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Haldenwang

18.12.2020

Die Kirche St. Maria Magdalena in Eichenhofen wird für viel Geld saniert

Bei der Kirche St. Maria Magdalena in Eichenhofen sollen der Dachstuhl saniert und die Dacheindeckung erneuert werden. Die Gemeinde Haldenwang beteiligt sich mit einem Zuschuss.
Bild: Peter Wieser

Plus Kosten in sechsstelliger Höhe sind für die Arbeiten nötig. Haldenwanger Gemeinderat beschäftigt sich zudem mit einer Gedenktafel. Diskussionen um Neubau eines Pferdestalls.

Bei der Kirche St. Maria Magdalena im Eichenhofen soll der Dachstuhl saniert und die Dacheindeckung erneuert werden. Die Kostenschätzung liegt bei rund 240.000 Euro. Von der Katholischen Filialkirchenstiftung St. Maria Magdalena sind davon rund 96.000 Euro aufzubringen, diese hatte den Gemeinderat in Haldenwang um einen zehnprozentigen Zuschuss gebeten.

Wann mit den Arbeiten begonnen werde, gehe aus dem Antrag nicht hervor, informierte Bürgermeisterin Doris Egger. Der Gemeinderat stellte einen Zuschuss in Höhe von maximal 9600 Euro in Aussicht. Dieter Reitenauer stimmte dem ebenfalls zu, meinte aber: Die Gemeinde habe sich bei solchen Maßnahmen immer mit zehn Prozent beteiligt. Vielleicht sollte man künftig überlegen, ob man jedes Mal einen Zuschuss in dieser Höhe gewähre. Bürgermeisterin Egger erklärte, dass man sich generell mit dem Thema Zuschüsse befassen werde und wie man damit umgehe.

Gedenktafel für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs

Für die Anfertigung einer Gedenktafel für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs mit Gesamtkosten von rund 2800 Euro erhält die Filialkirchenstiftung ebenfalls einen Zuschuss in Höhe von zehn Prozent. Aktuell sei nur eine Tafel für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs vorhanden. Man sollte zur Würdigung der Gefallenen ebenfalls einen Beitrag beisteuern, betonte die Bürgermeisterin.

Für Diskussionen hatte ein Bauantrag zum Neubau eines Pferdestalls mit Doppelgarage im Ortsteil Hafenhofen gesorgt. In der Novembersitzung war dieser zurückgestellt worden, der Bauherr sollte dazu Stellung nehmen, aus welchem Grund der Antrag, der zudem in einigen Punkten den Festsetzungen des Bebauungsplans nicht entsprach, verspätet eingereicht wurde. Einem landwirtschaftlichen Betrieb dienend wäre der Bau selbst möglich gewesen. Es habe sich erst nach Baubeginn herausgestellt, dass der Anmeldung für einen solchen Betrieb nicht entsprochen worden sei, heißt es unter anderem in der Stellungnahme. Somit sei ein Bauantrag gestellt worden, um kein Gebäude ohne Genehmigung zu errichten.

Haldenwanger Gemeinderäte äußern sich zu neuem Pferdestall

Einige der Gemeinderäte akzeptierten die Stellungnahme. Jürgen Söll jedoch war der Meinung: Es gebe Beispiele, wo im Nachhinein errichtete Mauern wieder abgerissen werden mussten. Die Bürger wüssten, dass die Gemeinde so noch nie vorgegangen sei, und man habe ohnehin schon zu viele Ausnahmen gemacht. Auch Richard Weger meinte. Wenn man dies jetzt dulde, würden es andere nachahmen. Dritter Bürgermeister Martin Erber erwiderte: „Man muss einen Unterschied machen, ob es ein Haus oder ein Pferdestall ist.“ Bei einem Haus würde er nein sagen. Ute Kanzler sah in dieser Angelegenheit keine böse Absicht: „Das Gebäude steht jetzt und man kann es nicht mehr wegmachen. Das wäre unverhältnismäßig.“ Dem Bauvorhaben wurde zwar mehrheitlich zugestimmt, man werde jedoch kommunizieren, dass eine solche Vorgehensweise nicht zum Standard werden dürfe.

Hinsichtlich des Flächennutzungsplans seien inzwischen umfangreiche Stellungnahmen eingegangen, man werde beim Planungsbüro über den Sachstand nachfragen, versicherte die Bürgermeisterin auf die Frage von Peter Finkel, wie denn der weitere Zeitplan aussehe. VG-Geschäftsstellenleiter Frank Rupprecht informierte, dass die Klage des Betreibers der geplanten Lehmgrube zwischen Konzenberg und Hafenhofen vom Verwaltungsgericht abgewiesen wurde. Es würden städtebauliche Planungsziele verfolgt und es handle sich um keine Verhinderungsplanung, so Rupprecht.

Haldenwangs Bürgermeisterin Doris Egger blickt auf das Jahr 2020 zurück

2020 sei ein völlig fremdes Jahr gewesen, das Schlagwort „Lockdown“ werde die Gemeinde noch länger begleiten. Dennoch habe man in der so ungewöhnlichen und überaus schwierigen Zeit vieles realisieren können, erklärte Bürgermeisterin Doris Egger in ihrem Jahresrückblick. Das Feuerwehrhaus für die Wehren aus Eichenhofen, Hafenhofen und Konzenberg sei so gut wie fertiggestellt, der Kindergarten in Konzenberg werde es im ersten Quartal 2021 sein, auch die Digitalisierung habe inzwischen in vielen Bereichen Einzug gehalten. Man habe einiges zu Ende gebracht, Neues angestoßen und einiges geplant. Zweiter Bürgermeister Michael Straub erinnerte an die vielen Werke, die Altbürgermeister und Ehrenbürger Georg Holzinger angestoßen hatte. Werke, die Verantwortung bedeuteten, und die man gemeinsam und in seinem Sinne weiterführen werde.

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