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Ausbildung

18.05.2015

Diese Woche sind die Azubis die Chefs in der Bank

Thomas Gommel, Isabel Marie Huttner und Matthias Roth (von links) sind drei von elf Auszubildenden, die bis Freitag die Sparkasse in Leipheim führen.
Bild: Felicitas Macketanz

Bis Freitag kümmern sich in der Leipheimer Sparkassenfiliale 17- bis 21-Jährige um die Geschäfte.

Leipheim Die Ausbildungsleiterin der Sparkasse Günzburg-Krumbach, Andrea Gruber, ist sichtlich stolz auf ihre Schützlinge. Sie hat ein Projekt mit den Auszubildenden initiiert, das es so noch nicht gegeben hat. Denn ab dem heutigen Montag bis zum Freitag werden sie die Geschäftsstelle der Sparkasse in Leipheim übernehmen.

„Sie sollen versuchen, selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten“, sagt Gruber. Eine Geschäftsstelle, die also nur von elf Auszubildenden, die zwischen 17 und 21 Jahre alt sind, geführt wird? „Ja, jeder von ihnen schlüpft in eine Rolle, zum Beispiel als Geschäftsstellenleiter. Aber wir werden sie natürlich betreuen und vor Ort sein“, erklärt die Ausbildungsleiterin. Für die jungen Erwachsenen bedeutet das viel Arbeit und vor allem Eigeninitiative. Zumal sie anfangs nicht mit so viel Verantwortung gerechnet hätten.

Die Idee war bereits da, einmal das Sagen zu haben. „Und dann“, sagt der Auszubildende Eric Lämmerhirt, „ließ Frau Gruber die Bombe platzen und erklärte, wir sollen tatsächlich eine Geschäftsstelle führen“. Im November wurde das Projekt bei einem Führungskräftetreffen vorgestellt und gefragt, welche Geschäftsstelle den Schlüssel an die Auszubildenden abgeben möchte. Nach etwa eineinhalb Wochen meldete sich daraufhin die Leipheimer Sparkasse.

Diese Filiale hat am vergangenen Freitag den Schlüssel in die Hände der Auszubildenden übergeben. Der Teilmarktleiter Winfried Leichtle vergleicht die Aufgaben, die auf die Azubis zukommen, mit dem Sprung ins kalte Wasser. Er betont auch, dass so ein Projekt nur mit motivierten Azubis zustande kommen kann. Und Eric Lämmerhirt bemerkt jetzt schon, dass das Geschäft zu führen eine anspruchsvolle Aufgabe sei.

Angst haben die Azubis trotzdem nicht, wie der 20-jährige Krumbacher Thomas Gommel erklärt: „Ich werde auf Kunden zugehen und muss mich auf neue Situationen einlassen. Sorge habe ich nur vor Kunden, die dann eventuell das Gespräch abbrechen.“ In diesem Fall sind Berater vor Ort, die ihm helfen würden. Und auch der 18-jährige Matthias Roth aus Breitenthal ist gespannt auf seinen Einsatz am Schalter. „Am meisten freue ich mich auf die selbstständige Arbeit“, sagt er.

Das Motto des Projekts lautet „Fit for future – Zukunft denken“, und das haben sich die Azubis, die alle im zweiten Lehrjahr sind, selbst ausgedacht. Die Idee zum Projekt hatte allerdings Andrea Gruber. „Sie sollen die Praxis erleben und so ist ’Fit for future’ entstanden.“ Sie sagt auch, dass das nur mit viel Vertrauen möglich sei, dass die Azubis bekommen hätten.

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