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13.11.2017

Die Mitte heißt Jesus Christus

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Im Zentrum der Dekanatssynode im Zehnstadel stand der Bericht von Dekanin Gabriele Burmann. 
Bild: Sandra Kraus

Am Geburtstag von Martin Luther treffen sich Pastoren und Laien des evangelisch-lutherischen Dekanats Neu-Ulm zur Dekanatssynode. Welche Aufgaben 2018 anstehen.

Pastoren und Laien des evangelisch-lutherischen Dekanats Neu-Ulm trafen sich in Leipheim im Zehntstadel zur 10. Dekanatssynode. Als Termin war im Reformations-Jubiläumsjahr der Geburtstag von Martin Luther ausgewählt worden, mit ihrem eigenen Konfirmandenspruch stimmte Dekanin Gabriele Burmann die Synodalen auf das Treffen ein.

„Christus ist uns von Gott gemacht zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung (1. Korinther 1,30). Dieses Wort des Apostels Paulus beinhaltet alles Wichtige, worauf sich unser Glaube gründet. Wir haben eine Mitte und die heißt Christus.“ Dekanin Gabriele Burmann, die seit 1999 den 26 Gemeinden vorsteht und 2018 in Ruhestand gehen wird, berichtete ausführlich aus dem Dekanat, in dem die Pfarrerinnen Christa Auernhammer (Ichenhausen), Sabine Hopperdietzel (Haunsheim) und Johanna Rodrian (Riedheim) sowie Dekanatsjugendreferent Diakon Lorenz Schuster vor Kurzem ihre Ämter antraten. Lebendigkeit zeichnet die Partnerschaft des Dekanats zu Asaroka in Papua-Neuguinea aus. Seit August ist eine 21-Jährige in Straß zu Gast, im März 2018 wird eine Gruppe von Jugendlichen für vier Wochen erwartet. Große Aufgaben hat das Dekanat auch im Unterhalt ihrer Gebäude und Kirchen. So werden gerade die Pfarrhäuser in Neu-Ulm, in Ichenhausen und in Thannhausen renoviert. In Pfuhl soll ein Gemeindehaus neu gebaut werden, das in Gundelfingen wird gerade saniert. Für die Kindertagesstätte in Oberelchingen fehlt das Brandschutzkonzept. In Günzburg wird im Kinderhaus eine weitere Krippengruppe eröffnet. Saniert werden sollen die Kirchen in Burtenbach, Holzschwang, Ichenhausen, Leipheim und Vöhringen, in Riedheim sind die Bauarbeiten schon in vollem Gange.

„Auf neuen Füßen steht mit Ulrike Kühn seit September das evangelische Bildungswerk“, berichtet Burmann. Kühn möchte mit der Veranstaltungsreihe „Den Blick schärfen“ durch das Dekanat reisen und Themen aus Geschichte, Literatur und Bibel in den Blick nehmen. Konsequent umgesetzt wurde im Dekanat der von der Sondersynode im Sommer beschlossene, auf drei Jahre befristete Weiterbetrieb der Kahlrückenalpe, dem evangelischen Freizeitheim in Sigiswang im Oberallgäu. Es wurde mittlerweile ein beschließender Ausschuss gebildet und eine Geschäftsordnung beschlossen. Offizieller Kahle-Beauftragter ist Pfarrer Tobias Praetorius. Über 5500 Euro werden in Brandschutzmaßnahmen investiert, ein Buchungsportal soll online gehen. Der Hausmeisterposten mit 20 Wochenstunden ist schon besetzt, für die Hauswirtschaft ist noch niemand eingestellt.

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Seelsorge-Team ist auf einem guten Weg

Das Thema Krankenhaus-Seelsorge an den Kliniken Günzburg wurde überschattet vom plötzlichen Tod das katholischen Pfarrers Adalbert Brandmair (wir berichteten). Das ökumenische Seelsorgeteam ist für 1000 Patienten und 2000 Klinikmitarbeiter zuständig und laut Burmann auf „gutem Weg“. Auch der Religionsunterricht von der Grund- bis zur Berufsschule gehört zu den Aufgaben des Dekanats. Fast 300 Unterrichtsstunden sind es pro Woche. „Eine gute Werbung für deren Qualität ist die Tatsache, dass 20 Prozent der teilnehmenden Schüler nicht evangelisch getauft sind, sondern auf Antrag dort teilnehmen.“

Ein Beschluss wurde dann doch gefasst, und zwar die Bestätigung der Jahresrechnung 2016, die mit einem Überschuss von fast 48000 Euro abschloss. Das Geld ging in die allgemeine freie Rücklage.

Direkt nach der Synode ging es hinüber in die Kirche Sankt Veit, wo der emeritierte, schwedische Bischof Eric Aurelius eine mit Spannung erwartete Predigt hielt. Es ging um Luther und um sein Verständnis der Sünde. Modern formuliert, sagte Aurelius, solle man als Christ sein ganzes Tun, das Gute wie das Schlechte, einfach in ein Päckchen mit der Aufschrift „Müll“ bündeln, an Gott geben und auf Vergebung in Christi Willen hoffen. Für Christen gebe es zwei Hauptpersonen: Christus, der einen erlöse, und den Nächsten, der einen brauche.

Untermalt wurde der Gottesdienst mit drei Sätzen aus der Bach-Kantate „Eine feste Burg ist unser Gott“. Dekanatskantorin Johann Larch dirigierte das Kammerorchester der Petruskirche Neu-Ulm und den Chor der Kantorei St. Veit Leipheim und Petruskirche. Das für Leipheim typische Zeichen der Ökumene setzten Pfarrer Gerhard Oßwal („Wir bemühen uns in Leipheim, diese Panne der Reformation zurückzudrehen.“) und katholischer Pfarrer Johannes Rauch („Leipheim ist ein altehrwürdiger evangelischer Ort, doch da geht einiges mit Ökumene. Sankt Veit oder Vitus steht doch für das Vitale, Lebendige.“).

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