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Barrierefreiheit

24.10.2018

Ein Aufzug für das Haus der Bildung

Ins Haus der Bildung Günzburg soll auch die Hochschule Neu-Ulm mit dem ersten Technologie-Transferzentrum einziehen. Höchste Zeit, dass das historische Gebäude auch barrierefrei ausgerüstet wird, findet die SPD-Fraktion.
Bild: Weizenegger

Warum die SPD-Fraktion die Einrichtung gerade jetzt für besonders notwendig hält

Barrierefrei 2023: An diesem Projekt nimmt Günzburg als eine von 16 bayerischen Modellkommunen teil. Doch bis zur kompletten Barrierefreiheit in der Stadt ist es ein weiter Weg. Mit einem Antrag zum Haus der Bildung in Günzburg möchte die SPD-Fraktion im Stadtrat nun einen weiteren Schritt auf diesem Weg in Gang bringen.

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„Im Haus der Bildung treffen sich täglich viele Menschen, die das große Angebot der Vhs Günzburg an Kursen und Vorträgen wahrnehmen. Zudem wird im Jahr 2020 dort die Fachhochschule Neu-Ulm ein Technologie-Transferzentrum mit Schwerpunkt „Informationsmanagement“ eröffnen“, heißt es im Antrag, den Helga Springer-Gloning und Siegfried Ranz namens der Fraktion gestellt haben. „Eine Teilnahme am Gesamtangebot im „Haus der Bildung“ ist für Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte mit Gehhilfen (langzeitig/vorübergehend) – altersbedingt, nach Unfällen/Operationen, für Menschen mit erheblichen Rücken-, Herz- und Kreislaufbeschwerden gar nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich“, bemängeln die Stadträte.

Die Funktionsräume im Erdgeschoss würden von der Volkshochschule für spezielle Angebote benötigt, deswegen sei eine Verlagerung von den Obergeschossen nach unten kaum möglich. Die Kurse im EDV-Bereich können nur im ersten Obergeschoss des Gebäudes angeboten werden.

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Die Studiengänge der Fachhochschule Neu-Ulm dürften ebenfalls ausschließlich im 2. Obergeschoss des Dossenbergerhauses stattfinden können. „Hier wollen wir noch anmerken, dass das hier geplante Studien-Angebot gerne von jungen Menschen mit Körperbehinderungen für deren Berufsausrichtung angestrebt wird“, heißt es im SPD-Antrag.

Muss es aber gleich ein Aufzug sein? Die Kommunalpolitiker meinen: ja. Die Einrichtung von Treppenplattformliften als Hilfe zum Erreichen der Obergeschosse für den oben erwähnten behinderten Personenkreis sei ihres Erachtens nicht ausreichend. „Die Benutzer sind auf die Mithilfe von Mitarbeitern im Hause angewiesen, die im Bedarfsfall mit einem Schlüssel die Geräte in Betrieb setzen. Bei Veranstaltungen am Abend dürfte die Bedienung deshalb kaum möglich sein.“ Die von Rollstuhlfahrern gewünschte mögliche Selbstständigkeit sei hier nicht gegeben. Außerdem würde ein erheblicher Teil von Menschen mit mobilen Einschränkungen dieses Angebot nicht nützen können.

Für die SPD-Fraktion ist klar, dass die vielfältigen wertvollen Angebote im „Haus der Bildung“ im wirklichen Sinn barrierefrei, also uneingeschränkt von allen Bürgern wahrgenommen werden können müssen. Deshalb beantragen sie die Errichtung eines Aufzugs für das „Haus der Bildung“. (zg)

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