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Ichenhausen

10.09.2019

Die neue Rektorin will alle Namen lernen

Cäcilia Tremmel-Wiringer ist neue Rektorin an der Grundschule in Ichenhausen. In ihrer Freizeit malt sie großformatige Bilder.
Bild: Irmgard Lorenz

Cäcilia Tremmel-Wiringer leitet jetzt die Grundschule in Ichenhausen und wird die Nachfolgerin von Robert Kaifer, der ans Schulamt gewechselt hat. Für sie steht das Thema Digitalisierung im Mittelpunkt.

Das Thema Digitalisierung zieht sich durch ihre gesamte Berufslaufbahn. Schon als junge Lehrerin war Cäcilia Tremmel-Wiringer Projektleiterin für neue Medien, Stichwort: Minds – Medienarbeit in der Schule. Dass die Grundschule Ichenhausen in Sachen Digitalisierung so gut aufgestellt ist, war einer der Gründe für Cäcilia Tremmel-Wiringer, warum sie sich als Nachfolgerin von Robert Kaifer, der an das Schulamt gewechselt hat, nach Ichenhausen beworben hat – aber es gibt noch mehr Gründe, warum sie sagt: „Ichenhausen ist meine absolute Wunschschule!“

Medienerziehung schon in der Grundschule

Dass Medienerziehung an der Grundschule ihren festen Platz hat, davon ist die neue Rektorin ebenso überzeugt wie von der Bedeutung der klassischen Medien. „Die Bücher sind immer noch ganz, ganz wichtig“, sagt sie. Und, egal, ob neue oder klassische Medien: „Das Kind steht im Mittelpunkt, und das Lernen“.

324 Mädchen und Buben werden an der Grundschule Ichenhausen unterrichtet, und die neue Rektorin will sie alle mit Namen kennenlernen, viele Kontakte im Schulalltag außerhalb des Unterrichts mit den Schülern knüpfen und pflegen. Jedes Kind will sie als Persönlichkeit wahrnehmen. Jedes Kind soll im Rahmen seiner Fähigkeiten bestmöglich gefördert werden, auch Kinder mit Förderbedarf lernen an der Grundschule Ichenhausen. Dazu passt das Profil Inklusionsschule bestens.

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Die Grundschule Ichenhausen an der Friedrich-Jahn-Straße.
Bild: Bernhard Weizenegger

„Ich bin absolut überzeugt, dass man Inklusion betreiben muss“, sagt Cäcilia Tremmel-Wiringer und sie baut bei dieser Herausforderung nicht nur auf ihr Team, das sie schon in kurzer Zeit als sehr kompetent, engagiert und aufgeschlossen für Neues kennengelernt hat. Die Ziele der Inklusion werden mit Unterstützung von externen Fachkräften verfolgt, und auch auf diese Zusammenarbeit freut sich die neue Rektorin.

Ganztagesschule als „wunderbare pädagogische Unterstützung“

Ebenso gefällt ihr am Konzept der Grundschule Ichenhausen die enge Zusammenarbeit mit dem benachbarten Hort im Rahmen der Offenen Ganztagesschule. An ihrer vorigen Schule gab es eine Gebundene Ganztagesschule und auch diese hat sie als „wunderbare pädagogische Unterstützung“ gesehen. Für die Eltern der Ichenhauser Grundschulkinder sei die OGTS „ein sehr, sehr gutes Angebot“, sie biete ein optimales Lernumfeld. Auch die Zusammenarbeit mit den Kindergärten will die Rektorin pflegen und weiter entwickeln. Bemerkenswert findet sie Unterstützung und Wertschätzung der Grundschule durch die Stadt. Die Kommune habe erkannt, dass Grundschule fundamentale Bildungsarbeit leistet, sagt Cäcilia Tremmel-Wiringer.

„Das Schulprofil trifft für mich ganz genau!“, sagt die 52-Jährige. Inhaltlich bedeutet es kein vollkommenes Neuland für die gebürtige Augsburgerin, die in ihrer Heimatstadt studiert hat und zuletzt zwölf Jahre Rektorin an der Grundschule in Offenhausen (Stadt Neu-Ulm) war. Sie hat sich in Ichenhausen schon umgesehen, liebenswerte Winkel entdeckt und den örtlichen Einzelhandel teilweise kennengelernt. Dass Ichenhausen von schöner Natur umgeben ist, gefällt ihr. Das Schulmuseum hat die neue Grundschulrektorin übrigens schon als Praktikantin während ihres Studiums kennengelernt, und damals war es für sie „einzigartig“, dass es in Ichenhausen Störche gibt.

Kunst im Rektorenzimmer

„Ich bin mit Herz und Seele Lehrerin“, sagt Cäcilia Tremmel-Wiringer und sie freut sich darauf, den Grundschulkindern im Ethik-Unterricht Werte zu vermitteln. Zur Bildung gehört für sie außer der Wissensvermittlung auch die sozial-emotionale Erziehung. Dabei spielen auch die Künste eine Rolle. Cäcilia Tremmel-Wiringer ist passionierte Malerin und hat das Rektorenzimmer mit einigen ihrer großformatigen Gemälde geschmückt. Auch Plastiken ihres Ehemannes, der Künstler ist, hat sie aufgestellt. Als Konrektorin in Nersingen (Landkreis Neu-Ulm) hat sie eng mit der örtlichen Musikschule zusammengearbeitet, dass es auch in Ichenhausen eine Musikschule gibt, öffnet neue Möglichkeiten.

Bei all dem Vorhandenen, was die neue Rektorin mit dem Schulteam pflegen und ausbauen will und bei allem Neuen, gilt aber immer: Mir ist es wichtig, dass es allen in der Schule gut geht“, sagt Cäcilia Tremmel-Wiringer, „unsere Hauptpersonen sind die Kinder, und mein großes Ziel ist, dass sie gerne kommen.“

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