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Landkreis Günzburg

14.04.2020

Ein Film über das Schlachtfeld im Kampf um Strom

Edwin Kraus inmitten des Publikums bei der Vorstellung seines Films „Power to Change“ in Offingen.
Foto: Peter Wieser

In den Offinger Donau-Lichtspielen hat der in Rettenbach aufgewachsene Edwin Kraus vor vier Jahren seinen Streifen vorgestellt. Am Mittwoch läuft der Film auf ARD.

Wenn für einen Film Sponsoren, Investoren und andere Unterstützer rund eine Million Euro sammeln, damit er zustande kommt, muss es sich um etwas Bedeutendes handeln. Um was es geht, ist im April in den Donau-Lichtspielen in Offingen zu sehen gewesen. Der Film „Power to change – die Energierebellion“ ist am Mittwoch, 15. April, um 23.15 Uhr in der ARD zu sehen, außerdem ist er in der Mediathek verfügbar. Das Werk dreht sich um die Energiewende und läuft nun in mehr als 30 Ländern, teilt Kraus mit. Der Film habe mehrere internationale Auszeichnungen erhalten.

Edwin Kraus, gebürtiger Günzburger und aufgewachsen in Rettenbach, ist Initiator und einer der Hauptdarsteller des Films „Power to Change“. In mehr als 40 Jahren hat sich Kraus als Unternehmer und Kaufmann mit erneuerbaren Energien nicht nur beschäftigt, sondern auch für sie gekämpft. „Die 4. Revolution“, der Dokumentarfilm des Regisseurs Carl A. Fechner, der anhand beispielhafter Projekte die Vision einer solchen Energieversorgung darstellt, gab für Kraus den Anstoß. Emotional berührt traf er die Aussage: „Wir machen jetzt die 5. Revolution.“

Aufbruchstimmung zur Energiewende

Zunächst ohne sein Wissen kam mit Hilfe eines seiner Mitarbeiter der Kontakt zu Fechner zustande. Der wiederum war von der Idee begeistert. Am 13. Juli 2012 wurde der Verein „Energiewende Hohenlohe“ mit dem Ziel gegründet, mit „Power to Change – Die Energie-Rebellion“ einen Folgefilm auf die Beine zu stellen. Nicht nur die Finanzierung des Projekts sollte sichergestellt, gleichermaßen sollte auch eine Aufbruchstimmung zur Energiewende erzeugt werden.

Die Premiere war in Freiburg und Berlin

Im März 2016 startete der Film in den Kinos mit Premieren in Freiburg und Berlin – und im April wurde er auch in Offingen gezeigt. In dem Kino, in dem er schon mit seinen Klassenkameraden und Freunden die Winnetou-Filme angeschaut habe, wie Edmund Kraus sagte. Fast 100 Gäste waren der Einladung der Grünen gefolgt, am Eingang zum Kino hatte sich bereits eine Schlange gebildet. „Power to Change“ ist die Geschichte einer Reise zur Energiewende in einem Schlachtfeld im Kampf um den Strom. Kraus spielt darin den Tüftler Edy Kraus mit der Entwicklung einer mobilen Pelletieranlage, die Reststoffe aus der Landwirtschaft zu hochwertigen Pellets verarbeitet.

Der Film zeigt aber auch den Kampf um die Energiewende, projiziert auf einer Weltbühne aus Politik, Macht und Profit. „Überlegt Euch gut, was ihr einmal euren Enkelkindern erzählen wollt, wenn ihr die Umwelt verheizt habt“, wandte sich Edwin Kraus mit am Ende des Films an die Gäste. Die Technologien für einen intelligenten Energiemix seien vorhanden, und dies funktioniere auch ohne fossile Energieträger. Die Diskussion dreier Besucherinnen im Eingangsbereich des Kinos brachte es auf den Punkt: „Man muss den Film gesehen haben. Er hat deutlich gemacht, dass Vieles aus den Reihen Weniger im Grunde genommen die Energiewende verhindert.“ In den Medien komme dies oft nicht so herüber.


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