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Einsparung

21.01.2015

Ein Blockheizkraftwerk im Industrieeinsatz

Mit Energie bei der Sache, von links: Alois Scheffler von der Abteilung Sicherheit und Umwelt, Elektromeister Siegfried Schnitzler, der das BHKW betreut, und Energiemanager Johann Schmid, Projektleiter BHKW.
Bild: Borgers

Bei Borgers Süd in Krumbach setzt man auf Kraft-Wärme-Kopplung

Im Juli 2014 wurde beim Automobilzulieferer Borgers Süd in Krumbach das erste Blockheizkraftwerk (BHKW) der Borgers-Unternehmensgruppe in Betrieb genommen. Mit der neuen Anlage zur Gewinnung von „eigenem“ Strom und Wärme setzt der Standort seitdem erfolgreich auf die Zukunftstechnologie der Kraft-Wärme-Kopplung. Vorteilhaft ist hierbei vor allem, dass die Energie dort erzeugt wird, wo sie benötigt wird. Dadurch werden die beim Stromtransport üblichen Übertragungsverluste vermieden und die entstehende Motorenabwärme kann voll – etwa für die Warmwasseraufbereitung – genutzt werden. Das BHKW vom Hersteller AVS mit einer elektrischen Leistung von 203 Kilowattstunden (kWh) und einer thermischen Leistung von 248 kWh wird mit Erdgas betrieben und ist für den Eigenbedarf des Werkes in Krumbach ausgelegt.

Der Strom wird direkt in das Firmennetz eingespeist und versorgt die elektrischen Verbraucher. Mit der Abwärme des BHKW werden Heizungs- und Brauchwasser für die Sozialeinrichtungen und die Zuluft-Anlagen erhitzt. Bei einer geplanten Laufzeit von 6000 Stunden pro Jahr liefert das Blockheizkraftwerk 1,2 Gigawatt Strom und 1,5 Gigawatt Wärme. Zum Vergleich: Der erzeugte Strom entspricht ungefähr dem Jahresbedarf von 300 Haushalten.

Bereits 2013 wurde bei Borgers Süd ein Energiemanagementsystem in das seit 2005 bestehende Umweltmanagementsystem integriert und durch den TÜV Rheinland zertifiziert. Der Großteil an Stromverbrauchern wurde mit Stromzählern ausgestattet, sodass der Verbrauch den einzelnen Fertigungsanlagen und sonstigen Geräten zugeordnet werden kann. Einsparpotenziale können damit systematisch ermittelt und erschlossen werden.

Borgers Süd-Geschäftsführer Josef Lutz erklärt: „Durch die technisch hochmoderne Anlage produzieren wir in Krumbach unseren eigenen, deutlich günstigeren Strom und können zusätzlich unsere Kosten für die Warmwassererzeugung reduzieren, indem wir die bei der Stromerzeugung entstehende Motorenabwärme nutzen und in unser Heizungssystem einspeisen. Auf diese Weise haben wir allein in den ersten drei Monaten rund 50000 Euro Energiekosten eingespart. Dem stehen Gesamtkosten von ‚nur’ 300000 Euro für Anschaffung und Aufbau der Anlage gegenüber, sodass sich diese Investition schon in kurzer Zeit rechnen wird.“ (pm)

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