnte hier einmal angeboten werden, eine Toilette für Grundschulkinder wird eingebaut. Ein 70 Quadratmeter großer Mehrzweckraum für Sportangebote und eine Küche mit Esstischen für die Mittagsbetreuung, ein Personalraum und sanitäre Anlagen samt einem Behinderten-WC komplettieren das Obergeschoss.

Dieses Raumkonzept erfüllte den Wunsch des Gemeinderats nach jederzeit möglichen Erweiterungen im pädagogischen Angebot für die Zukunft. Auch die Kindergartenleiterin Sigrid Reile äußerte sich in einer bereits vorliegenden schriftlichen Stellungnahme positiv: "… in dieser Version für die Praxis äußerst stimmig und bestens durchdacht."

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Lebhafte Diskussionen um Außenansicht und Komfort

Gefälligere Außenansicht durch niedrigere Giebelhöhen der Vorbauten an der Nordseite oder mehr Komfort und bessere Ausbaumöglichkeiten: In diese beiden Standpunkte verbiss sich eine Diskussion, nachdem das Raumkonzept verabschiedet war. Gerhard Sobczyk ( CSU) und Dr. Wolfgang Fichtl (UBL) setzten sich für eine barrierefreie Erschließung des Dachgeschosses mit dem Personenaufzug ein, während Bürgermeister Sauter für einen Aufzug nur in das Obergeschoss plädierte. Sauter: "Das Hinauftragen von Gegenständen in das Lager unter dem Dach ist zumutbar." Die Gegenseite argumentierte mit der Ausbaumöglichkeit des Daches für Nutzung als Werkraum und forderte damit auch Zugangsmöglichkeit für Behinderte.

Weiter debattiert wurde mit Befürwortung durch Sobczyk, ob der Dachraum über der Kinderkrippe mit niedriger Firsthöhe nur für Technik oder mit einer Firsthöhe für Erweiterungsmöglichkeiten gebaut wird. Diese "Erweiterung der Erweiterung" sah Rainer Finkel (CSU) als nicht notwendig an, ganz abgesehen von den Kosten. Am Ende der harten Diskussion, an der sich sämtliche Gemeinderäte beteiligten, stand der Antrag von Dr. Wolfgang Fichtl den Aufzug bis ins Dachgeschoss und das Dach über der Krippe in Geschosshöhe zu bauen. Mit den Gegenstimmen von Bürgermeister Walter Sauter, seinen Stellvertretern Rainer Finkel (CSU), Werner Betz (FW) und Harald Schaich (CSU) wurde er angenommen.

Architekt rechnet mit Kosten von 1,6 Millionen Euro

Inklusive Abbruch des bisherigen Kindergartens, Außenanlagen und Ausstattung geht die Kostenschätzung des Architekten von rund 1,6 Millionen Euro (ohne Mehrwertsteuer) aus. Nicht enthalten ist darin die Firsterhöhung über der Kinderkrippe. Zur Entscheidung stand jetzt noch das Energiekonzept an. In die engere Wahl kam der Anschluss an die Erdgasheizung im Rathaus für 34 000 Euro oder eine Erdreich-Wärmepumpe für 68 000 Euro.

In spätestens 15 Jahren, stark abhängig von den Erdgaspreisen, sind die Kosten für beide Heizungen annähernd gleich. Sollte die Erdreich-Wärmepumpe für zusätzlich 6000 Euro als bivalente Anlage mit dem Gasbrenner im Rathaus betrieben werden, könne in der Übergangszeit Bürgerhaus und Rathaus mit der erneuerbaren Energie beheizt werden.

In der Debatte blieben viele Fragen offen, sodass zwar das Energiekonzept mit Wärmepumpe einstimmig angenommen wurde, eine endgültige Entscheidung aber mit dem Planer getroffen werden soll.

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