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15.06.2009

Dringende Reformen sollten Schule machen

Landkreis (zg) - Aktuelle schulpolitische Probleme haben Max Schindlbeck, Adalbert Sedlmeier, Johann Lenk und Ulrike Egger als Vertreter des Kreisverbandes Günzburg im Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverband (BLLV) mit dem CSU-Landtagsabgeordneten Alfred Sauter diskutiert.

Johann Lenk, Referent für Dienstrecht und Besoldung, zeigte zunächst Probleme bei der Umsetzung der aktuellen Beamtenreformen im Lehrerbereich auf. Sauter versicherte, dass der Landtag an den vorgesehenen Beförderungsmöglichkeiten für Lehrkräfte ungeachtet der jüngsten Steuerschätzung festhalten werde. Ebenso wenig werde an den Eckpunkten für das neue bayerische Dienstrecht, das wohl 2011 in Kraft treten werde, gerüttelt. "Wir stehen zu unseren Zusagen", betonte Sauter.

Vieles ist noch offen

Noch offen sei, wie die ebenfalls geplante Rückführung der Wochenarbeitszeit der Beamten letztendlich umgesetzt werde. Derzeit sei an ansparende Arbeitszeitkonten gedacht, die im Zusammenhang mit der Ruhestandsregelung des Einzelnen entsprechend zeitlich ausgeglichen werden könnten. Ebenfalls nachgedacht werde über ein Nachfolgemodell zur Altersteilzeit ab 2010 mit teils veränderten Einzelbedingungen im Vergleich zu den derzeit geltenden Bestimmungen.

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Offen sei auch noch die Frage, inwieweit sich für die Tarifbeschäftigten Altersteilzeitmöglichkeiten ab 2010 ergeben werden.

Der Kreisvorsitzende Max Schindlbeck stellte die BLLV-Grundschulaktion "Unsere Kleinen ganz groß!" vor.

Sechs Forderungen

Für die Grundschule stellt der BLLV sechs Forderungen auf:

l Die Grundschule benötigt deutlich mehr Personal zur individuellen Förderung.

l Die Klassen- und Gruppenstärken müssen stark reduziert werden.

l Solange das Schulsystem kleine Kinder schon mit zehn Jahren in verschiedene Schularten aufteilt und damit einen unerträglichen Leistungs- und Leidensdruck erzeuge, sollte vor allem der Elternwille beim Übertritt zählen.

l Sinnvoll wäre es, die gemeinsame Schulzeit in der Grundschule auf mindestens sechs Jahre zu verlängern.

l Um die Qualität der Primarschule zu steigern, seien auch Reformen in der Lehrerbildung erforderlich.

l Sachlich ungerechtfertigt sei die unterschiedliche Bezahlung der einzelnen Lehrergruppen. Grundschullehrkräfte leisteten einen entscheidenden Beitrag zum Bildungsweg eines Jugendlichen und müssten deshalb den gleichen Lohn erhalten wie alle anderen Pädagogen.

Auf die Probleme der Förderschulen wies die Fachreferentin und Rektorin der Schule in Dürrlauingen, Ulrike Egger, hin. Im Landkreis Günzburg gebe es dramatische Notfälle, die völlig mittellos seien. Sauter versprach rasche Abhilfe.

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