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Landkreis Günzburg

24.12.2020

Durchgehender Wildschutzzaun schützt den Verkehr auf der A8

Der Wildschutzzaun entlang der Autobahn schützt die Verkehrsteilnehmer vor Unfallgefahren durch plötzlichen Wildwechsel.
Bild: Bernhard Weizenegger

Die letzte Lücke zwischen Augsburg und Ulm-Elchingen ist nun geschlossen. Die Autobahnpolizei Günzburg freut sich über die Fertigstellung und hat gute Tipps.

Eine Sorge weniger haben Autofahrer, die auf der Autobahn zwischen Augsburg und dem Autobahnkreuz Ulm-Elchingen unterwegs sind. Wildtiere werden ihnen künftig nicht mehr gefährlich werden. Die letzte Lücke im Wildschutzzaun wurde nun auf 32 Kilometern Länge geschlossen.

Zur Vermeidung von Wildunfällen wurde beidseitig der A8 ein 1,6 Meter hoher Wildschutzzaun zwischen dem Günzburger Stadtteil Leinheim (Betriebs-km 94,5) und dem Autobahnkreuz Ulm-Elchingen (Betriebs-km 111,3) errichtet.

Die Kosten für den 32 Kilometer langen, beidseitigen Wildschutzzaun trägt die Bundesrepublik Deutschland.
Bild: Bernhard Weizenegger

Im Zusammenhang mit dem sechsstreifigen Ausbau der A8 zwischen Augsburg und Günzburg wurde im Rahmen des Konzessionsvertrages mit der Betreibergesellschaft Pansuevia bis September 2015 bereits auf der gesamten Neubaustrecke von Augsburg-West (km 54,0) bis Leinheim (km 94,5) ein Wildschutzzaun errichtet. Bis Ende Februar 2020 wurden im Bereich der geplanten Wildschutzzauntrasse Rodungsarbeiten durchgeführt.

Auf Gefahrensituation vorbereiten

Als naturschutzrechtliche Ersatzmaßnahmen wurden vor allem Blühflächen angelegt. Von Juli bis Dezember 2020 haben die Arbeiter Betonfundamente für Zaunpfosten und Tore auf Straßengrund gesetzt und den Zaun montiert. Der 32 Kilometer lange, beidseitige Wildschutzzaun zwischen Leinheim und dem Autobahnkreuz Ulm-Elchingen dient der Verbesserung der Verkehrssicherheit auf der hoch belasteten A8. „Wir sind froh um den Lückenschluss“, betont auch Werner Schedel, Leiter der Autobahnpolizeistation (APS) in Günzburg. Schedel erinnert sich an einen Wildunfall, bei dem eine ganze Wildschweinrotte die Fahrbahnen überquerte. „So eine Begegnung bei hoher Geschwindigkeit möchte man sich nicht vorstellen“, sagt der Polizeibeamte.

Bislang habe es relativ wenige Wildunfälle auf der Autobahn gegeben. „Die A8 gibt es ja nicht erst seit gestern und die heimischen Wildtiere kennen die Gefahrenstellen“, sagt Schedel aus Erfahrung. Viel häufiger seien Begegnungen mit Tieren auf weniger befahrenen Straßen. Dennoch schade es nicht, sich auf solche Situationen vorzubereiten, um richtig zu reagieren. Das heißt dann: Lenkrad festhalten, möglichst stark abbremsen und das Fahrzeug in Fahrtrichtung halten.

Im beidseitigen Wildschutzzaun gibt es in regelmäßigen Abständen offene Türen oder Wartungstore.
Bild: Bernhard Weizenegger

Die Kosten des Wildschutzzaunes werden von der Bundesrepublik Deutschland getragen. Die mit der Autobahndirektion Südbayern abgestimmte Planung und Bauausführung erfolgte durch die Pansuevia. Bis Mitte 2021 werden auch noch die Regenrückhaltebecken entlang der Strecke eingezäunt.

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