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Umweltwoche

26.03.2014

Die einen sammeln Unrat, die anderen bauen Insektenhotels

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Den Umweltpreis des Landkreises Günzburg erhielten die Grundschüler aus Niederraunau mit ihrer Rektorin Heike Neher und die ehrenamtlich tätige Gruppe „Aktiv. In Günzburg.“ aus Günzburg. Landrat Hubert Hafner ehrte die Preisträger anlässlich der Eröffnung der 40. Umweltwoche des Landkreises in der Schulaula des Dossenberger-Gymnasiums in Günzburg.

Die Gruppe „Aktiv. In Günzburg.“ und die Grundschüler aus Niederraunau erhalten den Umweltpreis des Landkreises. Sie zeigen, was man für die Umwelt tun kann

Jung und lebendig gestaltete sich der Eröffnung der Umweltwoche 2014, die der Landkreis Günzburg unter das Motto „Eine gesunde (Um-)Welt“ gestellt hat. „Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich für den Umweltschutz einzusetzen, und im Jubiläumsjahr der 30. Umweltwoche soll genau diese Vielfalt im Mittelpunkt stehen“, sagte Landrat Hubert Hafner in der Schulaula des Dossenberger-Gymnasiums Günzburg. Beispielgebend seien seit 1986 die jährlichen Preisträger des Umweltpreises, wobei sich der Umweltausschuss des Kreistags heuer für zwei Preisträger entschied. Zum einen für die Gruppe „Aktiv. In Günzburg.“ und zum anderen für die Grundschule Niederraunau.

Stellvertretend für die etwa 40 Ehrenamtlichen der Günzburger Aktiv-Gruppe nahm Rudolf Goßner die Urkunde und den gläsernen Quader des Umweltpreises entgegen. „Seit zehn Jahren pflegen die Mitglieder Grünflächen, Spielplätze und Verkehrsinseln, sammeln Müll und Unrat und beteiligen sich an Umweltschutzmaßnahmen“, sagte Hafner in seiner Laudatio. Anerkennung gab es auch von Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig: „Mit viel Leidenschaft und hohem Zeitaufwand nimmt sich diese Gruppe Ehrenamtlicher ihrer Heimatstadt an, anstatt über Missstände nur zu jammern und sie zu kommentieren.“ Der zweite Preis ging an die Grundschulkinder von Niederraunau, die seit zwei Jahren vor allem in der Mittagsbetreuung Insektenhotels, Vogelnistkästen, Ohrwurmhäuschen und Fledermauskästen bauen. Zusätzlich erstellten sie Schautafeln, die die Passanten über die tierischen Bewohner der aus Kinderhand entstandenen Behausungen und Lebensräume informieren. „Niederraunauer Grundschüler wissen, dass Würmer und Käfer nicht eklig sind, sondern nützlich und wichtig“, freute sich Krumbachs Bürgermeister Hubert Fischer mit den Kindern und Rektorin Heike Neher über die Auszeichnung.

Wie vielfältig größere Kinder und junge Erwachsene in Umweltthemen einsteigen und Positives bewirken können, zeigten anschließend die Schüler des Dossenberger-Gymnasiums, das seit 2007 jedes Schuljahr den Titel europäische Umweltschule und 2009 den Umweltpreis des Landkreises bekam. Schulleiter Dr. Christoph Henzler überließ gerne das Mikrofon den in Sachen Umwelt fitten Fünftklässlern, die mit ihrem Brain-Gym-Sportprogramm Bewegung in die Reihen der Bürgermeister, Kreisräte und der Natur beruflich verbundenen Damen und Herren brachten. Schulumweltbeauftragte Daniela Unger stellte die vielen Facetten der Umwelterziehung vor, die fächerübergreifend verankert ist und von jährlichen Baumpflanzaktionen mit dem Förster über Sammelstellen für Batterien, eigenen Hochbeeten und Mülltrennung bis hin zum grünen Klassenzimmer reicht. Schüler der Oberstufen stellten die Comenius Partnerschaft mit Messina in Sizilien und die Challenge 2020 zur Artenvielfalt anschaulich vor.

Ausstellungen und kulinarische Schmankerl ließen die Feierstunde mit der Gelegenheit zum persönlichen und individuellen Erfahrungsaustausch ausklingen.

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