Newsticker

EU sichert sich bis zu 160 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Moderna
  1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Die schillernde Welt des Günzburger Sports

Ehrung

23.11.2017

Die schillernde Welt des Günzburger Sports

Glanzvolle Akrobatik zeigten Turnerinnen aus dem TV Günzburg.  
Bild: Sandra Kraus

Die Stadt zeichnet mehr als 100 Aktive aus 18 Vereinen aus. Zwischendurch wird’s bei der Gala politisch.

Die bunte Glitzerwelt des Günzburger Sports versammelte sich im Forum am Hofgarten zur Sportlerehrung. Über 100 Sportler, vom Schulkind bis zum Senior, aus 18 Vereinen wurden mit Urkunden, Medaillen und Ehrenpreisen bedacht. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig freute sich über die voll besetzten Ränge und sagte: „Die Geehrten sind die Visitenkarte der Stadt.“

Sport sei allerdings ohne Eltern, Trainer, Vereine, Mentoren, finanzielle Sponsoren und kommunalpolitische Unterstützer kaum denkbar. In Bezug auf das aktuelle Thema „Kosten für die Hallenbenutzung“ versicherte Jauernig: „So werden der Stadtrat und ich persönlich das nicht akzeptieren. Wir werden gemeinsam mit dem Landkreis eine vernünftige Lösung finden.“ Es könne nicht sein, dass zum Beispiel im Jugendbereich die Hallengebühren in den landkreiseigenen Sporthallen um bis zu 400 Prozent steigen. Großer Applaus kam auf.

Glückwünsche an die Geehrten gab es auch von Friedrich Birkner, Vorsitzender des BLSV-Sportkreises. „Bayern ist in Bewegung und gleichzeitig in Deutschland das Land des Ehrenamts“, sagte er.

Am Anfang des Ehrungsmarathons, der knapp 120 Minuten dauerte, standen die Ehrenamtlichen. Ihnen widmet die Sparkasse Günzburg-Krumbach jedes Jahr einen Preis. Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Walter Pache betonte: „Jeder Verein braucht Menschen, die immer da sind, wenn man sie braucht.“ Pache verlieh den Sparkassenpreis des Ehrenamts an Reinhold Götzl, der von 2005 bis 2017 den VfL Günzburg als Finanzvorstand durch zum Teil schwierige Zeiten geführt habe, und an Roland Schöniger, der Jahrzehnte als Trainer und aktuell seit 2010 als Präsident des FC Günzburg universell für den Verein da sei.

Der Beifall leitete über in die Ehrung der Mannschafts- und Einzelsportler, für die Jauernig mal einen herzlichen Händedruck, mal die anerkennende High-Five-Geste der Mannschaftssportler wählte und sich trotz der straffen Organisation mit Sportreferentin Martina Haltmayer am Mikrofon Zeit für ein kurzes Gespräch und viele Erinnerungsfotos nahm. Die Geehrten kamen in Trikots, die Botschaften wie „Mia san Aufsteiger“ oder „in Gedenken Jürgen“ trugen, oder in Trachten; sie waren so verschieden wie ihre Sportarten. Es trafen Ballsportler auf die zahlenmäßig absolut am meisten vertretenen Taekwondo-Kämpfer, Kegler auf Kunstturner und Fallschirmspringer Marco Hepp, bei dessen Europameisterschaft es um die höchste Fallgeschwindigkeit ging, auf den Bayerischen Kunstflugmeister Johann Britsch, der als fliegender Wirt bekannt ist. Gleich in zwei Disziplinen (Reiten und Skifahren) erfüllte Samuel Hahn die städtischen Ehrungsrichtlinien, während die gestählten Triathleten drei Sportarten zu einer vereinen. Sport als Zugabe zum eigentlichen Auftrag des Rettens von Leben zeichnet die Rettungsschwimmer aus. Mit zielsicheren Schützen, schnellen Schwimmern und taffen Tänzern näherte sich der Ehrungsmarathon dem Zieleinlauf in Richtung Getränketheke.

Für aktiven Sport auf der Bühne sorgten atemberaubende Shows. Es gab Taekwondo unter der Leitung von Günter Sonner und Mustafa Gürel, Step-Aerobic des TSV Wasserburg, einstudiert von Sabine Nistler, und nachtleuchtende Bodenakrobatik des TV Günzburg, geleitet von Birgit Brandner.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren