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Jubiläum

19.05.2017

Ein (H)Ort der Zukunft

Anlässlich des zehnjährigen Hortbestehens zeigten die Hortkinder eine Tanzvorführung, die sie mit Erzieherin Brita Terzer einstudiert hatten.
Bild: Fotostudio Julia Junginger

Der städtische Kinderhort in Ichenhausen besteht seit zehn Jahren. Warum das Modell gefragt und nahezu einzigartig ist

Seit zehn Jahren gibt es den städtischen Kinderhort an der Grundschule Ichenhausen. Das Jubiläum feierten etwa 200 Kinder, Eltern, Großeltern gemeinsam.

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Wie Bürgermeister Robert Strobel erläuterte, hatte die Stadt vor zehn Jahren unter dem damaligen Bürgermeister Hans Klement ein 416 Quadratmeter großes, mit der Grundschule verbundenes, modernes Gebäude erstellt. Auch ein Aufzug wurde integriert, insgesamt wurden 1,3 Millionen Euro investiert. „Das war eine mutige Tat“, so Strobel. Man habe damit Eltern unterstützt, Beruf und Familie in Einklang zu bringen und so einen Beitrag zur Lebensqualität in Ichenhausen geleistet. Begonnen hatte der Hortbetrieb mit 40 Kindern in der Betreuung bis 17 Uhr. Die Anzahl der Familien, die dieses Angebot in Anspruch nahmen, stieg schnell.

Deshalb wurde 2015 das sogenannte Hort-Kombi-Modell ins Leben gerufen: Kostenfreie offene Ganztagsschule bis 16 Uhr und im Anschluss Hortbetreuung bis 18 Uhr, auch in den Ferien. Die große Nachfrage ließ die Einrichtung rasch an ihre räumlichen Grenzen stoßen. Die Planungen für eine eventuelle Kurzgruppe bis 14 Uhr im kommenden Schuljahr laufen bereits. „Die Kinder sind unsere Zukunft“, sagte der Bürgermeister und bedankte sich bei den Hort-Pädagogen mit Carolin Helgert an der Spitze, dem Schulleiter Robert Kaifer und seinen Lehrerkollegen, dem Elternbeirat und allen Eltern für ihre Arbeit. Warum und wie die Stadt Ichenhausen 2007 das Hortprojekt verwirklichte, erklärte Schulamtsdirektorin Evelyn Schier und zeigte dazu Bilder der Bauphase und Anfangszeit. Die Verantwortlichen hätten erkannt, dass der Hort keine Konkurrenz zur Familie, sondern Unterstützung sei. Kämmerer Wilhelm Schuster habe am Grunde seiner Geldschatulle die nötigen Mittel gefunden. Es sei ein Ort entstanden, an dem Wissen, Ideen und Kompetenzen trainiert und Freundschaften geschlossen werden. Eine Einrichtung im Hort-Kombi-Modell gibt es Schier zufolge bisher nur noch zweimal in ganz Schwaben. „Uns ist es wichtig, als Team zu kooperieren“, sagte Schulleiter Robert Kaifer. Die offene Ganztagsschule in Verbindung mit dem Hort sei ein Wunschkind von Schule und Stadt Ichenhausen.

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„Hortpädagogen, Lehrkräfte und Eltern arbeiten hervorragend zusammen, künftig ist auch an eine Kooperation mit der Musikschule gedacht.“ Groß war die Freude über das Geburtstagsgeschenk, das er dem Hort überreichte: ein tibetischer Tam-Tam-Gong, der, einmal angeschlagen, jede Ecke des Schulgeländes erreicht. Die Leiterin des Hortes, Carolin Helgert, betonte in ihrer Ansprache, dass die Resonanz bei den Eltern riesig sei, dass sie die Einrichtung an 230 Tagen im Jahr nutzen könnten. In einem Film wurde Eltern und Gästen die Arbeit mit den Kindern gezeigt. Mit der Kamera eingefangene Momente demonstrierten den Tagesablauf, die vielfachen Aktivitäten und die sichtbare Freude der Schüler.

Bei dem sich anschließenden Spielfest konnten die Kleinen ihre Geschicklichkeit bei einer Bierkisten-Rollenbahn, einer Hüpfburg, beim Brettl-Langlauf oder beim Armbrustschießen und mehr unter Beweis stellen.

Der Erlös des Festes kommt den Hortkindern zugute. Auf der Wunschliste ganz oben steht ein Abenteuer-Spielturm für den Innenhof. (zg)

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