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Die traurige Seite der Kommunalwahl

Die traurige Seite der Kommunalwahl
Kommentar Von Till Hofmann
16.03.2020

Da stirbt ein Ehrenbürger und ein Abschiednehmen im großen Kreis ist nicht mehr möglich. Eine Folge der Corona-Pandemie. Auch der Wahlsonntag war ein anderer.

Spannend war’s zum Teil und überraschend manchmal, wie am Sonntagabend im Kreis Günzburg gewählt worden ist. Deftige Niederlagen steckte der eine oder andere Kandidat ein, mit denen vordergründig nicht zu rechnen war.

Und auch eine Wiederwahl kann sich zum kleinen persönlichen Waterloo auswachsen – nämlich dann, wenn nur ein Bewerber oder eine Bewerberin antritt und die Zustimmungsquote ziemlich mau ist. Da muss irgendwas schiefgelaufen sein in der Vergangenheit.

Ob sich die betroffenen Politiker nun freuen oder ärgern über die (fehlenden) Stimmen des Wahlvolkes, ist eigentlich nicht so wichtig. Über die lange vorbereitete und komplexe Kommunalwahl (Chapeau an die vielen Wahlhelfer!) hat sich wie über unseren gesamten Alltag ein Schatten gelegt. Die Stimmung war am Wahlsonntag vielerorts gedämpft, anerzogenes Händeschütteln ist in diesen Tagen und Wochen verpönt.

Die traurige Seite der Kommunalwahl

Keine Trauerfeier für Paul Ermer

Dafür gibt es nur einen Grund: das Coronavirus, das es inzwischen so weit gebracht wird, dass man geliebten Menschen nicht einmal mehr die letzte Ehre erweisen soll, wie es jetzt mit dem Günzburger Ehrenbürger Paul Ermer geschieht. Hunderte wollten Abschied nehmen und machen das nun nicht. Das ist vernünftig. Und sehr traurig.

Lesen Sie dazu auch unseren Wahl-Blog:

Kommunalwahl im Kreis Günzburg: Der Live-Blog zum Nachlesen

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