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Reitsport

19.09.2019

Dressurreiten auf der Sonnenseite

Das Juwel des Reit- und Fahrvereins Günzburg ist der Dressurplatz. Hier werden vom 20. bis 22. September die schwäbischen Meisterschaften ausgetragen. Unter anderem gibt es dann drei Prüfungen der schweren Klasse. Vereinschef Thomas Lang freut sich auf die Herausforderung.
Bild: Bernhard Weizenegger

Die schwäbischen Meisterschaften finden ab 20. September in Günzburg statt. Sportliche Höhepunkte der drei Reitertage sind drei Prüfungen der schweren Klasse.

An prickelnde Herausforderungen aller Art ist das Organisationsteam des RFV Günzburg seit Jahrzehnten gewöhnt. Die Vorfreude auf das von Freitag bis Sonntag anstehende 35. Herbstturnier ist dennoch eine ganz spezielle: Diesmal geht’s auf der Reitanlage unweit des Kreiskrankenhauses um Titel, genauer, um die schwäbischen Meisterschaften der Dressurreiter. Junioren I und II, Junge Reiter (das ist die Altersklasse bis 25 Jahre) und Reiter suchen ihre Besten. Die Besucher dürfen sich auf insgesamt drei Prüfungen der schweren Klasse freuen – das ist einzigartig im regionalen Turnierkalender. Zum Finale der Reiter am Sonntag (ab 14.30 Uhr) gibt’s eine Zwei-Sterne-Dressuraufgabe Intermediaire I.

„Wie die Jungfrau zum Kind“


Zu diesen Titelkämpfen kam der RFV Günzburg „wie die Jungfrau zum Kind“, bemerkt Vereinschef Thomas Lang. Die Prüfungen wurden in den vergangenen Jahren stets in Königsbrunn ausgeritten. Beim dortigen Verein gab es Ende des vergangenen Jahres einen Personalwechsel im Vorstand – gefolgt von der Entscheidung, die Rolle des Gastgebers abzugeben. Dass der Bezirksverband daraufhin in Günzburg nachfragte, wertet Lang als „deutliches Zeichen der Wertschätzung.“ Aber es war auch logisch, denn die sportlichen Voraussetzungen auf dem Günzburger Dressurplatz sind bekanntermaßen top. Und in Sachen Organisation sind die Günzburger eingespielt – was Nachbarschaftspflege ausdrücklich einschließt, wie Lang betont. Im Vorfeld der Veranstaltung habe sich nämlich immer deutlicher konkretisiert, dass sich der Personalaufwand für eine schwäbische Meisterschaft gegenüber sonst in etwa verdreifacht. „Und das reicht vermutlich gar nicht“, bemerkt der Vereinsvorsitzende. Er ließ also seine guten Kontakte spielen und kann nun auf Helfer aus dem ganzen Landkreis setzen.

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Unbegründet war letztlich seine leise Sorge, man müsse aufgrund dieses Aufwands das komplette Turnierprogramm einstampfen. Im Ergebnis „haben wir das bisherige Konzept nur nach oben angepasst“, berichtet Lang. Bedenken, es könnten in der Dressur zu viele Anfragen kommen, löste der Reit- und Fahrverein von vornherein, indem er für die A- und L-Prüfungen nur Starter aus bayerisch-schwäbischen Vereinen zulässt.

Geblieben sind die seit Jahren dokumentierten Probleme auf dem Springplatz. Inzwischen ist hier die sportliche anspruchsvollste Herausforderung des Wochenendes zu einer L-Prüfung am Sonntagnachmittag (ab 16 Uhr) verkümmert. Und trotzdem gibt es eine positive Entwicklung: In fast allen Aufgaben werden aufgrund der hohen Nennungszahlen zwei Abteilungen nötig. Lang spricht sogar von einer „deutlichen Tendenz nach oben“.

Entscheidung auch auf Kreisebene

Entschieden wird anlässlich der Günzburger Reitertage auch die Kreismeisterschaft. Das neue Konzept, die Titelkämpfe auf mehrere Turniere im Landkreis aufzuteilen und die Gewinner nach einem Punktesystem zu küren, hat die Teilnehmerzahlen in Dressur und Springen ansteigen lassen. Ungefähr 80 Starter waren heuer unterwegs, um in Günzburg (Frühjahrsturnier), Bleichen, Jettingen, Edelstetten und zum Abschluss noch einmal in der Kreisstadt (Herbstturnier) Punkte zu sammeln.

Welche Reiter mit welchen Pferden letztlich vor Ort sein werden und ob vielleicht sogar noch der eine oder andere bekannte Namen in Günzburg auftaucht, bleibt wie immer bis kurz vor Turnierbeginn offen. In den vergangenen Jahren habe es immer bis zu 20 Prozent Nachnennungen gegeben, berichtet der Vereinschef.

Julia Remmele Zweite im Springreiten

Übrigens: Die schwäbischen Meister im Springreiten sind bereits gekürt. In Illertissen setzten sich bei den Männern Markus Rudolph (RC Oberbeuren) auf Shakira und bei den Frauen Stefanie Görlich (RFV Bad Wörishofen) auf Cajenne durch. Zweite wurde hier Julia Remmele (RTG Offingen) auf Fabiola.

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