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Eröffnung

11.03.2013

Die Heimat aus verschiedenen Blickwinkeln

Die Künstler der Ausstellung Heimatansichten Christina Schneider, Horst Kaden, Theo Krätzinger und Johann Spengler wurden von der Vorsitzenden des Kultur- und Naherholungsvereins Helga Kern-Bechter vorgestellt. Vor den Bildern von Theo Körtzinger und Fotografien von Horst Kaden unterhielt Moritz Schilling die Besucher mit Marimbafonmusik.
Bild: Gertrud Adlassnig

Vier Künstler stellen im Ichenhauser Schulmuseum aus

Ichenhausen Einen Monat lang können Besucher des Schulmuseums Ichenhausen kostenfrei Heimatansichten genießen und feststellen, dass es sehr unterschiedliche Blickwinkel gibt, aus denen sich die eigene Heimat betrachten lässt. Mit den heimischen Künstlern Horst Kaden, Theo Krötzinger, Christina Schneider und Johann Spengler hat der Kultur- und Naherholungsverein unter dem Vorsitz von Helga Kern-Bechter vier Kunstschaffende zusammengeführt, die sich nicht nur stilistisch unterscheiden, sondern mit völlig unterschiedlichen Kunsttechniken an ihre Objekte herangehen.

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Horst Kaden ist Fotograf. In den in der Ausstellung gezeigten Bildern wird deutlich, dass sein Blick weit gespannt ist, Ästhetik vermittelt sich ihm nicht nur in klassischen Motiven. Mit dem Auge der Kamera und der Schwarz-Weiß-Fotografie arbeitet Kaden beispielsweise auch die grafische Schönheit eines Silos heraus. Technisch ganz andere Wege geht er dagegen in seinen nostalgischen Aufnahmen der mechanischen Werkstatt Mayr. Kaden beweist in vielen seiner Aufnahmen den einfühlsamen Blick für die Schönheit des nicht Perfekten.

Johann Spengler, der Zeichner, dokumentiert mit seinen kleinformatigen Ansichten vor allem Gebäude, hält ihren Zustand künstlerisch für die Nachwelt fest. Auch Christina Schneider findet ihre Motive in den Dörfern. Ihr gelingt es, den Charme des Verwitterten, des Unvollkommenen in ihren Aquarellen einzufangen. Aber genauso eindringlich gestalten sich ihre Landschaftsbilder: Ufer an der Günz, der jüdische Friedhof vermitteln intensive Stimmungen.

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Mit Theo Krötzinger holten die Ausstellungsmacher den Lokalmatador mit ins Boot. Er bereichert die Ausstellung mit einigen großformatigen Ölbildern, deren wuchtige Farbigkeit der heimatlichen Landschaft durch ihre kompositorische Ruhe aufgefangen und in eine intensive Spannungsebene geführt wird.

Zur Eröffnung der Ausstellung im Ichenhauser Jubiläumsjahr nutzten weit mehr Besucher als erwartet die Gelegenheit der langen Museumsnacht. Es gab musikalische Beiträge auf dem Marimbafon von Moritz Schilling und drei Lesungen Ichenhauser Texte durch Dilldapperschauspieler mit den Themenkreisen: Armut der 20er Jahre, als das Zusammenleben von Juden und Christen noch funktionierte, und nach 45: neue Mundarten (Abertamer), neuer Lebensgenuss. Die Kuratorin Claudia Madel-Böhringer erläuterte den Aufbau der Ausstellung zum Stadterhebungsjubiläum ein: 100 Jahre Stadtgeschichte erlebt – erfahren – erfasst“, in der das Jahrhundert exemplarisch an Paaren aus vier Generationen dargestellt wird. Otto Imminger lud die Museumsbesucher zu einer Intensivführung durch die Ausstellung „Die jüdische Schule“ ein und bei Filmbeiträgen aus dem Leben der Stadt und „Die Kammel“, die als museales Angebot im Herbst geplant sind, konnten die Besucher zwischen Ausstellungen und Büffet Natur und Geschichte nacherleben.

Die Ausstellung Heimatansichten ist noch bis 7. April im Schulmuseum Ichenhausen zu sehen. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr.

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