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Handball

22.01.2019

Der Wunschkandidat trainiert den VfL Günzburg

Unser Archivbild zeigt ihn noch als Coach der TSG Söflingen im Gespräch mit seinen Spielern, ab der kommenden Spielzeit wird Gabor Czako die Günzburger Männer trainieren.
Bild: Roland Furthmair

Gabor Czako wird beim Bayernligisten Nachfolger von Stephan Hofmeister. Warum Spartenchef Armin Spengler glaubt, dass der Günzburger Weg geradeaus weiter geht. 

Angeblich hatten sie von Beginn an nur ihn ins Auge gefasst. Jetzt ist seine Zusage da: Gabor Czako wird ab der kommenden Saison Trainer des Handball-Bayernligisten VfL Günzburg. „Mit ihm konnten wir unseren Wunschkandidaten verpflichten“, teilten der auf eigenen Wunsch nach Abschluss der laufenden Runde scheidende Chefcoach Stephan Hofmeister und Abteilungsleiter Armin Spengler gestern in einer gemeinsam verfassten Pressemitteilung mit.

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Erfahrungen im Spitzenhandball

Czako ist und bleibt bei der TSG Söflingen als Diplom-Sportlehrer angestellt. Im Unterschied zu hofmeister wird er die Weinroten also nicht hauptamtlich betreuen. Seine Trainer-Tätigkeit wird sich auch ausschließlich auf die erste Männer-Mannschaft beschränken. Im bayerischen Handball kennt er sich noch nicht allzu gut aus, aber das lässt sich ja nachholen. Viel wichtiger ist, dass er jahrelange Erfahrungen im Spitzenhandball mitbringt. Als Aktiver ging er in seinem Heimatland Ungarn in der ersten Liga auf Torejagd. Der Rückraum-Allrounder absolvierte insgesamt drei Länderspiele und jede Menge Auswahlspiele in Nachwuchsteams. Sein Weg nach Deutschland führte ihn zunächst zum TSV Ottobeuren, der zu den Spitzenteams der damals drittklassigen Regionalliga gehörte. Jahrelang galt er als einer der besten Spielmacher der Liga. Hier kreuzten sich auch erstmals die Wege von Czako und Hofmeister, der damals beim TSV Langenau Coach war. Anschließend ging Gabor Czako zur TSG Söflingen, die in jenen Zeiten Zweitliga-Ambitionen hegte. Den heutigen Viertligisten betreute er als Trainer sieben Jahre lang, ehe er sich im Frühjahr 2018 für eine Sabbat-Saison verabschiedete.

Die Gespräche zwischen Spengler und Czako liefen reibungslos; gegenseitiges Vertrauen war schnell hergestellt. Selbstbewusst kommentiert der VfL-Spartenchef, was er als Lockmittel in die Waagschale werfen konnte: „Aufgrund seiner starken Jugendarbeit und der ungebrochenen Handball-Begeisterung in der Hochburg Günzburg bietet unser Verein die besten Perspektiven weit und breit.“

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Einige VfL-Talente kennen den Neuen schon

In die Karten dürfte dem VfL gespielt haben, dass mit Adam Czako der hoch talentierte Sohn des zukünftigen Trainers in der weinroten Jugend auf Torejagd geht. Auch andere Günzburger kennen den künftigen Trainer bereits. Michael Jahn, der zwei Jahre bei der TSG Söflingen spielte, schwärmte in höchsten Tönen von Czako. Der habe ihn im Aktiven-Bereich Riesenschritte nach vorne gebracht. Und Hofmeister imponierte besonders, dass Czako die brach liegende Jugendarbeit bei der TSG entwickelte. Mit Lukas Bär, Adam Czako und Niko Henke spielen derzeit gleich drei „seiner“ Talente im Günzburger A-Jugend-Bundesligateam. Nicht zuletzt deshalb ist Spengler überzeugt, dass „der Günzburger Weg geradeaus weiter geht“. Auch Hofmeister zeigt sich mit der Entwicklung seines Lieblingsprojektes „sehr zufrieden“ – zumal sich offenbar abzeichnet, dass Sandro Jooß über die laufende Runde hinaus Trainer der A-Jugend bleiben wird.

Der Aufstieg bleibt ein Thema

Für die Zukunft erkennt Czako im Jugendbereich der Weinroten einige Talente, die er gerne in die erste Mannschaft führen möchte. Wo die in zwei, drei Jahren spielen wird, kann im Moment natürlich niemand sagen. Spengler bekräftigt, Czako sei „Profi genug, um die gleichen Aufstiegsziele zu formulieren wie sein Vorgänger. Ich habe auch nichts dagegen, wenn ein Trainer solche Ziele hat.“ Von Abteilungsleiterseite allerdings werde es in Sachen Dritte Liga keine Vorgaben geben. Spengler beurteilt die Lage aus Sicht der ganzen Handball-Sparte naturgemäß etwas differenzierter und führt aus: „Wir sind sportlich relativ schnell gestiegen. Eine dritte Liga heißt ja auch, viel Geld mitzubringen. Und dafür muss der Verein weiter wachsen.“ (ica)

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