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Konzert

07.01.2016

Die Jazz Spätzle sind immer ein Genuss

Ein Doppeljubiläum haben die Jazz Spätzla bei ihrem Konzert am Dienstagabend in der Offinger Mindelhalle gefeiert. Das Foto zeigt (von rechts) Bandleader Klaus Schlander und das Gesangsquartett Alexander Kussmaul, Monika Reichelsdorfer, Juliet Eberle und Sarah Bader.
Bild: Greta Kaiser

Die Bigband feiert ein Doppeljubiläum und begeistert in Offingen 600 Zuhörer

Was soll man sagen? Am besten: Es war wieder ein Genuss. Seit mittlerweile 15 Jahren gibt es die Jazz Spätzla, zum zehnten Mal lud die Bigband der Musikschule Gundremmingen-Offingen-Rettenbach am Beginn eines Jahres zu ihrem Jazz-Opening. Dieses kleine Doppeljubiläum wurde am Dienstagabend in der ausverkauften Offinger Mindelhalle auf besondere Weise gefeiert – mit einer Auswahl der Lieblingsstücke der Band. Die Stimmung auf der Bühne war so hinreißend wie im Saal. Mehr als drei Stunden lang. Es hieße Eulen nach Athen zu tragen, wollte man die Jazz Spätzla dem heimischen Publikum noch anpreisen. Alle 600 Karten waren im Handumdrehen verkauft, vermutlich noch einmal so viele hätten einen Abnehmer gefunden. Wer leer ausging, kann sich mit der neuen CD der Bigband oder Konzertmitschnitten im Internet trösten.

An eine Musikschule erinnert bei den Könnern der Jazz Spätzle nur noch der Name. Im Laufe der Jahre haben sich viele des 24-köpfigen Ensembles unter Leitung von Klaus Schlander zu richtigen Profis entwickelt. Dass es auch um den Nachwuchs bestens bestellt ist, haben zum halbstündigen Auftakt des Konzertes die Jugendlichen der Fat Cat Combo eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Erst seit einem Dreivierteljahr spielt die Band zusammen – von Rock und Jazz über Latino bis Cha Cha Cha haben die Jungen schon alles drauf.

Quer durch alle musikalischen Stilrichtungen führte natürlich auch das Programm der Jazz Spätzla. Meisterlich gespielt und gesungen wurden die schönsten Klassiker der vergangenen Jahre – Swing wie „In the Mood“, Rock wie „Proud Mary“, Schmusiges wie „Unchained Melody“ oder das berückende Ska-Stück „Oranges and lemons again“. Gesanglich perfekt wie stets das Quartett Monika Reichelsdorfer, Juliet Eberle, Sarah Bader und Alexander Kussmaul, der ein ähnlicher Animateur und Stimmungsmacher ist wie Bandleader Klaus Schlander, der nicht nur mit „Just a gigolo“ in seinem Element war. Und als Rockröhre gab Melanie Mendel „Ich will keine Schokolade“ eine ganz besondere Note. 15 Jahre können eine lange Zeit sein. Von Ermüdungserscheinungen oder kühler Routine ist bei den Jazz Spätzla zum Glück rein gar nichts zu spüren. Alle Beteiligten sind mit sichtlichem Vergnügen bei der Sache, auf der Bühne sitzt und steht eine offenkundig verschworene Gemeinschaft, die jedes gelungene Solo ebenso beklatscht wie das begeisterte Publikum, das im Laufe der drei Stunden immer mehr in Fahrt gekommen war. Dass es Klaus Schlander gelingt, die Jazz Spätzla zusammen und in Schwung zu halten, belegte auch Moderator Philipp Elischer. Er berichtete unter anderem von den zahlreichen Auslandsauftritten der Band, die bisweilen nicht nur musikalisch freudetrunken enden. Auch das muss mal sein. Was nicht sein muss: Viele der Besucher nutzten die Zwischenmoderationen zum lautstarken Plausch an der Bar und den Stehtischen, was schlicht unhöflich ist. Das Erlebnis eines schönen Abends, geschenkt von einer wunderbaren Band, konnte das freilich kaum schmälern.

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