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Sonnwende

23.06.2013

Die Tage werden wieder kürzer: Johannisfeuer in Günzburg

Beim Johannisfeuer auf dem Marktplatz wird der Verein zur Pflege des Brauchtums am Montag Küchlein (Kiachla) an die Kinder verteilen.
Bild: Erika Böck

Mit dem Johannisfeuer wird am Montag die Sonnwende begangen. In Günzburg wird der Johannestag besonders gefeiert.

Man mag es kaum glauben, aber morgen ist schon wieder Sonnenwende. Die Tage werden wieder kürzer und der Verein zur Pflege des Brauchtums Günzburg veranstaltet das alljährliche Johannisfeuer. Teilnehmer und Zuschauer treffen sich am Montag, 24. Juni, um 19 Uhr auf dem Günzburger Marktplatz in der Nähe des Brunnens.

Der Nacht wurde eine besonders positive Wirkkraft nachgesagt

Der 24. Juni ist der Geburtstag Johannes des Täufers. Er geht dem Geburtsfest Christi um sechs Monate voraus und gehört zu den wichtigsten Festen im christlichen Jahresreigen. Johannes der Täufer wird an einer Stelle in der Bibel als „Licht der Heiden“ bezeichnet. Es lag daher nahe, dieses Fest mit einem Feuer zu begehen. Das Feuer sollte dieses Licht symbolisieren und der Bezug zu Johannes dem Täufer ist damit hergestellt.

Sonnwendfeuer wurden allerdings in allen Kulturen und zu allen Zeiten, also schon in der Antike, entzündet. Und immer schon wurde dieser Termin mit religiösen Hintergründen belegt. Die Sonnwendfeuer waren im Volksglauben mit vielen Bräuchen – besonders Reinigungs- und Fruchtbarkeitsriten – verbunden. Der Johannisnacht wurde eine besonders positive Wirkkraft nachgesagt. Allein schon beim bloßen Hineinschauen sollte sich eine gewisse Segens- und Heilwirkung entfachen und Glück bringen. Die Asche galt als besonders wertvoll. Indem man sie auf die Felder ausbrachte, versprach man sich einen höheren Ertrag. Streute sie man dagegen in das eigene Haus, so sollte dieses vor allem Bösen beschützen.

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Sprung über das Feuer

Zum Brauch des Kranzflechtens am Johannestag wird der Obst- und Gartenbauverein vor Ort einiges erzählen. Das Akkordeonorchester Kammeltal, die Kinder der Grundschule Südost und die Tanzgruppe Durandarte des Brauchtumsvereins wollen mit Musik, Gesang und Tanz zum Gelingen des Abends beitragen. Gottfried Schwarz von der Tanzgruppe Durandarte wird durch die Veranstaltung führen.

Im Anschluss an die Darbietungen ist eine weitere Tradition an der Reihe: der Sprung über das Feuer und das Verteilen von Küchlein (Kiachla) an die Kinder. AZ

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