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Garten-Serie (3)

04.08.2020

Digital zum perfekten Grün im Leipheimer Garten von Familie Müller

Rasenroboter und andere Hilfsmittel erleichtern technisch und digital die Arbeit und sorgen für ein gepflegtes Gesamtbild.
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Rasenroboter und andere Hilfsmittel erleichtern technisch und digital die Arbeit und sorgen für ein gepflegtes Gesamtbild.
Bild: Andreas Brücken

Plus Bei Familie Müller in Leipheim sorgen technische Helfer für mehr Freizeit. Der Rasen bedeutet hier jedenfalls keinesfalls Arbeit. Es ist ein Stück Lebensqualität, hier zu sein.

Der ehemalige Bundespräsident Johannes Rau hat einmal gesagt: „In einem Terminkalender ist nichts so wichtig, wie eine Stunde Muße im Garten einzuplanen.“ Der Garten ist ein Rückzugs- und Sehnsuchtsort. Ein Platz, um Kraft zu tanken und gleichzeitig einer, der Zuwendung erfordert. Wir schauen uns in Gärten im Landkreis um, beleuchten in dieser Serie ganz unterschiedliche Aspekte und freuen uns, wenn Sie auf dieser „Gartenreise“ mit dabei sind.

Der topgepflegte Rasen mit einer Fläche von etwa 120 Quadratmetern bedeutet für Achim Müller keinesfalls Arbeit. Wie für den Rest seines Gartens ist die Beschäftigung im heimischen Grün ein Stück Lebensqualität, wie er sagt. Seine Partnerin Silvia Lunz geht sogar noch ein Stück weiter und beschreibt die Beschäftigung mit ihren Pflanzen als „genussvolle Urlaubszeit“.

Dabei lassen sich die beiden die Arbeit auch mal von technischen Helfern abnehmen. Feine Düsen besprühen ferngesteuert das Gemüse im Gewächshaus und nicht ohne Stolz demonstriert Müller, wie er per Handy-App den Rasensprenger scheinbar aus dem Nichts hervorzaubert: Wie von Geisterhand geführt fährt die Düse zwischen den Grashalmen hervor und beginnt sogleich damit, die Fläche zu wässern. Gleichzeitig sorgt ein Rasenmäherroboter dafür, dass das gut bewässerte Grün nicht zu hoch sprießt. Gelassen und akribisch zieht der Rasenroboter seine Runden, bevor er nach getaner Arbeit wieder unter seine Garage fährt.

Dieser Leipheimer Garten ist "Wellness für die Füße"

Als Ergebnis der perfektionierten Pflege präsentiert Müller eine samtweiche Rasenfläche und bringt es mit seinem Kommentar „Wellness für die Füße“ auf den Punkt. Das Dach für den Roboter hat der 58-jährige Hobbygärtner übrigens selbst entworfen und sich damit ein Geschäft aufgebaut: Seit einigen Jahren fertigt der findige Tüftler für die verschiedensten Hersteller die Roboterports an. „Mein Garten ist also auch ein Versuchslabor für meine Entwicklungen“, sagt Müller. Als „Smartgardening“ bezeichnet der leidenschaftliche Gartenliebhaber sein Konzept für das heimische Grün.

Für Achim Müller ist der topgepflegte Rasen der Stolz des Gartens. Täglich sorgen der Mähroboter und der automatische Rasensprenger für saftiges Grün.
Bild: Andreas Brücken

Ein Hightechpark für Hobbygärtner soll das rund 240 Quadratmeter große Grundstück hinter dem Reihenhaus jedoch nicht sein, ist sich das Paar einig. Denn bei aller Technik wollen die beiden ihren Garten vor allem genießen. Vor etwa zehn Jahren beschloss Silvia Lunz, den bis dahin vernachlässigten Garten aus dem Dornröschenschlaf wachzuküssen und sich mit dem Stück Natur selbst zu verwirklichen.

„Es ist einfach schön, wenn man den Duft der Rosen riecht, das Plätschern der Fische erlebt oder das Zwitschern der Vögel hört." Der Blick von der Terrasse auf den kleinen Teich, hinüber zu den Rosenbüschen, beschert den beiden den Ausgleich zum hektischen Arbeitstag, wie sie sagen. Hier tummeln sich zahlreiche Goldfische und zeigen sich während der Abendstunden in der gläsernen Wassersäule, die aus dem Teich ragt.

Selbst im Ausland lässt sich das Wachstum der Pflanzen beobachten

Über eine Videokamera kann Müller das Wachstum seiner Pflanzen beobachten – online, selbst aus dem Auslandsurlaub. Der fiel in diesem Jahr jedoch wegen der Corona-Pandemie aus. Doch das sei nicht schlimm gewesen, erklärt Müller und zeigt auf einen geräumigen Strandkorb, der als neueste Anschaffung den Garten der beiden ziert. „Das ist der Ersatz für unsere Ferien an der Ostsee, die nicht stattgefunden haben“, sagt Silvia Lunz und Achim Müller ergänzt, dass sie wohl nicht alleine diese Idee für das Möbelstück gehabt hätten: Denn die wohligen Sitzgelegenheiten aus dem Norden seien weitgehend ausverkauft gewesen.

Silvia Lunz hat den Garten aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Mit viel Arbeit und Liebe ist aus der schlichten Grünfläche eine blühende Oase geworden,
Bild: Andreas Brücken

Auch wenn zur kalten Jahreszeit Fauna und Flora scheinbar regungslos in den Winterschlaf fallen, wollen die beiden auf keinen Fall auf den Ausblick in die Natur verzichten. Dann rückt der technikbegeisterte Hobbygärtner mit zahlreichen Lichterketten den Garten ins rechte Licht.

Lesen Sie hier die ersten beiden Teile unserer Garten-Serie:

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