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Offingen

20.03.2017

Die Sorgen der Offinger Wehr

Ehrungen und Beförderungen bei der Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Offingen: Im Bild von links: Leoni Richter, Franziska Kopriva, Florian Schmucker, Hans Imminger, zweiter Bürgermeister Robert Hieber, Otto Henz, Kreisbrandrat Robert Spiller und Karsten Feil. Dahinter: Josef Haupeltshofer, Kommandant Georg Augustin, Patrick Müller.
Bild: Peter Wieser

Es fehlt vor allem am Nachwuchs. Im Gerätehaus ist zudem zu wenig Platz.

Kameradschaft, Teamgeist und Einsatzbereitschaft für die Allgemeinheit: Offingen kann sich auf seine Feuerwehr verlassen – das beweist sie seit immerhin 140 Jahren. Knapp 50000 Euro wird die Marktgemeinde demnächst für Renovierungsarbeiten am Gerätehaus investieren. Aber: „Wir brauchen dringend Nachwuchs“, betonte Offingens zweiter Bürgermeister Robert Hieber bei der Dienstversammlung am Freitag.

Diese Sorgen plagen auch Kommandant Georg Augustin. Als die Wehr im vergangenen Jahr ausgerechnet in der Neujahrsnacht zu einem Garagenbrand gerufen wurde, sei zwar ausreichend Personal zur Stelle gewesen und die Zahl der Aktiven mit 46 Feuerwehrfrauen- und Männern höre sich auch als ganz in Ordnung an. Trotz des hohen Ausbildungstandes, zahlreicher absolvierter Lehrgänge, wie auch der guten Zusammenarbeit mit dem Markt, mache er sich allerdings Gedanken für die Zukunft.

Hier muss ein Lösung gefunden werden 

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Beim Einstellen von Personal werde vom Markt gleichzeitig auch ein Mitwirken bei der Feuerwehr nicht gefördert, bemängelte der Kommandant. Zudem seien mehrere ehemalige Aktive durch ihren Wegzug aus Offingen für den Piepser-Einsatz nicht mehr greifbar und neue kämen nicht nach. Auch in Bezug auf die immer mehr beengten Platzverhältnisse im Gerätehaus sollte eine Lösung gefunden werden. Derzeit ist zusammen mit den beiden Booten, dem Wasserwerfer und dem Öl-Licht-Anhänger verschiedenes weiteres Material in einer angemieteten Halle im Industriegebiet untergebracht. Hinzu komme, dass sich die Beschaffung des Versorgungs-LKW’s mit Kran als Ersatz für das „Sorgenkind“, den 32 Jahre alten Rüstwagen, aufgrund unnötiger Bürokratie verschiedener Stellen noch weiter verzögern werde.

Nachdem aus der Jugendfeuerwehr zwei Jugendliche in die aktive Wehr wechseln konnten, beträgt deren Stärke gerade einmal vier Mitglieder. Gerhard Grund, seit zehn Jahren Jugendwart, erhielt zwar großes Lob für seine engagierte Nachwuchsarbeit, sowohl bei Übungen und Umgang mit Gerätschaften, als auch für die vielen Freizeitaktivitäten. Doch er klagte ebenfalls: „Es kommt keiner, es macht keiner mit.“ Man habe Jugendliche angeschrieben und sogar persönlich angesprochen.

Fester Bestandteil der Gemeinde 

Trotz all der Problematik, mit der sich nicht nur die Freiwillige Feuerwehr Offingen auseinandersetzen muss: Was das Miteinander und den Verein betrifft, passt es in Offingen. Ob Maibaumaufstellen, die Teilnahme am Inselfest und die bei zahlreichen kirchlichen Veranstaltungen oder benachbarter Wehren: Der Verein zeige sich als fester Bestandteil im Markt und als lebendiger Treffpunkt für Jung und Alt, so Karsten Feil, der zweite Vorsitzende des Vereins. Seit 26 Jahren würden inzwischen mit regelmäßigen Besuchen die engen Kontakte zur Partnerfeuerwehr im sächsischen Kemptau gepflegt.

Am Freitag wurden Gerhard Grund, Robert Grund und Maximilian Grund für zehn Jahre, Claudia Müller und Josef Haupeltshofer für 20 Jahre, sowie Hans Imminger für 40 Jahre aktiven Dienst geehrt. Den Piepser tragen Florian Schmucker und Gerhard Grund seit zehn und Martin Fisel seit 20 Jahren. Leoni Richter, Franziska Kopriva und Sebastian Konrad wurden zur Feuerwehrfrau beziehungsweise zum Feuerwehrmann befördert, Patrick Müller zum Oberfeuerwehrmann, sowie Josef Haupeltshofer zum Hauptfeuerwehrmann. Weitere Ehrungen gab es auch im Verein: An Otto Henz und Günther Unger für 60 Jahre und an Bernhard Zacher für 70 Jahre Vereinszugehörigkeit.

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