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Landkreis Günzburg

28.01.2019

Der lange Abend der Carnevalisten in Waldstetten

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Der närrische Nachwuchs sorgte mit seiner unbekümmerten Vorstellung für viel Beifall bei der LCV-Narrensitzung.
Bild: Wolfgang Kahler

Warum der Moderator der Narrensitzung aus dem Häuschen gerät und wie sich die Stimmungsraketen in der Halle anfühlen.

Die voll besetzte Halle brodelte förmlich: Immer wenn die vierstufigen Stimmungsraketen gezündet wurden, johlte und trampelte das Publikum mit vollem Einsatz. Den zeigten bei der Narrensitzung der „Lustigen Carnevalsvereinigung“ (LCV) in ihrem Heim 17 Gruppen von den jüngsten Nachwuchs-Maskerern bis zur fetzigen Guggenmusik aus Donauwörth. Da war Moderator Stefan Ganser aus Ichenhausen mehrmals fast sprachlos: „Elf Mal war ich schon hier, aber so voll war die Halle noch nie.“

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Um das Publikum, darunter viele selbst teilweise fantasievoll kostümiert, auf „Betriebstemperatur“ zu bringen, testete Ganser gleich mal die Waldstetter Stimmungsrakete. Die geht so: Erste Stufe: klatschen, zweite Stufe: mit den Füßen stampfen, dritte Stufe: klatschen, stampfen, pfeifen und schreien. Und die vierte schließlich: klatschen, stampfen, pfeifen, aufstehen und Arme nach hinten werfen. Bei den 17 Auftritten konnte das Publikum reichlich Stimmungsraketen zünden.

Großer Programmauftakt mit den Kleinen

Nicht nur Mädchen, zwischen fünf und acht Jahre alt, sondern auch ein Bub sorgte bei den Paradiesvögeln der 23 kleinsten LCV-Narren mit dem Showtanz für einen tollen Programmauftakt. Die folgende Minigarde im Alter von sieben bis zehn Jahre sei „besser als die große Garde“, fand Moderator Ganser. Der Nachwuchs trainierte seit Mai zweimal die Woche für den närrischen Auftritt.

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Den ersten großen Höhepunkt hatte die Narrensitzung mit dem Auftritt von Tessa Omonsky: Sie ist das erste Tanzmariechen in der LCV-Vereinsgeschichte. Wie viele Gummibärchen denn die gerade erst Neunjährige esse, wollte Moderator Ganser wissen. Schließlich müsse sie bei dieser Tanzvorführung ja „aus Gummi sein“. Tessa trainiert seit August mit Mutter und Schwester für ihren Auftritt.

Vielbejubelter Showtanz von Seliger/Dirr

Mit Simone Dirr präsentierte Dominik Seliger, ehemaliger Turniertänzer und Trainer der Jugendgarde einen vielbejubelten Showtanz. Für weitere Stimmungsraketen in der tosenden Halle sorgten das seit vielen Jahren eingespielte LCV-Männerballett sowie die mit großartiger Artistik kombinierten Auftritte der Gastgruppen aus Asbach-Bäumenheim (Kreis Donau-Ries), Steinheim (Kreis Dillingen), „Greane Krapfa“ aus Elchingen (Kreis Neu-Ulm), „Knoronia“ Unter- und Oberknöringen und die Glinken aus Gundelfingen (Kreis Dillingen).

Mit ihren glitzernden, in Oxenbronn neu geschneiderten Kostümen gab die große Garde des LCV eine derart eindrucksvolle Vorstellung, dass Moderator Ganser völlig aus dem Häuschen war: „Das ist der absolute Wahnsinn, was ihr auf die Bühne gestellt habt.“

Eine Entschuldigung, die gar nicht nötig ist

Nach fast vierstündigen Show-Höhepunkten – eigentlich sollte gegen 23 Uhr das Finale sein – entschuldigte sich Ganser, dass sich das Programm so in die Länge zog. Das war nicht nötig: Die Stimmung des Publikums, darunter alle drei Waldstetter Bürgermeister und Ichenhausens Pater Joachim, war nach wie vor top.

Musikalisch unterhielt in den Pausen das Ulmer Trio „Die Maybacher“.

Vereinschef Robert Imminger vergab während der Narrensitzung Ehrenorden an 28 LCV-Mitglieder für deren langjährige Vereinstreue. Die Gugg’mer Faschingsfreunde aus Wörnitzstein, ein Stadtteil von Donauwörth, waren für einen letzten akustischen Höhepunkt verantwortlich. Der fetzige Abschluss des des Narren-Abends im Marathon-Format war gegen 1 Uhr.

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