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05.12.2009

Die beste Integration ist eine gute Ausbildung

Dürrlauingen Es wird weiter kräftig modernisiert im Förderungswerk St. Nikolaus in Dürrlauingen. Nachdem im letzten Jahr mit den Bauarbeiten im Westen des Geländes begonnen worden war, erfolgte gestern der Spatenstich für die Modernisierung im Osten des Areals.

Dort entstehen ein Biomasseheizkraftwerk sowie Gebäude für die Ausbildung zum Fachlagerist und zum Textilreiniger. Die Neubauten werden notwendig, um die Ausbildung an die Bedingungen in modernen Betrieben anzupassen.

So haben die Fachlageristen bisher nicht die Möglichkeit, mit dem Gabelstapler zu fahren. Auch Hochregale, wie sie in den heutigen Lagen üblich sind, gibt es in dem Förderungswerk bislang noch nicht. Damit umzugehen ist aber wichtig, um auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können. Schließlich werden im Förderungswerk St. Nikolaus überwiegend Menschen mit Lern- und Mehrfachbehinderungen ausgebildet. "Integration von Menschen mit Behinderung gelingt am besten durch gute Ausbildung, die sich an die Gegebenheiten der Wirtschaft anpasst", betonte Michael Breitsameter, Abteilungsleiter für Berufliche Rehabilitation bei der Katholischen Jugendfürsorge (KJF), dem Träger des Förderungswerks.

Auch der KJF-Geschäftsführer Prälat Günter Grimme legt Wert darauf, dass das Förderungswerk "keine Spielzeug-Ausbildung" bietet. Bei einer kleinen Feier mit den Ausbildungsleitern erläuterte er den Zweck der Baumaßnahmen. Ebenfalls anwesend waren Weihbischof Josef Grünwald (KJF-Aufsichtsratsvorsitzender), Johann Mayr vom Integrationsamt Schwaben, Landrat Hubert Hafner, Dürrlauingens Bürgermeister Edgar Ilg und der Winterbacher Bürgermeister Karl Oberschmid.

Oberschmid ist mit seiner Firma "Planko Bio Net" Lieferant der Hackschnitzel für das neue Biomasseheizkraftwerk. Denn nicht nur die Ausbildungsgebäude aus den 70er- Jahren sind veraltet, auch die Ölheizung. Da der Heizölverbrauch für das gesamte Gelände sehr hoch ist (1,3 Millionen Liter pro Jahr), entschloss sich die KJF, erstmals in einer ihrer Einrichtungen ein Biomasseheizkraftwerk zu installieren. "Fossile Brennstoffe sind nicht die Energieträger der Zukunft", erklärte KJF-Verwaltungsleiter Markus Mayer. Außerdem kann mit dem eigenen Kraftwerk der Dampf für die Textilreinigung selbst produziert werden. Ebenso kann in Zukunft Strom in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden.

Zusammen mit den Bauarbeiten im Westen des Geländes, die letztes Jahr begonnen wurden, bildet der zweite Bauabschnitt den Abschluss der insgesamt 21 Millionen Euro teuren Modernisierung (siehe Zahlen und Daten). Für die schwungvolle musikalische Umrahmung sorgte die Jugendblaskapelle des Förderungswerks mit Märschen und Polkas aus der Feder ihres Dirigenten Michael Brenner.

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