1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. „Die letzten sieben Worte“ in der Hofkirche

Konzert

18.04.2019

„Die letzten sieben Worte“ in der Hofkirche

Der Kammerchor Vox Humana Ulm mit Streichquintett unter der Leitung von Christoph Denoix präsentierte Haydns „Die letzten sieben Worte unseres Erlösers am Kreuz“ in der Frauenkirche Günzburg.
Bild: Sabine Spiesz/spieszdesign Neu-Ulm

Der Kammerchor Vox Humana Ulm und das Streichquintett La Quinta waren in Günzburg zu Gast

Der Kammerchor Vox Humana Ulm mit seinem Dirigenten Christoph Denoix gastierte in der Frauenkirche Günzburg. Begleitet wurde er vom Streichquintett La Quinta, das aus den Stimmführern der Ulmer Camerata, einem Zusammenschluss von Musiklehrern der Region, besteht.

Aufgeführt wurde eine interessant instrumentierte Fassung des Joseph Haydn’schen Oratoriums „die letzten sieben Worte unseres Erlösers am Kreuz“, die Pfarrer Christoph Wasserrab in seiner Begrüßung als das Vermächtnis Jesu bezeichnete. Kein Komponist habe die Erlösung je so eindrucksvoll in Musik gesetzt, heißt es in der Mitteilung. Denoix gelang es mit seinen 15 Sängern und den fünf Streichern ebenso, die Passion, die Leidenschaft, auszudrücken. Die Wiener Klassiker, als deren Vater Joseph Haydn gilt, haben zu Zeiten der Französischen Revolution der Musik ein neues menschliches Antlitz verliehen.

Dies vermochten die Protagonisten in der Günzburger Kirche dank eines sehr von persönlicher Verve geprägten Interpretationsstils zu vermitteln.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Von den Sopranistinnen über die farbigen Mittelstimmen bis zur sonoren Bassgruppe wussten alle der barocken Lehre entspringenden Figuren Gestalt zu geben und den Text zu Herzen gehend zu übermitteln, ohne das Noble der Klassik an eine rührselige Romantik zu verlieren. Ebenso homogen formte das Streichquintett in sich und in der Begleitung der Singstimmen die Phrasen schlüssig, wobei Primgeigerin Stela Bunea den ihr bereitgestellten Klangraum für ihre Soli zu nutzen wusste.

Die vom Dirigenten austarierte Akustik ermöglichte größte Durchsichtigkeit bei einem harmonisch geschlossenen Klangbild. Das Publikum, das in der noch winterkalten Kirche diese meditative Stunde erlebt hatte, applaudierte und gab lang anhaltende stehende Ovationen. (zg)

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Taekwondo Technik Nord.jpg
Taekwondo

Günzburger Talentschmiede sammelt Medaillen

ad__pluspaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live, aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Plus+ Paket ansehen