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Offingen

03.09.2020

Der neue Pfarrer von Offingen hat ein großes Ziel

Seit Dienstag ist Pfarrer Thomas Schmid der neue Leiter der Pfarreiengemeinschaft Offingen. Als Geistlicher und Seelsorger liegt ihm viel daran, unter den Menschen zu sein.
Bild: Peter Wieser

Plus Thomas Schmid ist seit Kurzem für die Pfarreiengemeinschaft Offingen verantwortlich. Warum sich der 33-Jährige gegen den Weg in einer Kfz-Werkstatt entschieden hat.

Manchmal kommt es anders als man denkt und für Pfarrer Thomas Schmid trifft das ganz besonders zu. Seit Dienstag ist er der neue Leiter der Pfarreiengemeinschaft Offingen und damit Pfarrer von Offingen, Gundremmingen mit Schnuttenbach sowie Rettenbach mit Harthausen und Remshart. Doch sein ursprünglicher Plan ging in eine ganz andere Richtung.

Eigentlich war für den in Schrobenhausen geborenen und in Klingsmoos bei Pöttmes aufgewachsenen Priester durch die von seinem Vater 1982 gegründete Kfz-Werkstatt der Weg vorgezeichnet: Mit der bereits abgeschlossenen Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker und der späteren Übernahme des elterlichen Betriebs. „Ich habe den Beruf von der Pike auf gelernt und habe ihn gerne gemacht. Aber es hat sich abgezeichnet, dass da noch etwas anderes ist“, erzählt der 33-Jährige. Anstatt des Besuchs der Meisterschule habe er sich entschlossen, das Abitur nachzuholen, mit dem Ziel, Priester zu werden. Ein Neuanfang, bei dem ihm sehr wichtig gewesen sei, dass seine Eltern diesen Weg letztlich mitgegangen seien.

Thomas Schmid will für seine Gemeinde da sein

Thomas Schmid studierte zwei Jahre in Eichstätt Religionspädagogik und besuchte die Universität und das Priesterseminar in Augsburg. Es folgte eine zweijährige pastorale Ausbildung in Augsburg-Pfersee. 2016 wurde Schmid zum Priester geweiht und war in den folgenden Jahren Kaplan in Memmingen und Nördlingen. Nachdem man ihm die Pfarrerstelle in Offingen angeboten hat, ist seine Entscheidung sehr schnell gefallen. „Ich möchte für die Menschen Priester, Geistlicher und Seelsorger sein, da ist es egal, wo man ist“, betont er.

Pfarrer Schmid bezieht sich dabei auf die Primizsprüche zweier Weihekurskollegen: „Gott nahe zu sein ist mein Glück“ und „Meine Freude ist es, bei den Menschen zu sein“. Sein eigener lautet „Herr mach, dass ich sehe“. Dieser beschreibe genau das, was er als Priester sein wolle: Unter den Menschen sein, für sie beten, die Sakramente spenden und dass Gott ihn sehen lasse, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Neuer Pfarrer verrät sein großes Ziel für die Gemeinde Offingen

Mit Offingen habe er sich bisher noch wenig vertraut machen können, vielleicht habe das aber auch einen gewissen Charme: Sehen, urteilen und handeln – das sei auch ein bisschen sein Motto, verrät Pfarrer Schmid. „In Offingen ist ein guter Boden gelegt. Ich freue mich darauf, auf diesem weiterarbeiten zu können.“ An das große Pfarrhaus müsse er sich zwar zunächst gewöhnen, aber es sei sehr schön und herrschaftlich mit der Pfarrkirche St. Georg gleich daneben. „Die Koffer bleiben ausgepackt. Ich freue mich zu wissen, eine Zeit lang bleiben zu können“, fügt er hinzu.

Auf die Frage, was er gerne in seiner Freizeit mache, sagt er: „Ich lese gerne und ich bin ein Radlfahrer. Man kommt mit den Menschen dabei ganz anders in Kontakt. Mein großes Ziel hier in der Pfarreiengemeinschaft Offingen ist, dass wir alle in der Freundschaft zu Jesus wachsen. Es gibt nichts Wichtigeres, als ihn zum Freund zu haben.“

Am Wochenende wird Pfarrer Thomas Schmid in allen Kirchen seiner neuen Pfarreiengemeinschaft eine Heilige Messe halten: Diese findet am Samstag, 5. September, um 17 Uhr in Schnuttenbach und um 18.30 Uhr in Gundremmingen sowie am Sonntag, 6. September, um 9 Uhr in Rettenbach, um 10.30 Uhr in Offingen und um 18.30 Uhr in Remshart statt. Am Sonntag, 13. September, wird ihn Dekan Klaus Bucher offiziell in sein Amt einführen.

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