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Handball

29.07.2020

Drei Bausteine für das Projekt „Klassenerhalt“ des VfL Günzburg

Mit ihnen ist der Kader des Drittliga-Aufsteigers komplett: Oliver Köppel, Matevz Kunst und Anes Becic (von links) spielen für den VfL Günzburg.
Bild: Verein

Drittliga-Aufsteiger VfL Günzburg schließt die größte Baustelle im Kader. Was die Neuzugänge auszeichnet - und wer das Team verlässt.

Das Kapitel Kaderplanung ist abgeschlossen. Die Handballer des VfL Günzburg haben Oliver Köppel, Anes Becic und Matevz Kunst verpflichtet. Damit ist klar, dass der Drittliga-Aufsteiger sein erfolgreiches Team um insgesamt fünf Neuzugänge erweitert. Zuvor hatte Sportleiter Fabian Schoierer bereits Balász Tóth und Luca Kaulitz unter Vertrag genommen. Als Abgänge stehen dem Frieder Bandlow, Jonas Guckler, Jonas Lehr und nun auch Alexander Jahn gegenüber.

Jahn folgte seinen früheren A-Jugend-Kumpels Louis Dück und Devin Ugur zum künftigen Drittliga-Rivalen TSV Blaustein. Trainer Jan Behr sieht in ihm nach einer verletzungsreichen vergangenen Spielzeit vor allem eine zusätzliche Einsatz-Option. „Jahn kann mit dem Team Erfahrungen sammeln und sich gut weiterentwickeln. Für uns ist es wichtig, dass wir unsere Stammspieler punktuell verstärken und stützen“, kommentierte er die Verpflichtung des jungen Rückraumspielers.

Ohne Linkshänder keine Siegchance

Unterdessen freuen sich Cheftrainer Gábor Czakó und Kapitän Patrick Bieber auf die anstehenden Vorbereitungseinheiten mit dem nun kompletten Kader. Heilfroh sind alle Günzburger, dass die bislang größte Baustelle nun geschlossen ist, denn Anes Becic wird die Lücke auf der Rechtsaußen schließen. Schon in der Bayernliga-Runde konnte das spätere Meisterteam jedes Fehlen von Bandlow nur mit viel Mühe einigermaßen kompensieren. Ohne einen spielstarken Linkshänder aber ist es in der dritten Liga schier ein Ding der Unmöglichkeit, Spiele zu gewinnen. Nach längerer Suche nun haben die VfL-Macher in Becici einen cleveren Linkshänder mit einem guten Auge und einem lockeren Handgelenk gefunden und ihn vom österreichischen Zweitligisten HC Trofaiach losgeeist. Becic spielte sowohl für die Jugend- als auch für die Männer-Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina. Er gelangte von seinem Heimatverein HC Bosna Sarajevo über den israelischen Verein HC Maccabi Tel Aviv nach Österreich.

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Der 29-jährige Oliver Köppel spielte in der vergangenen Saison beim Fünftligisten TV Altenstadt auf Rückraum-Mitte. Er sammelte all seine Handball-Erfahrung exklusiv jenseits der bayerischen Grenze. Das gefiel den Günzburgern, denn der württembergische Handball unterscheidet sich vom bayerischen insbesondere durch eine deutlich offensivere Interpretation der Abwehr sowie, daraus folgend, durch ein deutlich schnelleres Offensivspiel, das weniger Augenmerk auf den Rückraum legt. Da in der kommenden Saison das Gros der Günzburger Gegner in Baden-Württemberg zu Hause ist, hofft Trainer Czakó, dass sein Team von Köppels langjähriger Erfahrung mit der alternativen Interpretation des Handballs profitieren wird.

Aus Slowenien nach Schwaben

Matevz Kunst kommt vom slowenischen Erstligisten MRD Dobova an die Donau. Der talentierte und wurfstarke 22-Jährige soll als Allrounder den Günzburger Rückraum unterstützen. Der neue Co-Trainer Sandro Jooß ist überzeugt, dass Matevz dem Aufsteiger-Team als Alternative guttun wird. Ein späterer Saisonbeginn in Verbindung mit dem Zusatzaufwand, nun in einer 18er-Spielgruppe anzutreten, würde insbesondere für die Rückraumspieler um Pascal Buck eine kaum machbare Belastung darstellen.

Vordergründig hoffen die VfL-Verantwortlichen, durch die Verpflichtungen einen weiteren kleinen Baustein im Projekt „Klassenerhalt“ gefunden zu haben. Der Kader ist qualitativ besser geworden und nun auch erheblich breiter aufgestellt, was den Blick auf die Strapazen der kommenden Saison erheblich optimistischer macht. (zg)

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