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Neujahrskonzert

07.01.2019

Die Magie der Musik

Ehrungen gab es beim Neujahrskonzert des Musikvereins Burtenbach: (von links) Vorsitzender Bernhard Ruf und die Geehrten Kai Gruber, Dieter Pfaudler, Nicole Glocker, Felix Scherer und Thomas Schweizer, sowie Dirigentin Dagmar Beyer und ASM-Bezirksdirigent Reiner Hammerschmidt. Nicht auf dem Bild ist Nadine Batzer, die derzeit pausiert und für 25 Jahre geehrt worden wäre.
Bild: Peter Weiser

Wie der Musikverein Burtenbach musikalische Emotionen vereint

Wie die knapp 40 jungen Musiker des Vororchesters der Bläserschule Mindeltal am Samstag, unter der Leitung von Sarah Weng, das Publikum zum Neujahrskonzert des Musikvereins Burtenbach einstimmten, das verdient große Anerkennung. Für manche von ihnen, teilweise erst im zweiten Ausbildungsjahr, war es immerhin einer der ersten größeren Auftritte.

Mit dem englischen Weihnachtslied „Deck the Hall“, der Suite „Christmas Time“ und dem „Little Drummer Boy“, Arrangements von Robert van Beringen, verbreiteten sie noch einmal weihnachtliche Atmosphäre in der Burtenbacher Burggrafenhalle.

Musik sei ein Vehikel für Traurigkeit, aber auch für Freude. Wenn es gelinge, beides zusammenzuführen, dann entstehe Magie, so wandte sich Vorsitzender Bernhard Ruf nach einem Zitat von Paul McCartney an das Publikum. Er behielt recht, als der Musikverein Burtenbach nun die Bühne eingenommen hatte: Moderiert von Ernst Bommer wurde spätestens nach der majestätischen „Blechgewalt“ und dem erhabenen Zwischenteil der „Fanfare Festive“ von Michael Geisler und des am Ende vor Freude sprühenden Stücks „Polka und Finale“ von Bedrich Smetana aus der Oper „Die verkaufte Braut“ diese Magie deutlich. Mit „Hindenburg“, einem weiteren Konzertwerk Michael Geisler’s stellten die gut 30 Musiker brillant und emotionsgeladen die Reise des gigantischen Luftschiffs vom Verlassen der Werft, dem Überqueren des Atlantiks bis zu dem Unglück bei der Landung im amerikanischen Lakehurst musikalisch dar. Umso mehr präsentierte sich Simon Kerwin’s „Church Walk“, eigentlich ein Stück für Brass Bands, dazu als das musikalische Gegenstück. Auf eine Reise der anderen Art führte Manfred Schneider’s „Mountain Panorama“: rasante Tempowechsel und stimmungsvolle Passagen begleiteten das Publikum durch imposante Alpenlandschaften, tückische Schluchten und idyllische Bergwiesen. Mit „Mary Poppins“ von Richard Sherman und „Tangled Medley“ von Alan Menken und dem Arrangement von Takashi Hoshide hatten die Musiker auch ein bisschen Walt Disney-Filmmusik mit dabei. Und mit Steve McMillan’s „New Age Rock“ zeigten sie sich mit kräftigen Trompeten und Posaunen auch einmal von der sinfonisch-rockigen Seite. Dem brauchte nur noch Timo Dellweg’s Konzertmarsch „Kaiserin Sissi“ mit seinem melodiösen Mittelteil das krönende Häubchen aufzusetzen.

Qualitativ hochwertige Musik zu machen funktioniere nur mit dem Willen dazu, viel Zeit dafür zu investieren und mit Kameradschaft, betonte der stellvertretende ASM-Bezirksdirigent Reiner Hammerschmidt. Mit Nicole Glocker (zehn Jahre, Posaune), Felix Scherer (zehn Jahre, Trompete), Kai Gruber (Schlagzeug, 15 Jahre), Thomas Schweizer (Tenorhorn, 25 Jahre) und Dieter Pfaudler (Flöte und Tuba, 40 Jahre) ehrte er langjährige Musiker. Das mit der Magie der Musik lag sicherlich auch an den magischen Händen von Dirigentin Dagmar Beyer, die stets in Bewegung und der Musik mitgehend, ihre Musiker immer wieder aufs Neue vereinte. Schade, dass sie nur dieses eine Konzert dirigierte. Der Musikverein ist derzeit auf der Suche nach einem Dirigenten.

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