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Eishockey-Landesliga

09.01.2020

Die Burgauer Eisbären üben sich in Selbstkritik

Aus Sicht seines Abteilungsleiters Heinz Heinrich ist Stürmer Dennis Tausend bisher der Eisbär der Saison. Am Sonntag starten die Burgauer in die Landesliga-Absteigsrunde.

Plus Verantwortliche berichten aus ihrer Sicht, warum Saisonziele verpasst wurden. Neben Enttäuschungen gab es auch Positives. Das macht Mut für die Abstiegsrunde.

Nicht nur hinter den Erwartungen der Zuschauer, sondern auch hinter den Zielen, die sich Verantwortliche und Spieler gesetzt hatten, ist der Eishockey-Landesligist ESV Burgau in dieser Saison geblieben. Nach Ende der Vorrunde sprang für die Markgräfler nur der enttäuschende fünfte Platz in der Spielgruppe 2 der zweigeteilten bayerischen Landesliga heraus. Statt sich nun also mit Spitzenteams wie Buchloe, Ulm, Hassfurt, Amberg oder Kempten in der Aufstiegsrunde zu messen, kämpfen die Eisbären in den nächsten Wochen mit Bad Wörishofen, Pfronten oder Reichersbeuern um den Liga-Verbleib.

Heinz Heinrich: "Schlichtweg enttäuschend"

„Unser Abschneiden war schlichtweg enttäuschend“, beschreibt Abteilungsleiter und Co-Trainer Heinz Heinrich den bisherigen Saisonverlauf. Heinrich erwartet von seinem Team für die bevorstehende Abstiegsrunde eine deutliche Steigerung. „Wir wollen in der Abstiegsrunde einen vorderen Platz belegen.“

Der Spartenchef war von einigen Akteuren sehr enttäuscht. Namentlich nennt Heinrich die Slowaken David Tomecko und Boris Drozd: „Was die beiden gezeigt haben, war nicht zufriedenstellend.“ Als Drozd und Tomecko zum Eisbären-Kader stießen, versicherten die beiden Akteure, dass sie sich in ihrem Heimatland fit gehalten und deshalb keine konditionellen Defizite hätten. „Dem war nicht so, beide waren nicht gut vorbereitet“, moniert Heinrich.

Dass diese Leistungsträger aus der Vorsaison nie zu ihrer Form fanden, sei ein Grund für das mäßige Abschneiden des Teams gewesen. Ein weiterer Grund war laut Heinrich, dass zu viele Akteure zu leichtsinnig in die Partien gegangen sind. Der Spartenchef erkennt in vielen verlorenen Spielen ein Muster. „Wir haben häufig den Anfang verschlafen und sind dann gegen Ende aufgewacht, das war aber zu spät“, analysiert er. Maßlos geärgert hat sich der Abteilungsleiter über den jüngsten Auftritt seines Teams in Fürstenfeldbruck: „Die 1:10-Klatsche war beschämend.“

Umso mehr freute sich Heinrich über den deutlichen Sieg gegen den SC Forst am vergangenen Sonntag. Die Burgauer Rumpftruppe zeigte eine überzeugende Vorstellung und gewann schließlich verdient 9:2. Dreifacher Torschütze in diesem Spiel war Dennis Tausend.

Dennis Tausend ist der Spieler der Saison

Für den Co-Trainer ist Tausend ohnehin der Spieler der Saison bei den Eisbären. Auf ihn und die erste Sturmreihe mit David Zachar und David Ballner hofft Heinrich auch in der Abstiegsrunde. „Das wird kein Selbstläufer, wir müssen in jedes Spiel mit sehr viel Konzentration gehen“, schwört er seine Mannschaft auf die zwölf Partien ein.

Von einer blöden Situation spricht vor dem ersten Heimspiel der Serie gegen Forst am Sonntag, 12. Januar (Spielbeginn ist um 18 Uhr), Trainer Stanislav Hlozek. Voraussichtlich werden sieben Akteure nicht mitmachen können. Neben Boris Drozd und David Tomecko, die nicht von ihrem Weihnachtsurlaub aus der Slowakei zurückgekehrt sind, werden voraussichtlich Mario Seifert, David Ballner, Pascal Rentel, Niklas Arnold und Michael Folk wegen Erkrankungen oder Verletzungen ausfallen. Rentel hat eine Verletzung im Kniebereich; bei ihm scheint noch am ehesten möglich, dass er rechtzeitig fit wird.

Trainer nennt entscheidende Faktoren

Für Hlozek gibt es drei entscheidende Faktoren, die für das enttäuschende Abschneiden der Eisbären verantwortlich sind: „Erstens haben wir zu wenige Tore erzielt, in der Vorsaison haben wir um 40 Prozent häufiger getroffen. Zweitens haben wir zu viele individuelle Fehler gemacht und drittens kassierten wir zu viele Strafzeiten.“ Dass diese einzelnen Faktoren miteinander zusammenhängen und dass deshalb eben nur der fünfte Platz drin war, ist für den Übungsleiter kein Wunder.

Hlozek rechnet mit einer extrem schwierigen Abstiegsrunde, in der sein Team mit großem Einsatz und viel Disziplin den Klassenerhalt sichern soll.

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