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Diese Kritik der Grünen am AKW ist unverantwortlich

Diese Kritik der Grünen am AKW ist unverantwortlich
Kommentar Von Christian Kirstges
20.09.2018

Die Bundestagsabgeordnete Kotting-Uhl hat sich erneut das Atomkraftwerk Gundremmingen vorgenommen. Doch die Grundlage dafür taugt nicht für die Kritik.

Die Opposition ist dafür da, Dinge kritisch zu hinterfragen. Das kann sie naturgemäß in vielen Bereichen besser als die Regierung. Deshalb ist eine wachsame „Gegenseite“ richtig und wichtig für eine funktionierende Demokratie. Was die Grünen in Bezug auf das Atomkraftwerk Gundremmingen tun, geht aber weit über ein angemessenes Maß hinaus. Vielmehr setzen sie auf Effekthascherei, in dem sie immer wieder mit denselben Begriffen dieselben Vorgänge kritisieren. Über die Anlage als „das gefährlichste Atomkraftwerk Deutschlands“ zu sprechen, wie es die Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl bei jeder Gelegenheit tut, und „die sofortige Abschaltung“ zu fordern, hat sich abgenutzt. Und daran sind die Grünen selbst schuld.

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Indem die Abgeordnete Vorfälle aus dem Jahr 2012 aufkocht, die längst aufgearbeitet sind, setzt sie nur auf eine schnelle Schlagzeile. Vor allem, da bereits lange klar ist, dass die von ihr herangezogenen Daten nicht zum Vergleich von verschiedenen Anlagen geeignet sind oder dafür, die Gefährlichkeit eines Kraftwerks zu beschreiben. Das hat die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit von vornherein klipp und klar so formuliert – und doch instrumentalisiert die Abgeordnete die Zahlen für ihre Zwecke.

Wenn sie und ihre Partei wollen – was selbstverständlich für jeden anderen genauso gilt –, dass bei wirklich belastbaren Fakten noch jemand hinhört und nicht auch diese als billiges Politikmanöver abtun, sollten sie verantwortungsvoller mit Dokumenten und ihrer Rolle als Opposition umgehen. Und ja: Auch wir als Medien dürfen nicht immer auf den Zug aufspringen.

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