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Günzburg

14.10.2020

Diese Kulturschaffenden bereichern das Leben der Stadt Günzburg

Zehn Personen wurden am Dienstagabend in Günzburg im Forum am Hofgarten ausgezeichnet. Die Kulturschaffenden kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen und prägen das Leben der Stadt mitunter seit Jahrzehnten.
Bild: Michael Lindner

Plus In Günzburg werden zehn Kulturschaffende von der Stadt ausgezeichnet. Wer die Geehrten sind und wie Oberbürgermeister Gerhard Jauernig die derzeitige Lage der Kulturbranche einschätzt.

Zehn Namen, zehn Preisträger. Die Stadt Günzburg hat am Dienstagabend im Forum am Hofgarten junge und erwachsene Menschen ausgezeichnet, die entweder herausragende musikalische Leistungen erbracht oder sich um die Kultur in der Stadt verdient gemacht haben.

Oberbürgermeister Gerhard Jauernig überreichte die Auszeichnungen und sprach in seiner Rede unter anderem über die Probleme des kulturellen Bereichs wegen des Coronavirus: „Die Pandemie hat das gesellschaftliche Leben weltweit auf den Kopf gestellt. Während viele Branchen wieder annähernd im Normalbetrieb sind, ist das Kultur- und Eventleben nach wie vor stark eingeschränkt.“ Die gesamte Branche dürfe nicht nur ideell, sondern müsse auch finanziell unterstützt werden. Noch immer fehle es an tragfähigen Perspektiven, doch gerade deshalb sei es so wichtig, die Ehrung der Kulturschaffenden auch in Zeiten der Pandemie durchzuführen.

Ob dieses Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung jedoch wie geplant durchgeführt werden konnte, war bis wenige Stunden vor der Veranstaltung nicht klar. Da im Landkreis Günzburg stabile Corona-Werte verzeichnet werden, sah es die Stadt als „vertretbar“ und „zeitgemäß“ an, die Ehrung stattfinden zu lassen.

Das sind die Geehrten

Anna Maria Schmal Das junge Mädchen hat bereits mit drei Jahren mit der musikalischen Früherziehung an der Günzburger Musikschule begonnen. Sie geht inzwischen in die dritte Klasse und gewann mit ihrer Harfe dieses Jahr bei Jugend musiziert den ersten Preis.

Pia Antonia Wagner Die Elfjährige stand beim diesjährigen Wettbewerb Jugend musiziert mit ihrer Konzertharfe ebenfalls ganz oben auf dem Siegertreppchen.

Anton Bareis Mit seiner Gitarre überzeugte der Jugendliche nicht nur an diesem Abend in Günzburg, sondern auch bei Jugend musiziert, wo er den ersten Platz errang.

Samira-Fay Winter „Wenn ich singe, bin ich glücklich und fühle mich unerreichbar. Man kann sich sozusagen seine eigene Welt ersingen“, sagte die Ausgezeichnete, die bei Jugend musiziert den ersten Platz beim Gesang erreichte.

Sophie Hain Die 14-Jährige spielt seit fünf Jahren Bariton und kann sich vorstellen, ihre Leidenschaft später einmal zum Beruf zu machen. Sie bestand die D1-Bläserprüfung im Allgäu-Schwäbischen Musikbund im vergangenen Jahr.

Anna Maria Schmal spielte auf ihrer Harfe.
Bild: Michael Lindner

Katrin Rank Für die Ausgezeichnete war es Liebe auf den ersten Blick, als sie das erste Mal Tuba spielte. Auch sie bestand die D1-Bläserprüfung im Allgäu-Schwäbischen Musikbund 2019.

Christine Lerch Der Oberbürgermeister bezeichnete Christine Lerch als „Günzburger Urgestein“. Sie war mehr als 20 Jahre lang die Leiterin des Gospelchors Günzburg und ist unter anderem seit mehr als 30 Jahren Chorleiterin der Kirchenchöre St. Ulrich Deffingen, St. Sixtus Reisensburg und seit etwa 25 Jahren Leiterin des Männergesangvereins Liederkranz Günzburg. Da sie das kulturelle Leben in der Stadt seit vielen Jahren entscheidend mitgeprägt hat, wurde sie nun ausgezeichnet.

Jürgen Rettenmaier Wegen seiner Verdienste als langjähriger Chorleiter wurde Jürgen Rettenmaier geehrt. „Singen macht Freude, gemeinsames Singen bindet Menschen zusammen, lässt sie erfahren, dass sie in Gemeinschaft mehr ausdrücken können“ – so erfreut spricht der Musiklehrer, der seit mehr als 30 Jahren Chorleiter des Chors Camerata vocale Günzburg und der St.-Thomas-Chorschule Wettenhausen ist von seiner Berufung.

Heribert Schretzenmayr Jauernig bezeichnete es als Ehre, mit Heribert Schretzenmayr einen Menschen auszuzeichnen, der sich jahrzehntelang um die Erforschung und Vermittlung der Stadt- und Regionalgeschichte verdient gemacht hat. Der ehemalige Chef der Günzburger Volkshochschule veröffentlichte zahlreiche kunst- und heimatkundliche Schriften.

Rudolf Seibold Ebenfalls wegen seiner langjährigen Verdienste um die Stadtgeschichte wurde Rudolf Seibold geehrt. „Seine Forschungsarbeiten und Publikationen gehören zum Kanon der Günzburger Literatur“, sagte Jauernig.

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