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Unterricht

22.04.2015

Ein Jahr mehr Zeit

Sie stellen das neue Konzept „Mittelstufe plus“ vor: Schulleiter Norbert Rehfuß (rechts) und sein Stellvertreter Jochen Schwarzmann.
Bild: Peter Bauer

Das Krumbacher Gymnasium ist bei „Mittelstufe plus“ Pilotschule. Welche Möglichkeiten die Neuregelung bietet

Nein, diese Reform sei keine Rückkehr zum G9, sagen Schulleiter Norbert Rehfuß und sein Stellvertreter Jochen Schwarzmann. Doch das, was ab dem neuen Schuljahr im Krumbacher Simpert-Kraemer-Gymnasium (SKG) getestet wird, bedeutet, dass sich Schüler in der Mittelstufe ein Jahr länger als bisher Zeit lassen können, wenn sie dies möchten. „Mittelstufe plus“ heißt das Projekt, bayernweit gibt es 47 Pilotgymnasien, Krumbach ist laut Rehfuß das einzige im Landkreis.

Der Wunsch von Eltern und Schülern nach einer solchen Regelung ist offensichtlich groß. Entscheiden müssen sie sich in der siebten Klasse. Von 121 Schülern der fünf siebten Klassen werden laut Rehfuß 63 die Mittelstufe nach dem neuen Modell und 58 nach dem bisherigen absolvieren. Neues Modell – das heißt Mittelstufe (achte bis zehnte Klasse) in vier statt drei Jahren. Schwarzmann: „Es wird dann eine Klasse neun plus eingeschoben.“ Die Lerninhalte verändern sich im Umfang nicht, aber in vier Jahren sei eine Entschleunigung möglich. Es gebe mehr Zeit zum Üben und Vertiefen, die Kernfächer Mathematik und Deutsch sollen gestärkt werden. Jedes Schuljahr werde um zwei Fächer entlastet. In den Jahrgangsstufen acht, neun und neun plus gebe es keinen Nachmittagsunterricht. Dies habe unter anderem den Vorteil, dass sich Schüler stärker im Vereinsleben engagieren könnten. Möglich seien längere Auslandsaufenthalte. Manche Eltern erklärten auch, dass sie ihren Kindern ein „Mehr an Kindheit“ ermöglichen wollen.

Entscheidung in der siebten Klasse: Den Zeitpunkt hält Rehfuß für ideal. Mit der einsetzenden Pubertät habe die Schule bei manchen in dieser Zeit einen eher geringeren Stellenwert. Auch dem trage das neue Angebot Rechnung. Die Entscheidung könnten die Eltern, basierend auf der Erfahrung der ersten zweieinhalb Jahre im Gymnasium, treffen. Das Konzept, das vom Elternbeirat intensiv unterstützt werde, sei eine Stärkung des Krumbacher Gymnasiums.

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Derzeit gibt es im SKG fünf siebte Klassen. Diese Zahl dürfe durch die Neuregelung nicht überschritten werden, erläutert Rehfuß. Dann müsste die Schulleitung über die Verteilung von Schülern entscheiden. In Krumbach habe es aber keine Probleme gegeben. Alle Wünsche habe man berücksichtigen können. Zum Thema hat es vor den Osterferien einen großen Elternabend gegeben.

unter Telefon 08282/89610 oder per E-Mail an sekretariat@skg-krumbach.de.

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